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Schlagwort: Döner

Wie der Döner zum Berliner Kultgericht wurde: Eine kulinarische Erfolgsgeschichte

Schnell auf die Hand, spät am Abend noch zu bekommen und inzwischen in mehr Varianten zu haben, als Fleisch, Salat und Soße vermuten lassen – Berlin und der Döner gehören einfach zusammen. Klassisch, mit Grillgemüse, Halloumi oder komplett ohne Fleisch – aus dem Imbissgericht ist ein Stück Berliner Esskultur geworden. Einen Döner, bitte! Man braucht kein schickes Restaurant, damit Essen etwas über eine Stadt erzählt. Ein paar Tische auf dem Gehweg reichen manchmal schon. Ein paar Tische auf dem Gehweg, die Tür steht offen, hinter der Scheibe dreht sich der Spieß. Davor wird diskutiert: scharf oder nicht, Knoblauch oder Kräuter, oder „mit alles“? Der Döner kam nicht aus Berlin – die Version, die wir kennen, schon Fleisch vom Drehspieß gab es in der türkischen Küche natürlich lange vor Kreuzberg, Neukölln und dem Bahnhof Zoo. Die Geschichte des Döners im Fladenbrot führt trotzdem ziemlich direkt nach Berlin. Und die Legende geht so: Kadir Nurman verkaufte im Jahr 1972 am Bahnhof Zoo Fleisch im Brot und legte damit einen Grundstein für die Variante, die heute in Deutschland so bekannt ist. Ganz eindeutig ist die Frage nach dem Erfinder bis heute nicht. Berlin.de erzählt die Geschichte ebenfalls mit diesem kleinen Vorbehalt – und nennt inzwischen rund 1.600 Dönerläden allein in der Hauptstadt. Aus Fleisch und Brot wurde im Laufe der Jahre deutlich mehr. Salat kam hinein, Tomaten, Zwiebeln, Rotkohl und natürlich Soßen. Dann Hähnchen, Grillgemüse, Käse und neue Kombinationen. Der Döner blieb dabei erstaunlich unkompliziert und vielleicht ist das sein größter Vorteil. Zwischen Lieblingsbude & der ewigen Frage nach der besten Soße Über Döner lässt sich in Berlin erstaunlich lange reden. Das Brot darf außen knusprig sein, aber bitte nicht beim ersten Bissen auseinanderbrechen. Beim Fleisch scheiden sich ohnehin die Geister. Und über die Soße? Darüber könnte vermutlich jeder Kiez eine eigene kleine Abstimmung veranstalten. Schon zwei Straßen weiter kann der Döner wieder ganz anders aussehen. Mal ist das Brot dünner, mal steckt deutlich mehr Salat drin, mal wird bei der Soße nicht gespart. Diese kleinen Unterschiede machen aus einem simplen Imbissgericht irgendwann eine ziemlich persönliche Sache. Viele Berliner haben deshalb ihre Stammadresse – und wechseln nur ungern. Ein Laden setzt auf dünn geschnittenes Kalbfleisch, der nächste auf Hähnchen und gebratenes Gemüse. Anderswo landen Halloumi, Falafel oder ein pflanzlicher Ersatz im Brot. Selbst aus dem klassischen Döner ist längst eine ganze Familie geworden. Und dann kam der Gemüse-Döner Berlin wäre vermutlich nicht Berlin, wenn ein bekanntes Gericht einfach so bleiben dürfte, wie es einmal war.… weiterlesen