Südtirol – Design, Genuss und Yoga


Ein Wochenende zwischen Meran und Bozen

Das Gute liegt bekanntlich so nah. Vom Raum München aus gesehen heißt das Gute Italien, genauer gesagt Südtirol. Nach nur knapp vier Stunden Fahrt spürt man dolce vita Feeling. Der Puls fährt runter, die Mundwinkel hoch. Das traditionell Ländliche flirtet mit dem locker Mediterranen.

Glückssuche in Lana

Ganz besonders spürt man die unvergleichliche, italienische Lässigkeit in Südtirols erstem Lebenskunst-Hotel: dem Schwarzschmied. Das familiengeführte 4*-Haus liegt in Lana, ein schmuckes Örtchen rund 15 Fahrminuten von Meran. Hier heißt Luxus Gemütlichkeit. Die Gäste sollen lernen, der „Schmied“ ihres eigenen Glücks zu werden. Ein erstes Gefühlshoch entfacht alleine schon die Umgebung: Weinreben, Zypressen, Obstgärten und Palmen umringen die 2015 großzügig ausgebaute und modernisierte Anlage. 55 helle Zimmer und Suiten verteilen sich auf drei Häuser: die Glücksschmiede, die Residence und das Stammhaus. Viele bieten Platz für bis zu vier Personen und eignen sich so besonders gut für Familien. Ein holistisches Spa mit Pools, Saunen, Dampfbad, Bio-Tee-Bar und Ruhegarten mit offenem Feuer sorgt für weitere Endorphin-Ausschüttung. Beim Durchblättern des SPA-Katalogs („Reblancancing-Massage“, „Well-Aging-Gesichtsbehandlung“, „Algenpackung Detox“) möchte man am liebsten „Einmal alles, bitte“ rufen.

Slow Food meets Fitness

Dieser Impuls wiederholt sich im Hotel-Restaurant „La Fucina“ (deutsch Schmiede). Küchenchef Georg Costabei arbeitet nach Slow Food Manier ausschließlich mit regionalen Zutaten, die teils aus dem benachbarten, im 17. Jahrhundert angelegten Schwarzbauergarten kommen. Morgens findet sich beim üppigen Frühstücksbuffet von Superfood bis Sekt alles, was das kulinarische Herz erfreut. Jeden Abend steht auf der Speisekarte neben Fisch oder Fleisch auch ein veganes und vegetarisches Menü. Auf Wunsch wird sogar gluten- und laktosefrei gekocht. Weil zum Wohlbefinden auch Bewegung gehört, bietet das Schwarzschmied mehrmals im Jahr intensive Yoga-Wochen mit weltweit agierenden Profis an sowie tägliche Yoga- und Pilateskurse, drei geführte Wanderungen pro Woche und kostenlose Fahrräder zum Verleih, mit denen man durch Südtirols größte Obstbaugemeinde radeln kann. Einen Besuch wert ist der nahe gelegene Kränzelhof: Freiluft-Museum, Restaurant und Vinothek in einem.

„Sissi“-Flair in Meran

Nach nur 15 Minuten Fahrzeit erreicht man von Lana aus Meran. Den einst verschlafenen Kurort machte die österreichische Kaiserin Sissi durch ihre regelmäßigen Aufenthalte im Schloss Trauttmansdorff in den 1870ern zum Place-to-be der österreichischen High Society. Heute tummeln sich in den prachtvollen Gärten der Schlossanlage zwar mehr Japaner als Österreicher, wunderschön ist es trotzdem. Besonderes Highlight: die schwindelerregend hohe Aussichtsplattform von Star-Designer Matteo Thun mit Panorama-Blick auf den Meraner Talkessel und das Etschtal. Wer im Stadtzentrum keine Lust auf die gediegenen Cafés und Restaurants hat, findet nur wenige Meter abseits so manch charmant-entspanntes Lokal wie „Gigi’s Enoteka“.

Kunst-Genuss in Bozen

Die letzten Stunden eines Südtirol-Kurztrips verbringt man am besten in Bozen. Den Logenplatz unter den Hotels beansprucht das Greif am quirlig-lässigen Waltherplatz. Im Jahr 2000 wurde aus dem einstigen Gasthof ein modernes 4*-Designhotel mit hipper Dachterrassen-Bar und einem köstlichen, hausgemachten Frühstück, das sogar über die Grenzen Südtirols hinaus bekannt ist. Die Säfte sind frisch gepresst, die Marmeladen selbst eingekocht, Brot und Kuchen stammen aus der hoteleigenen Backstube.

 Hinter Erkern und Sprossenfenster des 500 Jahre alten Palazzo liegen 33 individuelle Zimmer und Suiten. „Augenlust“ heißt passenderweise das Projekt, das ausgewählten, zeitgenössischen Künstlern die Möglichkeit gab, jeweils ein Zimmer frei zu gestalten. Ein Raum verspricht „eine Reise ins Reich der Wünsche“, eine Suite thematisiert Liebe und Traum. Darauf jeweils abgestimmt: das Mobiliar, bestehend aus erlesenen Designerstücken und Möbeln aus der hauseigenen Tischlerei. Noch mehr moderne und zeitgenössische Kunst gibt es in Bozen im 2008 eröffneten Museion zu sehen. Ein sehr viel älteres Exponat befindet sich im Südtiroler Archäologiemuseum. Dort liegt die Eismumie „Ötzi“. Den Tag lässt man ganz entspannt beim typisch italienischem Aperitivo ausklingen. Sehr zu empfehlen: das „Banco 11“ oder Cobos „Fischbänke“. Traditionelle Südtiroler Küche gibts in Bozen im urigen Wirtshaus Vögele oder auf Hauben-Niveau im Restaurant des Schwesternhotels vom Greif, dem Laurin. Gesättigt, glücklich und entspannt kann es nach Hause gehen. Das Gute liegt ja zum Glück so nah.

Hotelinfos:

Hotel Schwarzschmied, Lana: DZ ab 135 Euro p.P. inklusive Dreiviertelpension, Teilnahme am wöchentlichen Aktivprogramm, Benutzung des Golfplatzes und Radverleih

Hotel Greif, Bozen: DZ ab 80 Euro p.P. inklusive Frühstück und kostenloser Nutzung von Pool und Park des gegenüberliegenden Parkhotels Laurin

Kommentare (2)

  • Das sieht ja wirklich wunderbar aus und steigert meine sowieso schon große Urlaubsfreude nur noch mehr. Für uns gehts in knapp 3 Wochen nach Südtirol, genauer nach Naturns ins Hotel Lindenhof. Die gesamte Family kann es kaum mehr erwarten. 😉 ein Abstecher nach Meran ist schon eingeplant!

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