Schlagwort: Villa d'Este

Villa d‘Este – 150 Jahre Exzellenz – Ein Besuch

Es ist sieben Jahre her, als ich das erste Mal die Villa D’Este besuchte. Seitdem ist das Grand Hotel in Cernobbio am Comer See ein Sehnsuchtsort für mich geblieben. Damals war ich einer Einladung der BMW Group Classic gefolgt, die seit 2005 gemeinsam mit dem Hotel jedes Jahr im Mai eine einmalige Show organisiert: den „Concorso d’Eleganza“, die wohl extravaganteste Präsentation von Oldtimern der Welt. Das Setting passte. Der See glitzerte im Sonnenschein, das prachtvolle Haus, ein Palast, in Gelb und Weiß mit hohen Säulen und steinernen Balkons lieferte die Kulisse. Ich saß auf der Terrasse, direkt am Wasser, und ließ die Bugattis, Ferraris, Porsches, BMWs und Fords vergangener Epochen an mir vorbeiziehen. Gesteuert wurden sie von Damen und Herren, die entsprechend den Jahrgängen ihrer Automobile im Stil der 20er-, 30er- oder 70er-Jahre gekleidet waren. An Einzelheiten erinnere ich mich nicht. Wohl aber an die Villa, die ich an diesem Nachmittag nicht betrat, die aber dennoch zu einem Sehnsuchtsort wurde. Der Bauherr war ein Kardinal 1568 ließ Kardinal Tolomeo Gallio von Architekt Pellegrino de‘ Pellegrini am Ufer des Comer Sees eine Villa bauen, grandios mit perfekten Proportionen, gedacht als Begegnungsstätte von Literaten, Musikern und Künstlern seiner Zeit. Rund 200 Jahre war die Villa, die damals noch Garrovo hieß, im Besitz der Gallio-Familie. Die folgenden Eigentümer waren eine bunte Gesellschaft: von einem Playboy aus Mailand, der das Anwesen seiner Witwe, einer ehemaligen Ballerina an der Scala in Mailand vererbte, bis zu Caroline von Braunschweig-Wolfenbüttel, Englands ungekrönter Königin, die dem Haus den Namen „Villa D’Este“ verpasste. 1873 schließlich erwarben ein paar Mailänder Geschäftsleute das Anwesen und bauten es in das Luxushotel um – das es heute noch ist. Das Synonym von Luxus ist Pracht Und die ist in diesem wunderbaren Anwesen überall zu sehen: in der 10 Hektar großen Renaissance-Gartenanlage, in der eine 500 Jahre alte Platane gemeinsam mit zahlreichen Statuen über die Blumenbeete herrscht; in der Eingangshalle mit hohen Säulen aus weißem Marmor, an den mächtigen Kristalllüstern, den Werken alter Meister an der Wand, am einzigen Swimmingpool der Welt, der auf einem See schwimmt und der tempelartigen Anlage, die mit Mosaiksteinen verziert ist und zum am meisten fotografierten Bauwerk jenseits des Kolosseums in Rom zählt. Auf sie fällt mein Blick, wenn ich auf dem Balkon meines Zimmers stehe, einem überbordend ausgestatteten Raum mit einem Prinzessinnenbett, einer Samtcouch und einem Bad aus honigfarbenem Marmor. Keines der 152 Zimmer der Hauptvilla und dem Queen’s Palace sieht gleich aus, weder von der Größe her noch vom Dekor oder der Farbgestaltung.… weiterlesen

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