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Schlagwort: Naturkosmetik

NatĂĽrliche Pflegeprodukte – Das schmutzige Geheimnis der sauberen Schönheit

Die Nachfrage nach natĂĽrlichen Pflegeprodukten ist in der heutigen umweltbewussten und gesundheitsorientierten Welt gestiegen, was einen breiteren gesellschaftlichen Wandel hin zu Nachhaltigkeit und persönlichem Wohlbefinden widerspiegelt. Verbraucher*innen entscheiden sich zunehmend fĂĽr natĂĽrliche und organische Pflegeprodukte, um die Exposition gegenĂĽber synthetischen Chemikalien zu minimieren. Doch nicht immer ist Clean Beauty drin, wo es auf der Verpackung steht. NatĂĽrliche Pflegeprodukte werden immer gefragter. Eine Umfrage der The Benchmarking Company ergab, dass 68 Prozent der Verbraucher*innen in ihrer Schönheitsroutine irgendeine Form von natĂĽrlichem und organischem Produkt verwenden. Und sie fordern Transparenz bei den Inhaltsstoffen in den Bereichen Hautpflege, Wellness und Ernährung. Dies ist nicht nur ein vorĂĽbergehender Trend, sondern eine bedeutende Bewegung hin zu Naturalismus und Transparenz. Allerdings variiert die Definition von „natĂĽrlich“ stark zwischen Verbrauchern und Organisationen, was die Verbraucherwahl komplexer macht. Psychologische und soziale Faktoren beeinflussen das Verhalten der Konsumenten*innen erheblich, da Emotionen, persönliche Identität und soziale EinflĂĽsse entscheidende Rollen spielen. Diese Faktoren zu verstehen, ist fĂĽr Unternehmen, die sich in der wettbewerbsintensiven Wellness-Branche bewegen, unerlässlich. Die Realität hinter „natĂĽrlichen“ Labels In der Schönheitsindustrie hat sich der Begriff „natĂĽrlich“ zu einem beliebten, aber oft irrefĂĽhrenden Marketing-Instrument entwickelt. Trotz seiner weit verbreiteten Verwendung ist die Bezeichnung „natĂĽrlich“ nicht exakt geregelt, was es den Unternehmen ermöglicht, den Begriff ohne eine standardisierte Definition zu verwenden. Diese regulatorische LĂĽcke bedeutet, dass als natĂĽrlich gekennzeichnete Produkte immer noch synthetische Chemikalien enthalten können, die Gesundheitsrisiken darstellen. Synthetische Duftkomponenten sind zum Beispiel manchmal von natĂĽrlichen nicht zu unterscheiden, was die Grenze zwischen natĂĽrlich und synthetisch weiter verwischt. NatĂĽrliche Inhaltsstoffe sind nicht von Natur aus sicher; zum Beispiel können einige natĂĽrliche Substanzen wie Gift-Efeu schädlich sein. Pflegeprodukte, die als „natĂĽrlich“ gekennzeichnet sind, können immer noch chemische Zusätze enthalten, die ĂĽber die Zeit Hautreizungen oder allergische Reaktionen auslösen. Das Missverständnis, dass „natĂĽrlich“ gleichbedeutend mit ungiftig ist, ist weit verbreitet und fĂĽhrt oft zu Verwirrung bei Verbrauchern und unbeabsichtigter Exposition gegenĂĽber schädlichen Substanzen. Gesundheitsauswirkungen bei der Wahl der Pflegeprodukte Auf der Suche nach Schönheit ĂĽbersehen Verbraucherinnen oft die potenziellen Gesundheitsrisiken, die mit herkömmlichen Pflegeprodukten verbunden sind. Die Clean-Beauty-Bewegung hebt diese Bedenken hervor und fordert die Verbraucher*innen auf, ihre persönlichen Pflegeprodukte kritischer zu prĂĽfen. Schädliche Inhaltsstoffe, die durch wissenschaftliche Terminologie verschleiert werden, können sich negativ auf die Hautgesundheit und das allgemeine Wohlbefinden auswirken. DĂĽfte zum Beispiel, ob synthetisch oder natĂĽrlich, enthalten Verbindungen, die empfindliche Haut reizen und zu verschiedenen Hautproblemen fĂĽhren können. Die selbstregulierte Natur der Kosmetikindustrie erlaubt es, dass synthetische Inhaltsstoffe verwendet werden, die signifikante Gesundheitsrisiken darstellen können, einschlieĂźlich Verbindungen zu Krebs und Fortpflanzungsproblemen.… weiterlesen

Schönheit auf Sibirisch

Die Kosmetikmarke Natura Siberica ĂĽberrascht mit ihren Inhaltsstoffen Kaum eine Region birgt noch so viele Geheimnisse wie Sibirien. Die Wildnis hier hat sich seit Jahrhunderten kaum verändert. In den trostlosen Vororten Moskaus oder St. Petersburgs gelten die Weiten zwischen endloser Steppe und unberĂĽhrten Wäldern im fernen Osten geradezu als Sehnsuchtsort. FĂĽr Andrej Trubnikow bildet die weitläufige Region das Fundament seiner 2007 gegrĂĽndeten Kosmetikmarke Natura Siberica. Sein Beauty-Sortiment umfasst Shampoos und Badelotionen ebenso wie Körperpeelings, Rasierschaum, Spa-Produkte, Anti-Faltencremes, Make-up und sogar eine Produktlinie fĂĽr Kinder. Seit vergangenem Jahr ist die Marke auch in Deutschland erhältlich. Der Clou bei Natura Siberica sind laut Trubnikow vor allem die Inhaltsstoffe. Der Reichtum und die Vielfalt der sibirischen Kräuter, Pflanzen und Beeren bilden gewissermassen die DNA. Sie gedeihen in einem Klima das von 40 Grad im Sommer und bis zu Minus 40 Grad im Winter bestimmt ist. Das macht sie extrem widerstandsfähig und entsprechend ergiebig. Antioxidative Eigenschaften sollen sich auf Haut und Haare quasi unmittelbar ĂĽbertragen. Einige Cremes von Natura Siberica werden sogar mit Kaviar oder Yakmilch angereichert. Adaptogene Ingredienzien Aus den Kräutern, Beeren und Blumen Sibiriens wurden bereits vor Jahrhunderten Schönheitselixiere fĂĽr die russische Zarenfamilie zubereitet. Ein Teil dieser Pflanzen wie Rosenwurz, Sibirischer Ginseng, die Duftliane Nanai-Schisandra oder die Mandschurische Aralie gelten heute als adaptogen. Allen werden biologisch aktive Pflanzenstoffe zugeschrieben, die dem Organismus helfen sollen, sich erhöhten körperlichen und emotionalen Stresssituationen anzupassen. Um als adaptogen zu gelten, muss eine Pflanze demnach drei Kriterien erfĂĽllen: nur ein Minimum an Veränderungen in den biologischen Funktionen hervorrufen, die Widerstandskraft des Körpers gegen diverse UmwelteinflĂĽsse unspezifisch steigern und normalisierend auf einen Zustand einwirken, ohne andere Organe oder physiologische Funktionen zu verschlechtern. Zirbelkiefer und Altai-Sanddorn Zwei weitere Pflanzen der fernöstlichen Region ergänzenden die adaptogenen Zutaten bei Natura Siberica als Basis in sämtlichen Produkten. Vor allem wegen der Synergien, die sie laut der Marke im Zusammenspiel mit weiteren Zutaten entfalten: einerseits die sibirische Zirbelkiefer, andererseits der wilde Altai-Sanddorn. Die sibirische Zirbelkiefer ist wegen ihrer Widerstandskraft und ihrer einzigartigen Eigenschaften das meist genutzte sibirische Holz. Ihr Ă–l besitzt einen besonders hohen Anteil an Vitamin E und F. So hilft es, die natĂĽrliche Hautbarriere zu stärken und vor negativen UmwelteinflĂĽssen zu schĂĽtzen. Mit ihrem hohen Gehalt an seltenen Linol- und anderen Fettsäuren soll sie auĂźerdem die Haut im Kampf gegen Zeichen der Alterung unterstĂĽtzen und die Hautstruktur verbessern. Der wilde Altai-Sanddorn wächst im Altai-Gebirge auf 2.000 Metern Höhe. Aus seinen Beeren gewinnt man ein stark Vitamin-C-haltiges Ă–l.… weiterlesen

Primavera, die Allgäuer Bio-Pioniere

Ute Leube: Die Frau aus der zweiten Reihe Sie wollten die Welt verbessern, Ute Leube und ihre Freunde. Damals in den 1980ern grĂĽndeten sie ein Unternehmen, das Pflanzenöle produziert im Einklang mit Mensch und Natur. Bis heute hat sich die 67-Jährige den unerschĂĽtterlichen Glauben bewahrt, dass wirtschaftlicher Erfolg eng verknĂĽpft sein kann mit nachhaltigem, fairem und respektvollem Handeln auf jeder Ebene. Der Aufstieg von. Primavera scheint ihr recht zu geben. Doch nun stellt sich die Frage nach der Unternehmensnachfolge. Doch wie stellt man sicher, dass die gelebte Vision auch von potenziellen Nachfolgern gewahrt wird? Beste Bio-Aromaöle aus aller Welt Ute Leube kommt gerade zurĂĽck aus Bhutan, dem Mini-Königreich, das in die maximal hohen Berge des Himalayas eingebettet ist und in dem das BruttoinlandsglĂĽck seiner Bewohner wichtiger ist das Bruttosozialprodukt. Und das dafĂĽr vier Säulen als Staatsräson manifestiert hat: die Förderung kultureller Traditionen, der Schutz von Umwelt und Kulturlandschaft, die Förderung sozialer Gerechtigkeit und wirtschaftlicher Entwicklung sowie die Schaffung von Verwaltungsstrukturen, die diesem Ziel dienen. Nur wenn alle vier Säulen gleich groĂź sind, lässt sich ein stabiles Haus darauf bauen, sind die Bhutaner ĂĽberzeugt. Ein Gedanke, der Ute Leube gefällt. Einer, in dem die MitgrĂĽnderin des Aromaöl-Produzenten Primavera sich und ihre Unternehmensphilosophie wiederfindet. Um diese Entwicklung zu unterstĂĽtzen, beziehen sie und ihr Geschäftspartner Kurt L. NĂĽbling ihr bio-zertifiziertes Lemongrass-Ă–l bei dem örtlichen Projekt Bio Bhutan. Weil es das leistet, was die Allgäuer Bio-Pioniere sich bei ihrer GrĂĽndung vor ĂĽber 30 Jahren vorgenommen hatten: die Erzeugung bester Bio-Aromaöle, gewonnen aus Wildsammlungen oder nachhaltigem Anbau bei fairer Bezahlung, damit die Anbaupartner ihren Weg in die Unabhängigkeit finden können. Norddeutsche Seele auf Erkundungstour Ute Leube ist größer als die meisten Frauen ihrer Generation. Das silberne Haar trägt sie kurz geschnitten, unter den weit fallenden Kleidern zeichnet sich die weiche Silhouette ihres Körpers ab. Eine typisch Norddeutsche wĂĽrde man denken, wäre da nicht ihre leise Stimme und der tastende, beinahe tänzerische Gang, die scheinbar so gar nicht zu passen wollen. Aufgewachsen ist sie bei Bremen. Sie ist ein stilles Kind, „unsicher, schĂĽchtern, nicht wissend, wo mein Platz ist auf dieser Welt“. Nach dem Abi und ihrer Ausbildung zur medizinisch-technischen Assistentin zieht sie nach Göttingen. Sie studiert Landwirtschaft und geht mit ihrem damaligen Freund fĂĽr ein Jahr in die USA. Die indianische Kultur zu ganzheitlichem Heilen inspiriert sie derart, dass sie ihr Interesse an westlicher Medizin ganz verliert. Doch egal wo sie ist, am wohlsten fĂĽhlt sie sich in der zweiten Reihe oder noch weiter hinten, da wo man unsichtbar bleibt.… weiterlesen

SĂĽdtiroler Naturkosmetik meets High-Tech

100 Prozent pflanzliche Wirkstoffe werden bei Team Dr Joseph mit modernster Mikrotechnologie verfeinert Chemiefrei, ökologisch korrekt. Die Hauptpflege-Linie Team Dr Joseph aus SĂĽdtirol passt perfekt ins heutige Bild vom nachhaltigen Zeitgeist. Sie bezeichnet sich als „High-Tech-Naturkosmetik“. Moderne Power-Beauty fĂĽr die Haut. Dabei wurde der Grundstein schon vor mehr als 40 Jahren gelegt. Ein Unfall war schuld Joseph Franz war Profi-Eishockey-Spieler. Ein Unfall beendete seine Karriere. Plötzlich war alles anders. „Überall in seinem Körper waren EntzĂĽndungen. Er hatte Wassereinlagerungen, die Muskeln waren verhärtet, der Stoffwechsel streikte. Die Schulmediziner wussten nicht weiter, eine Operation schien unausweichlich. Doch damit wollte unser Vater sich nicht abfinden“, erzählen seine Söhne Fabian und Viktor. Also suchte er nach Alternativen. Joseph Franz besann sich auf seine Wurzeln. Er stammt aus Bruneck, war inmitten eines groĂźen Gartens mit Heilkräutern aufgewachsen. Pflanzenwirkstoffe, Kräuter und ätherische Ă–le waren schon immer seine Passion. Als kleiner Junge hatte er seine eigenen Herbarien. Studien und Reisen Auf der Suche nach einem Mittel tauchte Joseph Franz immer tiefer ein in die geheimnisvolle Welt der Pflanzen. Es folgte eine Ausbildung zum Heilpraktiker, Studium an der pharmakologischen Fakultät der Universität Urbino und jahrelange Reisen durch Europa, um sein Wissen ĂĽber Heilkräuter, ihre Wirkstoffe und Synergieeffekte zu erweitern. Ihm gelang, woran keiner mehr geglaubt hatte: Durch den gezielten Einsatz der Heilpflanzen verschwanden die Schmerzen, der Stoffwechsel fuhr wieder an. Der Körper regenerierte komplett. Fast so, als hätte man einen Reset-Knopf gedrĂĽckt. Doch Joseph Franz wollte sein Wissen weitergeben, anderen Menschen helfen. Also eröffnete er in Bruneck einen kleinen Naturkostladen. Neben Obst und GemĂĽse bot er dort selbstgemachte Mineralseife, Shampoos, ätherische Ă–lmixturen und Cremes an. Die Kräuter dafĂĽr kamen aus dem eigenen Kräutergarten. Vom Naturkostladen zum Imperium Inzwischen ist ein kleines Imperium daraus geworden. Den Kräutergarten am Familienhaus mit ca. 100 verschiedene Heilpflanzen gibt es noch immer. Allerdings hauptsächlich fĂĽr Studienzwecke. Nur ein kleiner Teil der Rohstoffe wie z.B. Johanniskraut und EdelweiĂź wird hier noch produziert. Größere Mengen fĂĽr die Naturkosmetik beziehen sie aus gesicherten Resourcen. Nach dem Studium –  Fabian studierte Design in Bozen, dann Architektur in Innsbruck und Rom; Viktor Wirtschaftswissenschaften in Verona – sind auch die Söhne zurĂĽck in SĂĽdtirol und in den heimischen Betrieb eingestiegen. Gemeinsam mit dem Vater entwickeln sie dessen Rezepte weiter und grĂĽndeten 2014 das „Team Dr. Joseph“. Doch das Zepter hält immer noch der Senior in der Hand. Dr. Franz, worin liegt der ganzheitliche Ansatz Ihrer Pflegelinie? Bei einem Kosmetikum ist es auch wichtig, dass es eine ganz feine Wirkung ĂĽber die Nase hat, Haut und Schleimhaut sind ja ziemlich verwandt.… weiterlesen