Zum Hauptinhalt springen

Autor: Heike Schmidt

C&C-Autorin aus El Tablero/Spanien Sie ist eine erfahrene Heilpraktikerin und Entwicklerin von Fumarexin®, einer natürlichen Rauchentwöhnung. Als einfühlsame Coachin unterstützt Heike Schmidt mit ihrer Expertise zudem Frauen auf ihrem Weg durch die Wechseljahre. Sie ihnen hilft, körperliche und emotionale Veränderungen achtsam und erfolgreich zu bewältigen.

Erzählen und Schreiben verbinden – Worte gegen die Einsamkeit

Einsamkeit ist heute allgegenwärtig, auch wenn kaum jemand darüber spricht. Sie trifft nicht nur ältere Menschen, sondern zieht sich durch alle Altersgruppen. Viele spüren sie leise zwischen Terminen, Chats und To-do-Listen. Wir sind ständig erreichbar, aber immer weniger wirklich in Kontakt.
 Schreiben bietet einen Ausweg aus der Einsamkeit. Zwar ist das Bedürfnis nach Nähe und echtem Austausch groß. Doch Gespräche mit Tiefe sind selten geworden. Oft fehlt der Raum, in dem man einfach erzählen darf, ohne bewertet oder unterbrochen zu werden. Genau hier setzen Erzähl- und Schreibcafés an: Sie schaffen geschützte Räume, in denen Menschen miteinander ins Gespräch kommen – über das Leben, über Erfahrungen, über das, was sie bewegt. Erzählen befreit – Zuhören verbindet Wenn Menschen einander zuhören, entsteht Verbindung. Das Erzählen ordnet, was in uns ist – Gedanken, Erinnerungen, Emotionen. Worte helfen, das Unsichtbare sichtbar zu machen. Wer erzählt, teilt nicht nur Erlebnisse, sondern auch ein Stück von sich selbst. In solchen Runden entsteht oft eine ganz besondere Atmosphäre: ehrlich, warm und still zugleich. Man spürt, wie Geschichten Brücken schlagen – zwischen Fremden, zwischen Generationen, zwischen Herzen. Zuhören wird dabei zu einer Form der Zuwendung. Nicht, um zu kommentieren oder zu beraten, sondern um einfach da zu sein. Wer gehört wird, fühlt sich gesehen. Und wer zuhört, erkennt sich oft selbst ein Stück wieder. Die stille Form des Gesprächs Nicht jeder findet sofort die richtigen Worte im Gespräch. Schreiben bietet einen anderen Weg. Er ist still, persönlich und doch befreiend. Es braucht kein Publikum, keine Form und keine Regeln. Ein Blatt Papier und ein Stift genügen. Beim Schreiben dürfen Gedanken fließen, ungeordnet und roh. Es geht nicht darum, „richtig“ zu schreiben, sondern darum, ehrlich zu schreiben. Das Aufschreiben kann entlasten, klären und manchmal heilen. Oft entsteht beim Schreiben eine Art innerer Dialog – mit uns selbst, mit dem, was war oder noch kommen soll. Und manchmal zeigt sich dabei, dass wir weiter sind, als wir dachten. Dass wir Dinge gemeistert, Wunden geheilt, Wege gefunden haben. Schreiben kann so etwas wie ein inneres Aufräumen sein. Man lässt los, was drückt und schafft Platz für Neues. Loslassen, ordnen, freischreiben Viele Menschen haben verlernt, ihre Gedanken aufzuschreiben. Der Alltag ist laut, schnell, digital. Doch genau in dieser Geschwindigkeit liegt die Sehnsucht nach Entschleunigung. Das Schreiben ist dafür ein einfaches, aber wirkungsvolles Mittel. Es zwingt uns, für einen Moment still zu werden, nachzuspüren, was da eigentlich in uns lebt. Wer regelmäßig schreibt und sei es nur ein paar Zeilen, spürt bald die Wirkung:
Gedanken werden klarer, Gefühle greifbarer, das Chaos im Kopf etwas geordneter.… weiterlesen

Wechseljahre: Mythos und Realität

Die Wechseljahre sind immer noch ein Thema, das aus der Tabu-Zone geholt werden muss. Am 18. Oktober ist wie jedes Jahr der Tag der Menopause, den die Weltgesundheitsorganisation WHO und die International Menopause Society gemeinsam ins Leben gerufen und den Oktober zum Welt-Menopause-Monat erklärt haben. Trotzdem ist das Klimakterium, auch als Wechseljahre bekannt, ein Lebensabschnitt, der oft von Missverständnissen und Vorurteilen begleitet wird. Viele Frauen haben falsche Vorstellungen darüber, was in dieser Phase ihres Lebens tatsächlich passiert. Heike Schmidt, Heilpraktikerin und Coachin begleitet und unterstützt Frauen in dieser Zeit. In diesem Gastbeitrag schafft sie Klarheit über die Mythen der Wechseljahre. Was ist der Unterschied zwischen Klimakterium und Menopause? Bevor wir uns den Mythen und Realitäten der Menopause zuwenden, klären wir die Begrifflichkeiten: Das Klimakterium beginnt normalerweise in den 40er Jahren einer Frau, kann jedoch einige Jahre früher oder später anfangen. Es ist eine Übergangsphase, die mehrere Jahre dauern kann und endet offiziell mit dem Eintritt in die Menopause, die durch das vollständige Ausbleiben der Menstruation über einen Zeitraum von 12 Monaten gekennzeichnet ist. Mythos 1: Die Wechseljahre bedeuten das Ende der Weiblichkeit Ein weit verbreitetes Missverständnis ist, dass die Wechseljahre das Ende der Weiblichkeit markieren. Tatsächlich ist es nur ein natürlicher biologischer Prozess im Leben einer jeden Frau. Trotzdem ist sie immer noch genauso weiblich wie zuvor. Die Menopause beendet die reproduktive Phase, aber sie bedeutet nicht das Ende der Weiblichkeit oder der Sexualität. Mythos 2: Alle Frauen haben die gleichen Symptome Die Symptome können von Frau zu Frau stark variieren. Während einige kaum Symptome haben, kämpfen andere mit Hitzewallungen, Schlafproblemen, Stimmungsschwankungen und mehr. Die eigene Erfahrung der Wechseljahre ist äußerst individuell, und es ist wichtig zu verstehen, dass nicht alle Frauen die gleichen Symptome erleben, auch nicht in gleicher Stärke. Mythos 3: Hormonersatz-Therapie ist die einzige Option Viele Frauen glauben, dass Hormonersatz-Therapie (HRT) die einzige Lösung für Wechseljahre-Symptome ist. Während HRT für einige eine wirksame Option sein kann, gibt es auch alternative Behandlungen und Lebensstil-Änderungen, die helfen können. Dazu gehören eine gesunde Ernährung, regelmäßige Bewegung, Stressmanagement und natürliche Ergänzungen. Mythos 4: Die Menopause ist nur ein körperlicher Prozess Die Symptome betreffen nicht nur den Körper, sondern auch den Geist. Hormonelle Veränderungen können zu Stimmungsschwankungen, Angstzuständen und Depressionen führen. Die psychische Gesundheit ist genauso wichtig wie das körperliche Wohlbefinden während dieser Lebensphase. Es ist ratsam, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen, wenn emotionale Symptome schwerwiegender werden. Mythos 5: Die Wechseljahre sind nur für ältere Frauen relevant Es betrifft nicht nur ältere Frauen.… weiterlesen