Für Sie getestet: Skin-Seren von Miamo
Selbst als erfahrene Beauty-Journalistin habe ich selten eine solche Auswahl an Skin-Seren gesehen, wie sie die neue Hautpflege-Linie Miamo anbietet. Wie Soldaten stehen sie während der Präsentation in München aufgereiht in einer Linie, die Pipettenflakons in allen Blau-Schattierungen, Grün, Braun, Rosa und Weiß je nach Hautbedürfnis. Ich habe mich zum Testen für das Multi-Peptide 20% Lifting Serum, die Hyaluronic 14+ Formula und die Epigenage-Shots entschieden, die ich für mein Serum-Layering benutzen möchte.
Miamo – „Ich liebe mich selbst“
Die Produkte der italienischen Marke Miamo mit klinischem Background sind erst seit April diesen Jahres auf dem deutschen Markt erhältlich. „Miamo“ heißt auf Deutsch so viel wie „Ich liebe mich selbst“. Damit soll die Philosophie der Brand von Selbstfürsorge und einem lebenslangen Wohlbefinden widergespiegelt werden. Die alltägliche Pflege-Routine, durch individuell abgestimmte Protokolle personalisiert, soll in einen bewussten Akt des “self-empowerments” verwandelt werden.
Dazu bietet die Marke mehr als 100 individuelle Pflege-Protokolle an, die entwickelt wurden, um eine Vielzahl von Hautzuständen und -bedürfnissen zu behandeln. Jede Routine besteht aus einer Abfolge von bis zu sechs Schritten, die darauf ausgelegt ist, das Gleichgewicht der Haut zu erhalten und die Wirksamkeit zu maximieren: Reinigung, Exfoliation, Stimulation, Behandlung, Hydration und Schutz sind die Kategorien.
Ein prägendes Element dieses Ansatzes ist das Seren-Layering, für das Miamo in Italien längst bekannt ist. Anstatt sich auf ein einzelnes Produkt zu verlassen, können mehrere Seren in einer spezifischen Reihenfolge aufgetragen werden, wodurch verschiedene Hautbedürfnisse gleichzeitig und synergetisch durch kompatible Wirkstoffe angegangen werden.
Ich beginne mein Layering mit drei Seren…
Morgens benutze ich nach der Reinigung zuerst das „Multi-Peptide 20% Lifting Serum“ (30 ml, 104 Euro). Von der etwas dickflüssigen, transparenten Textur trage ich drei Tropfen auf das Gesicht inklusive der Augenpartie und auf den Hals auf. Nicht auf der Haut verreiben, sondern sanft einpadden (einklopfen). Das sanfte Aufdrücken schont die empfindliche Gesichtshaut schont, vermeidet Rötungen und regt die Durchblutung an. Durch das leichte Klopfen mit den Fingerspitzen ziehen die hochkonzentrierten Wirkstoffe tiefer ein, während Reibung das Produkt oft nur auf den Händen verteilt oder die Haut unnötig stresst.
Das straffende und glättende Anti-Aging-Serum ist zur Reduzierung von Mimikfalten entwickelt worden. Enthalten sind sechs spezifische Peptide, die auf den für die Muskelkontraktion verantwortlichen Mechanismus einwirken und die Kollagensynthese ankurbeln. Diese doppelte Wirkung soll die Tiefe von mimischen Falten verringern und zur Verbesserung der Hautelastizität beitragen.
Als nächster Step meiner morgendlichen Pflege-Routine folgt der Epigenage +20% Shot mit der Epigenetica Formula (10 Shots, je 1 ml, 83 Euro). Die weißliche, cremige Flüssigkeit steckt in einer Art Spritze (natürlich ohne Nadel), von der man einfach die Kappe abzieht und die benötigte Menge mit dem Stempel herausdrückt. Aus der 1 ml-Spritze trage ich morgens 0,5 ml auf und massiere das Serum ein, bis es vollständig eingezogen ist.
Der Epigenetic-Booster versteht sich als umfassende Anti-Aging-, Regenerations- und Straffungspflege mit Niacinamid (Vitamin B3) und Panthenol (Vitamin B5), die beide feuchtigkeitsspendend, schützend und aufhellend wirken. Auch hier ist eine Peptid-Kombination enthalten, um Muskelkontraktionen zu reduzieren sowie zur Anregung der Kollagenproduktion und der Proteoglykan-Synthese. Den Abschluss meiner Tagespflege bildet selbstverständlich ein UV-Schutz mit LSF 50.
Feuchtigkeit am Abend
Abends ersetze ich das Multi-Peptide Lifting Serum durch „Hyaluronic 14+“ (30 ml, 83 Euro), weil meine Haut gerade im Sommer nach einem Sonnentag nach viel Feuchtigkeit verlangt. 4 bis 6 Tropfen Serum verteile ich auf das Gesicht. Dabei beziehe ich auch die Lippen mit ein. Das Serum gut einziehen lassen, bevor ich die vom morgendlichen Shot noch übrigen 0,5 ml Epigenage +20% auftrage. Warum diese Reihenfolge? Die allgemeine Regel beim Serum Layering lautet, dünnflüssigere bzw. auf Feuchtigkeit ausgerichtete Hyaluron-Seren direkt auf die gereinigte Haut geben, damit die feuchtigkeitsbindenden Moleküle tief wirken können. Als letzter Step folgt meine gewohnte Nachtpflege.
Die Formel des „Hyaluronic 14+“-Serum enthält eine Mischung von sieben Arten Hyaluronsäure. Über 14 Molekulargewichte besitzen eine tiefgehende, mehrschichtig aufpolsternde und feuchtigkeitsspendende Wirkung. Hinzu kommt NAG (Acetylglucosamin), das die körpereigene Hyaluronsäuresynthese anregt, während Glucosyl-Naringin hilft, den Abbau von Hyaluronsäure zu hemmen. Auf diese Weise wird die Tiefe feiner Fältchen reduziert, Festigkeit, Elastizität und Hautdichte werden verbessert.
Wer steckt hinter Miamo?
Gegründet wurde das Mailänder Familienunternehmen, das es bis heute geblieben ist, im Jahr 2012. Mitgründerinnen sind die beiden Apothekerinnen Dr. Elena Aceto di Capriglia und ihre Tochter Dr. Camilla D’Antonio. Die übergeordnete strategische Ausrichtung der Dachgesellschaft der Marke wird von Sohn und Bruder Giovanni D’Antonio, Chief Executive Officer, gesteuert.
Die Brand ist ausgerichtet auf funktionelle Kosmetik und personalisierte Hautpflege-Protokolle. Die Konzeption und Entwicklung findet In-house in Italien statt durch das wissenschaftliche Team und die pharmazeutische Expertise. Je nach Produktkonzept und Innovationen erfolgt die Produktion teils in Italien sowie für spezifische Texturen (z. B. On-the-Go-Formate) in Ländern wie Südkorea. Jede Rezeptur wird umfangreichen instrumentellen und dermatologischen Tests unterzogen, die die Wirksamkeit der Rezepturen bestätigen.
Hautpflege-Linie, Miamo, Serum

CultureAndCream-Autorin aus München
Beruflich als Beauty-Journalistin zu reisen, war mir nicht genug. Sechs Monate Weltreise haben auch nicht gereicht. Immer wieder zieht es mich in andere Städte, fremde Länder, zu Roadtrips und an Locations, die man kennenlernen sollte. Mich interessieren nicht nur „culture“ und „cream“, sondern auch Menschen, die Geschichten zu erzählen haben. Auf solche Reisen möchte ich euch mitnehmen.








