Autor: Margit Rüdiger

CultureAndCream-Autorin aus München Beruflich als Beauty-Journalistin zu reisen, war mir nicht genug. Sechs Monate Weltreise haben auch nicht gereicht. Immer wieder zieht es mich in andere Städte, fremde Länder, zu Roadtrips und an Locations, die man kennenlernen sollte. Mich interessieren nicht nur „culture“ und „cream“, sondern auch Menschen, die Geschichten zu erzählen haben. Auf solche Reisen möchte ich euch mitnehmen.

Rendezvous mit Marilyn Monroe

Der geheime Promi-Friedhof von Los Angeles Er stand schon lange auf meiner Los Angeles To-do Liste: der Westwood Village Memorial Park Cemetery, südlich des Millionärviertels Bel Air. Dass es mich ausgerechnet am Totensonntag dorthin zieht… Zufall? Den unscheinbaren Friedhof hinter dem iPic Theatre am Wilshire Boulevard zu finden, ist nicht ganz einfach. Mehrfaches Fragen von Passanten und Anwohnern bleibt erfolglos. Erst eine kleine, alte Dame, die gerade in ihr Auto einsteigen will, nickt wissend und beschreibt mir den richtigen Weg zur Adresse 1218 Glendon Avenue. „Er liegt versteckt zwischen der Bücherei dort und dem Parkhaus. Genau da geht der Weg rein“, sagt sie und zeigt mit dem Finger auf zwei kastige, unansehnliche Gebäude und einen Durchgang dazwischen. Die Gräber müssen sich demnach über der Tiefgarage befinden.… weiterlesen

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Wie viel ist dran an dem Hype um Botox, Herr Doktor?

Ein Gespräch mit dem Münchner Dermatologen Dr. Timm Golüke C&C: Warum ist für viele Frauen Botox die Einstiegsdroge, wenn sie etwas an sich verbessern wollen? Dr. Timm Golüke: Bei Botox ist das Einstiegsalter viel jünger als bei Fillern. Wenn junge Patientinnen zum ersten Mal zu mir in die Praxis kommen, ist es häufig die Zornesfalte, die sie behoben haben wollen. Diese ist nicht durchs Leben entstanden wie zum Beispiel die Nasolabialfalte, sondern es ist eine genetisch vererbte Mimik. Die Zornesfalte zeigt sich oft schon bei 20-jährigen. Die Frauen kommen dann mit 25 zu mir und sagen, dass die Falte sie stört, weil sie sie immer böse aussehen lässt. In dem Alter ist eine Botox-Spritze auch extrem effektiv. Hat sich die Falte erst einmal durch ständige Mimikbewegung tiefer eingeprägt, ist es für Botox zu spät. C&C: Wie oft muss man nachspritzen? Dr. Timm Golüke: Zweimal im Jahr kommen die Patientinnen in der Regel zum Nachspritzen, da die Abbauzeit etwa sechs Monate beträgt. Je öfter man es gemacht hat, desto länger hält Botox, weil man sich die mimischen Bewegungen irgendwann abgewöhnt. Das ist auch das Ziel des frühen Beginnens. C&C: Ist die Mimik eigentlich nur tagsüber so aktiv? Dr. Timm Golüke: Nicht bei allen. Was interessant ist, dass Menschen, die nachts mit den Zähnen knirschen oder die Zähne aufeinander beißen, morgens eine stärkere Zornesfalte haben. Bei denen ist die Mimik tagsüber gar nicht mal so ausgeprägt. Bruxismus nennt man diese nächtliche Überbeanspruchung der Kaumuskulatur. Die meisten tragen nachts eine Beißschiene, aber man kann den Kaumuskel auch gut mittels einer Botox-Spritze in leichter Dosierung entspannen. Es wird direkt in den Muskel gespritzt. C&C: Stimmt es, dass man mit Botox auch das Gesicht schmäler aussehen lassen kann? Dr. Timm Golüke: Die Asiaten machen das, um ihr von Natur aus breiteres Gesicht zu verschmälern. Auch hier wird der Kaumuskel behandelt, jeweils mit zwei Einheiten Botox. Der Effekt hält ebenfalls etwa sechs Monate an. Das Kauen wird dadurch nicht beeinträchtig. Der Muskel wird nur geschwächt, so dass das Gesicht schmaler erscheint. C&C: Was versteht man unter Baby-Botox? Dr. Timm Golüke: Mini- oder Baby-Botox bedeutet, dass die Substanz viel stärker verdünnt wird. Im Vergleich zur Glabella-Falte zwischen den Brauen beträgt das Verhältnis 1/10. In Amerika wird es häufig praktiziert gegen vergrößerte Poren und Unreinheiten. Botox in verdünnter Form reduziert die Aktivität der Talgdrüsen. Dadurch erscheinen die Poren feiner, Hautunreinheiten weniger werden. Man spritzt das Botox direkt mit ganz vielen kleinen Stichen in den Bereich der Unreinheiten.… weiterlesen

Beauty-Weekend in Bangkok

Warum das Oriental-Hotel die lange Reise wert ist Wenn ein Hotel so etwas wie eine zweite Heimat sein kann, ist es für mich das „Mandarin Oriental“ in Bangkok. Und das schon seit vielen Jahren. Immer wieder zieht es mich in das Haus am Chao Phraya Fluss zurück. Dabei habe ich stets die Berichte von Anna Leonowens im Kopf. Eine Zeitzeugin, die 1862 in der Stadt ankam, um am Hof von König Mongkut, besser bekannt als Rama IV, den 67 Kindern Englisch und westlichen Benimmunterricht zu geben. Ihre Tagebücher bildeten später die Vorlage zu dem romantischen Roman „Anna und der König von Siam“ von Margaret Landon von 1944, der mehrere Male als „The King and I“ verfilmt wurde. Tatsächlich hat Anna nie einen Fuß in das Oriental gesetzt, da ihr Aufenthalt nur fünf Jahre andauerte. Laut der Hotelchronik wurde das „Oriental“ 1876 als Seemannsherberge gegründet. Ende des 19. Jahrhunderts war es Fremden nicht erlaubt, in der abgeschotteten, mit zweihunderttausend Einwohnern schon relativ großen Königsstadt zu nächtigen. Heute stehen rechts und links vom „Mandarin Oriental“ zwei ziemlich verfallene Gebäude, die an die alten Zeiten erinnern. Auf dem einen weist der Name East Asian Company auf die Handelstätigkeiten hin. Auch den Old Wing des „Oriental“, in dem mit der Seemannsherberge alles anfing, gibt es noch. Er wurde 2016 zum 140. Geburtstag mit einem Aufwand von 17 Millionen Euro renoviert und umgebaut. Sein historisches Flair hat er glücklicherweise nicht eingebüßt. Vom Fluss aus kaum zu sehen liegt er verborgen hinter Fächerpalmen. Die Author’s Lounge darin ist ganz in Weiß und in kolonialem Stil gehalten, mit weißen Korbstühlen und weißen Lamellenfenstern. Außer der Grand Royal Oriental Suite mit 600 qm und sechs Schlafzimmern entstanden zwölf neue Garden Suites. Meine erstreckt sich über zwei Etagen mit Fensterfronten vom Boden bis zur Decke und einer gemütlichen Lounge. Vom Schlafzimmer in der oberen Etage blicke ich rechts auf die Lichter der Stadt, links auf den träge dahinfließenden Chao Phraya. Ideal für mein Beauty-Wochenende. Denn die vier neuen Spa-Studios, in denen erstmals in Bangkok Pediküre und Maniküre von Bastien Gonzalez sowie Beauty Behandlungen mit der deutschen Wirkstoffkosmetik !QMS angeboten werden, befinden sich ebenfalls im Garden Wing. Erster Tag: Nach dem langen Flug kann ich erstmal eine Relax-Massage vertragen. Um zum Hauptspa zu kommen, muss ich den Fluss überqueren. Bootsführer Narong Petcharit fährt mich. Er gehört wie viele andere Hotelmitarbeiter seit mehr als 20 Jahren zur „Oriental“-Familie. An jedem Arbeitstag tuckert er mit seiner Barke bis zu zweihundert Mal über den Fluss.… weiterlesen

Reisen ist meine Leidenschaft.
Beauty meine Passion.
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