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Schlagwort: Produktivität

Die Illusion von permanenter Produktivität

Es gibt Arbeitswelten, in denen pausenlose Aktivität als Erfolg missverstanden wird. Kalender sind lückenlos gefüllt, Nachrichten werden in Minuten beantwortet, Meetings folgen ohne Unterbrechung aufeinander. Wer ständig erreichbar ist, gilt als engagiert. Wer spät am Tag noch reagiert, gilt als besonders leistungsbereit. Produktivität wird oft falsch gedeutet. Bei pausenloser Aktivität der Mitarbeiter entsteht von außen das Bild einer hoch effektiven Organisation. Im Inneren zeigt sich jedoch oft etwas anderes: sinkende Konzentration, steigende Gereiztheit und Entscheidungen, die später korrigiert werden müssen. Warum Unternehmen Regeneration neu verstehen müssen, erklärt Lifecoach Ines Richter. Sie ist Expertin für atembasierte Stressprävention mit Fokus Förderung im beruflichen Kontext.
 Produktivität? Nicht jede Form von Aktivität erzeugt Wert Nicht jede Auslastung verbessert die Ergebnisse. Und nicht jede Anstrengung führt zu Fortschritt. Viele Unternehmen orientieren sich noch immer an einem Leistungsverständnis aus einer vergangenen Zeit. Mehr Einsatz soll automatisch mehr Wirkung bringen. Mehr Tempo soll Herausforderungen lösen. Mehr Verfügbarkeit gilt als Beweis von Verantwortung. Dieses Modell war schon immer begrenzt.In einer Arbeitswelt, die von Wissensarbeit, Komplexität und permanentem Wandel geprägt ist, wird es zunehmend gefährlich. Die wichtigste Ressource moderner Organisationen ist nicht die Arbeitszeit. Es ist die Qualität menschlicher Aufmerksamkeit. Wenn Erschöpfung in keiner Kennzahl auftaucht Die größten Produktivitätsverluste erscheinen selten direkt in Reports. Sie verstecken sich in Fehlentscheidungen, unnötigen Konflikten, Doppelarbeit und wachsender innerer Kündigung der Mitarbeiter. Sie entstehen schleichend und werden deshalb oft zu spät erkannt. Ein Team arbeitet mit hohem Einsatz an einem wichtigen Projekt. Niemand möchte bremsen, alle ziehen mit. Gleichzeitig nimmt die Zahl kleiner Fehler zu. Absprachen werden unklarer, Rückfragen häufen sich, Spannungen steigen. Nach außen wird weiterhin Leistung gezeigt. Doch tatsächlich sinkt die Qualität der Zusammenarbeit bereits spürbar. Ich erlebe häufig Führungskräfte, die fachlich stark, verantwortungsbewusst und hoch motiviert sind, aber dauerhaft unter innerem Druck stehen. Sie funktionieren zuverlässig, während im Hintergrund Substanz verloren geht. In Gesprächen fehlt Geduld. Prioritäten wechseln hektisch. Kritik wird schneller als Angriff interpretiert. Strategische Weitsicht weicht kurzfristiger Reaktion. Was wie ein Kommunikationsproblem aussieht, ist oft ein Zustands Thema. Wer dauerhaft im Alarmmodus arbeitet, greift nicht auf die eigene beste Kompetenz zu. Unter Stress verengt sich die Wahrnehmung. Denken wird defensiver. Kreativität sinkt. Die Fähigkeit, andere wirklich zu hören, nimmt ab. Genau dort entstehen viele Probleme, die später hohe Kosten verursachen. Der unterschätzte Faktor hinter guter Führung In Unternehmen wird viel über Strategie, Prozesse und Technologie gesprochen. Deutlich seltener über den inneren Zustand, aus dem heraus Menschen handeln. Dabei entscheidet genau dieser Zustand über die Qualität von Führung, Zusammenarbeit und Entscheidungen.… weiterlesen

Genial – 5 Tipps für mehr Produktivität im Alltag

Jeder kann seine Produktivität steigern, egal welcher Typ von Mensch man ist. Der erfolgreiche Coach Grigori Kalinski gibt Tipps, wie man produktiver und damit erfolgreicher sein kann. Du hast dir große Ziele gesteckt und kannst es kaum erwarten, dich auf den Weg zu machen, um diese Ziele auch zu erreichen? Vielleicht gehörst du zu den Menschen, bei denen die Motivation bereits nach den ersten Metern verschwindet und dein Fortschritt stagniert. Vielleicht gehörst du aber auch zu den Menschen, die den ganzen Tag beschäftigt sind und trotzdem kaum Aufgaben von ihrer To-Do-Liste streichen können, weil ihre Arbeitsweise nicht sonderlich effektiv ist. Oder aber, du gehörst zu den Leuten, die ihr Leben hauptsächlich für andere leben und selbst dabei auf der Strecke bleiben. Egal, zu welcher Gruppe von Menschen du gehörst, jeder kann diese Tipps umsetzen und mehr Produktivität erreichen. Tipp 1: Minimiere deine Ablenkungen Kennst du das? Du nimmst dir fest vor, dich um eine bestimmte Uhrzeit an den Schreibtisch zu setzen und mit deiner Arbeit anzufangen. Du stehst also rechtzeitig auf, genießt dein Frühstück, setzt dich pünktlich an deinen Schreibtisch – und da klingelt das Telefon. Du gehst ran und stellst fest, dass es deine Freundin ist, die dich bittet, schnell noch den Einkauf zu erledigen. Also gehst du einkaufen und setzt dich dann wieder an deinen Schreibtisch, um endlich mit der Arbeit zu beginnen. Wieder leuchtet nach wenigen Minuten das Handydisplay auf – deine Mutter hat dir geschrieben und bittet dich um einen Gefallen, den du ihr natürlich auch tust. So geht es den ganzen Tag und schlussendlich hast du nichts – oder nur sehr wenig – von deiner To-Do-Liste geschafft. Alle in deinem Umfeld sind zufrieden, nur du nicht, weil du für deine eigenen Ziele keine Zeit mehr hast. Umgehe dieses Problem, indem du mit deinem Umfeld klare Zeiten abmachst, in denen du deine Ruhe haben möchtest. Am sinnvollsten ist es zudem, wenn du in dieser Zeit dein Handy ausschaltest. So kannst du dich auf deine Arbeit konzentrieren und nach Feierabend schauen, was es Neues gibt und wem du helfen kannst. Tipp 2: Vermeide Stress am Morgen Je entspannter du in den Tag startest, desto mehr Produktivität wirst du erreichen. Stelle dir den Wecker daher nicht 15 Minuten vor deinem geplanten Arbeitsbeginn, sondern eine Stunde vorher. Stehe in aller Ruhe auf, mache dich fertig, gönne dir ein leckeres Frühstück sowie einen kurzen Spaziergang in der Natur und beginne dann mit deiner ersten Aufgabe.… weiterlesen