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Sonnenschutz im Winter! Muss das sein?

54,2 Prozent der Deutschen im Alter von 18 bis 74 Jahren nutzen im Herbst und Winter keinen Sonnenschutz. Fast die Hälfte verbindet ihn ausschließlich mit Sommer, Strand oder Schwimmbad. Nur 17,7 Prozent tragen täglich UV-Schutz auf – trotz wachsendem Bewusstsein für dieses Thema. Das sind zumindest die Ergebnisse der aktuellen IKW-Umfrage.

Sonnenschutz sollte eigentlich ein Ganzjahresthema sein. Denn auch im Winter ist die UV-Strahlung präsent. Die Sonne steht zwar tiefer, die Temperaturen sind niedrig und trotzdem können ihre Strahlen die Haut schädigen. Die aktuelle, repräsentative Umfrage, die das Marktforschungsinstitut Lönneker & Imdahl rheingold salon diesen Winter im Auftrag des Industrieverbandes Körperpflege- und Waschmittel (IKW) durchgeführt hat, zeigt jedoch: Für viele Menschen in Deutschland ist Sonnencreme in der kalten Jahreszeit immer noch keine Selbstverständlichkeit.

Mehr als die Hälfte der Befragten gibt an, im Herbst und Winter grundsätzlich keinen UV-Schutz benutzen. Und fast jeder Zweite (48 Prozent) empfindet Sonnenschutz im Winter für weniger wichtig als im Sommer. Der Grund: 46,8 Prozent verbinden Sonnenschutz ausschließlich mit Sommer, Strand oder Schwimmbad.

Wachsende Aufmerksamkeit, aber wenig Routine

Gleichzeitig zeigt die Umfrage, dass das allgemeine Bewusstsein für Sonnenschutz wächst. 58,8 Prozent der Befragten sagen, dass sie heute mehr auf Sonnenschutz achten als früher – Frauen mit 65,1 Prozent sogar stärker als Männer mit 52 Prozent. Doch dieses Wissen schlägt sich nur begrenzt im Alltag nieder. Denn lediglich 17,7 Prozent handeln präventiv und nutzen täglich Sonnenschutzprodukte, wenn sie sich im Freien aufhalten.

Es scheint eine deutliche Lücke zwischen Wissen und Verhalten zu bestehen: Sonnenschutz wird zwar zunehmend als wichtig wahrgenommen, ist aber noch keine feste Routine – vor allem nicht im Winter. Das zeigt sich dann auch bei den täglichen Pflegeroutinen in der kalten Jahreszeit: Sowohl Frauen als auch Männer achten im Winter insgesamt nur wenig auf den Sonnenschutz. Während 28,4 Prozent der Frauen angeben, im Winter Sonnenschutz in ihre Pflegeroutine zu integrieren, sind es bei den Männern
nur 21,6 Prozent.

Noch deutlicher zeigt sich der Unterschied bei jungen Erwachsenen: Männer zwischen 18-29 Jahren schützen sich noch seltener als gleichaltrige Frauen. Auffallend ist auch: Frauen und Männer greifen im Winter häufiger nur punktuell zu Sonnenschutzmitteln, etwa im Skiurlaub oder bei längeren Aufenthalten im Freien. So stimmen 33,4 Prozent der Aussage zu, dass sie Sonnenschutz in der kalten Jahreszeit nur dann anwenden, wenn sie sich länger draußen aufhalten.

Jüngere unterschätzen die Wintersonne häufiger

Besorgniserregend ist: Vor allem jüngere Menschen unterschätzen die Intensität der Wintersonne als Ältere. Die Umfrage-Ergebnisse belegen, dass es vor allem die jungen Erwachsenen sind, die den Sonnenschutz im Alltag öfter vergessen. Rund ein Drittel der unter 29-Jährigen hat die UV-Strahlung im Winter schon einmal unterschätzt und dadurch einen Sonnenbrand im Gesicht bekommen. Bei den über 60-Jährigen sind es deutlich weniger.

Sonnenschutz im Winter – mehr Aufklärung nötig

Die Ergebnisse machen deutlich: Sonnenschutz im Winter hat noch keinen festen Platz im Alltag vieler Menschen. „UV-Strahlung ist aber kein reines Sommerthema“, betont Birgit Huber, Bereichsleiterin des Kompetenzpartners Schönheitspflege im IKW. „UV-Strahlen wirken das ganze Jahr über. Und gerade im Winter – etwa bei reflektierendem Schnee oder längeren Aufenthalten im Freien – ist es wichtig, die Haut zu schützen.“

Über den IKW

Der Industrieverband Körperpflege- und Waschmittel e. V. mit Sitz in Frankfurt am Main wurde 1968 gegründet. Er vertritt auf nationaler und europäischer Ebene die Interessen von mehr als 465 Unternehmen aus den Bereichen Schönheits- und Haushaltspflege. Die Branche macht einen Umsatz von über 34,6 Milliarden Euro und beschäftigt ca. 178.000 Arbeitnehmende in Produktion und Vertrieb. Die Mitgliedsunternehmen decken ca. 95 Prozent des Marktes ab.

Der IKW ist bei wissenschaftlichen, regulatorischen oder wirtschaftlichen Themen Ansprechpartner für seine Mitgliedsfirmen, Ministerien, Behörden, Verbraucher, Institutionen und Verbände sowie für die Medien.Fachkundig beantworten die Fachleute der Kompetenzpartner Schönheitspflege und Haushaltspflege im IKW Fragen zu Haut- und Haarpflege, Schönheit und Selbstwert sowie Hygiene und Reinigung. Mehr Informationen erhalten Sie unter www.ikw.org

Grafiken: © IKW
Foto: © David Zarzesa

Sonnenschutz, Wintersonne

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