Autor: Margit Rüdiger

CultureAndCream-Autorin aus München Beruflich als Beauty-Journalistin zu reisen, war mir nicht genug. Sechs Monate Weltreise haben auch nicht gereicht. Immer wieder zieht es mich in andere Städte, fremde Länder, zu Roadtrips und an Locations, die man kennenlernen sollte. Mich interessieren nicht nur „culture“ und „cream“, sondern auch Menschen, die Geschichten zu erzählen haben. Auf solche Reisen möchte ich euch mitnehmen.

Wenn Kunst, Gastronomie und Natur ein Bündnis eingehen, entsteht etwas ganz Besonderes.

Mit diesen drei Garanten kann einfach nichts schief gehen. Christian Bär (gr. Foto l.), der sympathische Hotelier des Hotels Alpenhof Murnau, hat zur feierlichen Einweihung der Installation der Blue Garden Chairs von Star-Designer Carlo Rampazzi (gr. Foto r.) in seinen neuen Garten geladen. Sein Motto: „Der Blick aufs Blaue Land“. Und tatsächlich standen alle Zeichen auf Blau. Im Beisein von Dr. Brigitte Salmen, Expertin der Blauen Reiter, Autorin, Initiatorin und ehemalige Leiterin des Murnauer Schlossmuseums, wurden die beiden blauen, skulpturesken Outdoor-Sessel, entworfen von Carlo Rampazzi aus Ascona und gefertigt im Atelier von Sergio Villa in Monza, enthüllt. Dazu gereicht wurden blaue Cocktails, und Küchenchef Claus Gromotka kreierte zur Soirée bleu ein Diner en bleu. Und wie auf Bestellung wechselte am Eröffnungsabend der Blauschimmer der Berge bei Sonnenuntergang in ein sanftes Rosa.

Relaxen in Blau

Noch bis in den Herbst hinein können Gäste von den Blue Chairs aus den „Blick aufs Blaue Land“ genießen und sich nach Lust und Laune darin fotografieren. „Jeder sollte etwas Blaues von seinem Aufenthalt im Alpenhof mitnehmen“, sagt Hotelchef Christian Bär. Wer allerdings einen der Stühle von Carlo Rampazzi sein Eigen nennen möchte, muss etwas tiefer in die Tasche greifen. Rund 4.000 Euro kostet jedes der Unikate, die alle per Hand gefertigt werden. Es dauert mindestens zwei Wochen, bis ein Exemplar das Atelier von Sergio Villa verlassen kann. Rampazzi: „Sogar ein Fehler, den ein Handwerker macht, ist ein bißchen Kunst. Und das ist es, was mir gefällt.“ Bisher sind seine blauen Metall-Sessel auch nur 25 mal weltweit anzutreffen. Also unwahrscheinlich, dass Ihr Nachbar bereits einen in seinem Garten stehen hat. Carlo bezeichnet ihn übrigens als Relax-Sessel. Und in der Tat sitzt man darin sehr bequem, die Form schmiegt sich nahezu dem Körper an.

König der Farben

„Anfangs haben wir die Stühle in mehreren Farben gemacht“, erzählt Signore Rampazzi, „aber die Kunden wollten immer nur Blau. Die Stühle sind also sozusagen in Blau geboren.“ Ursprünglich gehörten gleichfarbige Kissen dazu. „Aber die waren einfach zu viel. Der Sessel ist eine Skulptur und verliert dadurch nur an Schönheit“, so der Designer. Für Rampazzis gewohnt opulenten Stil sind die Stühle eher schlicht. Villen und Wohnungen von Mailand bis Paris, von Miami bis St. Petersburg und Zürich bis New York tragen seine Handschrift. Er gilt als der König der Farben, weiß um die Kraft und die Magie der Farbe auf das positive Wohn-Erlebnis. Aber er überrascht auch immer wieder neu. Bei ihm darf man das Unerwartete erwarten.

Möbel mit Seele

Seine besten Ideen hat der Designer nach eigener Aussage, wenn er sich mit Menschen unterhält. „Ich will die Leute immer überraschen“, sagt er. „In meinem Kopf entsteht eine Idee, aber alleine kann ich sie nicht weiter entwickeln. So war das auch bei den Chairs. Ich hatte diese Form für die Inneneinrichtung kreiert, sie stand bereits in verschiedenen Hotels. Als ich dann mit Leuten sprach, denen er gefiel, kam mir die Idee, eine Variante für draußen in Metall zu gestalten.“ Für ihn ist es das erste Outdoor-Möbel dieser Art. Seine Idee zeichnet der Designer immer per Hand. Sein Team überträgt den Entwurf dann auf den Computer, bevor dieser im Atelier von Sergio Villa landet. Das Wichtigste für Rampazzi: „Ich versuche immer, dass meine Möbel eine Seele haben.“

Künstler-Magnet

Seele hat auch der Alpenhof Murnau und ist deshalb genau richtig als temporäres Zuhause für die Blue Chairs. Dafür sorgt schon Christian Bär, geborener Murnauer und Hotelier von der Pike. Die Umgebung des Alpenhofs tut das Ihrige dazu. Das einmalige Farb- und Lichtspiel vor der Kulisse der bayerischen Voralpen inspirierte schon Künstler wie Franz Marc, Gabriele Münter und Wassily Kandinsky. „Es ist daher kein Zufall, dass genau hier die ‚Blaue Reiter‘-Bewegung entstand und von unserem Murnau aus die moderne Kunstwelt komplett umgekrempelt wurde“, so Christian Bär. In seinem Hotelgarten hat er neben anderen die Skulptur „Helix“ von Sir Tony Cragg, eigentlich Anthony Douglas Cragg, stehen. Der bildende Künstler aus Liverpool mit seit langem Wuppertal als Lebens- und Schaffensmittelpunkt, hat derzeit eine Ausstellung im Franz Marc Museum in Kochel am See.

Inspiriert von der Natur

Im Alpenhof herrscht das Naturprinzip. Jahres- und Tageszeiten bestimmen nicht nur, was auf den Teller kommt oder welcher Wein ins Glas fließt. Auch auf welchen Berg die Gäste geführt werden, wer sie mit auf Entdeckungstour ins Murnauer Moos nimmt und wie es im Spa duftet, richtet sich nach dem Rhythmus der Natur. Das Besondere: Auch der innere Rhythmus des Menschen, der als sensibles Chronometer im Alltag oft gegen den eigenen Takt funktionieren muss, wird einbezogen. Bär: „Wir bemühen uns, möglichst viele Freiräume zu schaffen, sodass ein jeder seine Zeit hier bei uns selbst gestalten kann. Gleichzeitig sorgen wir mit den richtigen ‚Zutaten‘ für ein ganz natürliches Wohlgefühl bei unseren Gästen.“ Das beginnt in den stylish-wohnlichen Zimmern oder auf der Terrasse mit atemberaubenden Blick auf das Bergpanorama. Es reicht über kulinarische Höhepunkte von Küchenchef Claus Gromotka (2 Hauben und 15 Punkte im Gault Millau) bis hin zu den langen Öffnungszeiten im Alpenhof Spa Yavanna. Egal, ob früher Vogel oder Nachteule, jeder bekommt seine Wohlfühl-Momente. Was mich besonders beeindruckt hat, war die Antwort von Christian Bär auf meine Frage, was ich denn im Alpenhof unbedingt machen solle? Er sagte: „Einfach mal nix!“

Aufmacherfoto @Dominik Bartl


…aber auch den Schutz vor ihr. Wie man ihn richtig anwendet und was man tut, wenn die UV-Strahlen doch mal Schäden auf der Haut angerichtet haben.

Unsere Beziehung zur Sonne ist ambivalent. Wir lieben sie, weil sie uns angenehm wärmt, die Stimmung aufhellt und dem Teint eine schöne Tönung verleiht. Auf der anderen Seite erhöht jeder Sonnenbrand das Risiko, an Hautkrebs zu erkranken. Deshalb hier erst mal ein kleiner Test, wie gut Sie sich im Umgang mit der Sonne auskennen.

Hätten Sie’s gewußt?

Der Lichtschutzfaktor (LSF) multipliziert mit der Eigenschutzzeit der Haut gibt die Zeit an, die Sie unbeschadet in der Sonne bleiben können. Ein Beispiel: LSF 30 bei 10 Minuten Eigenschutzzeit, also 30 x 10, ergeben 300 Sonnenminuten bei regelmäßigem Nachcremen. Dermatologen raten allerdings, lieber schon nach zwei Drittel der Maximalzeit ein Schattenplätzchen aufzusuchen.

Der Eigenschutz ist der Zeitraum, in dem sich die Haut selbst vor der Sonne schützen kann. Je nach Hauttyp beträgt sie in unseren Breitengraden zwischen 5 und 15 Minuten. Mit einem Sonnenschutzprodukt lässt sich diese entsprechend dem LSF verlängern.

Die Produktmenge, die nötig ist, um ausreichend geschützt zu sein, ist mehr als man denkt: Pro Quadratzentimeter Haut sind etwa zwei Milliliter notwendig. Das entspricht drei Esslöffel für den ganzen Körper. „Sonnenterrassen“ wie Stirn, Nase, Ohren, Nacken, Schulter, Dekolleté und Fußrücken vertragen eine extra Portion.

Das Nachcremen sollte man alle zwei Stunden angehen. Nur so lässt sich das Schutzlevel aufrecht erhalten, da Schweiß, Wasser und Sand die UV-Filter abtragen. Dass sich dadurch die Schutzwirkung verlängert, ist ein weiter verbreiteter Irrtum.

Die Sonnenschutzfilter unterscheiden zwei Wirkprinzipien: Mineralische UV-Filter legen sich auf die Haut und reflektieren wie kleine Spiegel das Sonnenlicht. Sie bestehen aus natürlichen, weißen Farbpigmenten wie Titandioxid und Zinkoxid. Chemische UV-Filter dringen in die äußere Schicht der Oberhaut ein und absorbieren die Strahlen. Auf der Verpackung steht z. B. Benzon, Trisiloxan oder Drometrizol.

Die UV-Strahlen haben unterschiedliche Wellenlängen. Während kurzwellige UV-B Strahlen Sonnenbrand verursachen, trägt das langwellige UV-A zur Hautalterung bei. Der ausgewiesene Lichtschutzfaktor (LSF) bezieht sich nur auf UV-B. Deshalb darauf achten, dass das UV-A-Siegel zusätzlich auf der Verpackung abgebildet ist.

So schützt sich die Expertin

Dr. Sonja Sattler, Expertin für Dermatologie und Gründerin der Bellari Institute verrät, wie sie sich selbst auf die Sonne vorbereitet. „Wegen meines hellen Hauttyps setze ich von Anfang an auf eine Tagespflege mit Lichtschutzfaktor“, sagt die Ärztin. „Das beugt nicht nur Sonnenbränden, sondern auch Lichtschäden wie Pigmentstörungen, Altersflecken und Falten vor. Außerdem trage ich jeden Morgen nach dem Reinigen und vor der Tagespflege zusätzlich ein antioxidatives Serum aufs Gesicht auf. Das schützt vor freien Radikalen wie dem UV-Licht und stärkt die Hautbarriere.“

Und was verwendet sie direkt in der Sonne?

Dr. Sattler: „Im Gesicht und an den Händen verwende ich Sommer wie Winter Cremes mit hohem Lichtschutzfaktor. Denn das UV-Licht ist ganzjährig präsent. Im Sommer ist nur die Gefahr am größten, da die Sonne wesentlich intensiver ist. An sonnenreichen Urlaubstagen sollte man gleich morgens, am besten eine halbe Stunde bevor man das Haus verlässt, einen hohen, Hauttyp entsprechenden Lichtschutzfaktor auftragen. Leider sind Sonnenhüte und Caps überhaupt nicht mein Ding, und ich gehe auch ohne T-Shirt schwimmen. Dafür halte ich mich zwischendurch immer wieder im Schatten auf. Unabhängig vom Hauttyp empfehle ich eine Sonnencreme mit LSF 50+. Damit ist man auf der sicheren Seite.“

Wie pflegt sie ihre Haut nach dem Sonnenbaden?

Sonne, Pool und Meer, auch wenn sie unserem Gemüt sehr gut tun, bedeuten Stress für die Haut. „Deshalb ist es wichtig, sie mit ausreichend Feuchtigkeit, aber auch Fett zu versorgen (ideal: die individuell zugeschnittene Bodypflege von Universkin)“, erklärt Dr. Sattler. „Bodylotion mit Aloe Vera oder Urea eignen sich gut als Apres-Sun-Lotion. Fürs Gesicht benutze ich ein zusätzliches Feuchtigkeitsserum (z.B. Hydrating B5 oder H.A. Intensifier beides SkinCeuticals). Für die Feuchtigkeitsversorgung der Haut ist es außerdem wichtig, dass man genügend Flüssigkeit zu sich nimmt. Idealerweise 2,5 bis 3 Liter Wasser pro Tag.“

Professionelle Hilfe bei Sonnenschäden

Die Sonnenstrahlen sind tückisch, und die Hautzellen haben ein langes Gedächtnis. Grundsätzlich verfügt unser Körper über verschiedene Reparaturmechanismen, um diese Schäden wieder zu beheben. Kumulieren diese, macht das System schlapp. Deshalb kann es Jahrzehnte dauern, bis Schäden sichtbar werden. Es kommt zu Fältchen, Pigmentierungen wie Altersflecken, Rötungen und Elastizitätsverlust, was sich im Gesicht als Sagging der Konturen bemerkbar macht. Exponierte Areale wie Wangen, Nase, Stirn sowie Dekolleté und Hände sind besonders gefährdet. Kosmetische Treatments, die einen verjüngenden Effekt mit sich bringen, kombiniert mit Methoden der minimal-invasiven ästhetischen Medizin sind deshalb in der Bellari gefragter denn je. Durch die anschließenden Selbstheilungsprozesse der Haut, erneuert sich diese Schritt für Schritt – und das unsichtbar für andere.

Hautregeneration mit feinsten Nadeln

Beim Micro-Needling entstehen Mikroverletzungen der Haut, wodurch Akne-Narben und kleinere Fältchen gemildert, Poren verkleinert und erste Anzeichen der Hautalterung sanft behandelt werden. Dabei wird die Haut mit ultrafeinen Nadeln präzise in unterschiedlichen Tiefen behandelt, ohne sie wirklich zu verletzen. Die Mikronadelstiche stimulieren sie, sich von innen heraus zu erneuern. Ihre Struktur erscheint gleichmäßiger und frischer. Für ein sichtbares Ergebnis sind sechs Behandlungen im Abstand von je einer Woche zu empfehlen.

Fruchtsäure zur Hauterneuerung

Ein regelmäßiges Fruchtsäure-Peeling bei einer geschulten Kosmetikerin, im besten Fall in Kombination mit einer ergänzenden Heimpflege, verfeinert das Hautbild Schritt für Schritt und lässt große Poren verschwinden. Durch die Fruchtsäure werden gezielt Teile der Epidermis (Oberhaut) abgetragen und die tiefen Zellen der Epidermis zu einem verjüngendem Zellwachstum angeregt. Während der nicht sichtbaren Abheilung regeneriert und verjüngt sich das Gewebe. Zudem können pflegende Wirkstoffe nach einem Fruchtsäurepeeling besser von der Haut aufgenommen werden.

Pigmentflecken gezielt entfernen

Bei der Kryotherapie werden einzelne Pigmentflecken mit flüssigem Stickstoff behandelt. Der Kälteschock zerstört die betroffenen Pigmentzellen, und in der Heilungsphase werden sie durch gesunde ersetzt. Mit der Energie der Blitzlampen-Therapie IPL (Intensed Pulsed Light) lassen sich Pigmentflecken gezielt auflösen, sodass sie deutlich verblassen. Durch die kurzen, intensiven Lichtimpulse verschwinden übrigens auch feine Fältchen. Das gesamte Hautbild wird verbessert und aufgefrischt. Eine Laserbehandlung mit modernster Technik ist der fraktionierte Thulium-Laser des Fraxel re:store DUAL. Er erneuert die Hautoberfläche und sorgt für den Abbau des vermehrten Melanins. In Kombination mit einer siebartigen Schädigung der Dermis durch den Fraxel re:store-Laser wird die Neubildung von Hautzellen angeregt. Dies bewirkt eine Verfeinerung und Revitalisierung der Gesichtshaut.

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Dabei ist das nur eines der außergewöhnlichen Angebote, die den Gast im Küglerhof in Dorf Tirol erwarten.

Das Vier Sterne-Haus in bester Hanglage in den Südtiroler Alpen trägt die unverwechselbare Handschrift seiner charmanten Chefin. Judith Dilitz führt das Hotel im chicen Alpin-Lifestyle seit dem Tod ihres Mannes allein. Ihr Credo: Der Gast soll sich angekommen fühlen. Und dafür tut sie (fast) alles.

Lodge-Stil

Der Küglerhof stammt aus dem Jahr 1972. Seitdem hat er mehrere Bauphasen hinter sich bis aus einem anspruchsvollen Landhotel eines der bemerkenswertesten Häuser Südtirols entstanden ist. Mit seinen nur 35 Zimmern und Suiten ist es übersichtlich und fast schon privat geblieben. In dem Haus im Lodge-Stil beherrschen edle Materialien die lichtdurchfluteten Räume. Große Fensterflächen geben den Blick über das Tal frei. Das Dorf Tirol und die Kurstadt Meran liegen dem Hotel zu Füßen.

Sternverdächtig

Die Küche unter Andreas Pircher und seiner jungen Mannschaft genießt einen hervorragenden Ruf. Und das nicht nur unter Hausgästen, sondern auch bei zahlreichen Feinschmeckern, die gerne immer wieder in den Küglerhof kommen. Das Besondere: Südtiroler Gerichte werden individuell verfeinert und gepaart mit der Leichtigkeit und den Aromen der italienischen Küche. Die Weinkarte verfügt über 290 (!) Südtiroler Spitzenweine, sorgfältig bei Verkostungen ausgesucht.

Detailverliebt

Der Wellnessbereich aus Holz, Natursteinen und Glas verfügt über vier Saunen mit Bio-Heu-und Kräutersauna, einem Kneipptretparcour und einem Whirlpool, der für jeden Gast neu geflutet wird. Im kleinen Spa wird man mit liebevollen Details wie eigenen frischen Kräutern für Anwendungen sowie einem Sud aus selbst geschnittener Birkenrinde verwöhnt. Der Außenpool mit großer Liegewiese ist immer auf 28 Grad geheizt.

Fitmacher

Um bei all dem guten Essen fit und in Form zu bleiben, gibt es einen kleinen Fitnessraum mit Trainingsgeräten in einem eigenen Häuschen auf dem Anwesen. Der sonnendurchflutete Gymnastikraum ist das Refugium von Fitnesstrainerin Maria Luise. Sie bietet Yoga, Wirbelsäulengymnastik, Tiefenentspannung, Theraband-Workout und noch vieles mehr an. Morgengymnastik oder Pilates wird auf Anfragen von der Hausherrin selbst, diplomierte Pilates-Lehrerin, durchgeführt. Wer lieber im Freien neue Energie tankt, kann sich eines der kostenlosen Mountainbikes ausleihen oder geht mit einer einheimischen Expertin zum Wald-Atmen.

Naturverbunden

Wald-Atmen? Neo-Esoterischer Unfug mögen manche denken. Keineswegs. „Bäume sind Heiligtümer“ schrieb schon Hermann Hesse. „Wenn wir gelernt haben, ihnen zuzuhören, dann gewinnt gerade die Kürze und Schnelligkeit und Kinderhast unserer Gedanken eine Freudigkeit ohnegleichen.“ In Japan und Südkorea ist Shinrin Yoku, die Wald-Therapie, längst fester Bestandteil der Gesundheitsvorsorge. Wissenschaftliche Arbeiten konnten nachweisen, dass das bewußte Atmen und Meditieren im Wald den Blutdruck senkt, den Puls reguliert und Stresshormone reduziert. Unser Immunsystem kommuniziert mit der Natur, sodass sich sogar unsere Killerzellen vermehren.

7 Fragen an Küglerhof-Chefin Judith Dilitz

Es gibt in der Region viele tolle Hotels. Was ist im Küglerhof anders?

Ich denke, ich biete meinen Gästen diesen lässigen Luxus. Das Ungezwungene und doch auf einem guten Niveau. Qualität wird bei mir sehr groß geschrieben. Auch Service ist mir extrem wichtig, dass man auf den Gast zugeht. Ich habe ein cooles Publikum und immer eine tolle Atmosphäre im Haus, darauf bin ich richtig stolz.

Wer zeichnet für das Interieur verantwortlich?

2008 war der große Umbau. Damals hat mich Edith Kapferer von „Lebensraum“ in Lana unterstützt. Inzwischen habe ich meine eigene Handschrift eingebracht. Ich habe ein wenig ausgeräumt und alles heller gemacht. Manches auch gelassen: Der Boden ist zehn Jahre alt, wird aber immer schöner, weil es eben eine sehr gute Qualität ist. Ich finde, die Verbindung zwischen dem alten Haus, es ist 50 Jahre alt, und dem neuen ist sehr gelungen (?geglückt?) Die Stehlampen sind auch schon aus dieser Zeit, ich habe sie nur etwas aufgepeppt. Die Mischung aus Neu und Alt ist meiner Meinung nach gut gelungen.

Auch die Deko ist angenehm reduziert?

Weniger ist mehr. Ich bin da extrem empfindlich. Es muss nicht auf jedem Tisch eine Vase stehen. Wenn Blumen, dann frische. Auch beim Essen finde ich, weniger ist mehr. Da habe ich lieber nur ein gutes Gericht, dafür aber eine hohe Qualität.

Bio, vegan und regionale Küche sind Trend..

Regionale Küche bei mir sehr gerne. Wir verwenden mehrheitlich Produkte aus Südtirol. Artischocken von hiesigen Bauern, Saibling aus dem Passeiertal, Erdbeeren vom Martelltal. Den Schnittlauch bringt ein hiesiger alter Bauer aus seinem Garten. Mit Vegetariern als Gäste haben wir überhaupt kein Problem. Vegan ist es etwas problematisch. Wenn ich eine Anfrage habe für eine Woche vegan, ist mein Koch eher der, der sagt, das kann er nicht. Wird aber auch nicht häufig gefragt. Vor vier Jahren haben mir viele Gäste Listen geschickt, was sie alles nicht essen dürfen wegen ihrer Laktose-Unverträglichkeit. Das hat inzwischen nahezu aufgehört. Ist vielleicht auch so etwas wie eine Modeerscheinung gewesen.

Wie kommt man als Hotelchefin zu einer Pilates-Ausbildung?

Ich wollte als Kind immer Sportlehrerin werden, war dann auch die erste Aerobiclehrerin im Pustertal, wo ich aufgewachsen bin. Letztendlich konnte ich aber meine Passion doch nicht ausleben, weil ich dann in die Baufirma meines Vaters einsteigen musste. 25 Jahre habe ich mit ihm gearbeitet, habe Immobilien verkauft, bin viel gereist und habe viele Hotels gesehen. Als ich meinen Mann mit diesem Hotel kennenlernte, wußte ich, das ist schöner und menschlicher als Immobilien. So habe ich mit ihm zusammen angefangen, das Hotel zu führen. Aber auf Wunsch mache ich immer noch Pilates-Stunden mit Gästen. Das ist sehr persönlich, man hat mit den Gästen ein anderes Feeling, atmet gleich.

Wenn Sie selbst Gast sind – Boutique-Hotel oder großes Haus?

Mir liegen mehr die Boutique-Häuser. Große Hotels mag ich eigentlich nicht. Ich verliere da schon mal die Orientierung, mein Zimmer wiederzufinden.

Gibt es Ermüdungsphasen in Ihrem Job?

Nein, ich freue mich jedes Mal, nach der Pause wieder zu eröffnen. Wir haben vier Monate geschlossen, aber die Vorbereitungsphase vor der Wiedereröffnung ist lang. Putzen, erneuern, da ein Kissen, hier eine neue Lampe, neue Stühle im Speisesaal, neue Speisekarten. Auch in den Zimmern lasse ich mir immer ganz gerne etwas Neues einfallen.

 

 

 


Bei Dr. Niedermaier Pharma basieren alle Schönheitsprodukte auf der wissenschaftlich fundierten Grundlage einer ganz besonderen Essenz. Firmenchefin Dr. Cordula Niedermaier-May erklärt, wie bei ihr Gesundheit vor Schönheit kommt.

C&C: Beautyshots sind gerade voll im Trend. Was kann Ihr Hyaluronsäure-Drink was andere nicht können?

Dr. Niedermaier-May: Unser veganer Beauty-Drink Regulatpro Hyaluron ist, ich möchte sagen, einzigartig. Es geht ja nicht nur darum, dass man Hyaluronsäure zu sich nimmt, die zweifellos von innen eine phantastische Wirkung erzeugt. Aber bei uns wird die Hyaluronsäure in unsere Regulatessenz gemischt, und um die geht es. Sie ist es, die eine ganz besondere Wirkung auf die Grundfunktionen des Organismus und eben auch auf die Haut hat. Durch diese Essenz ist es auch endlich möglich Anti-Aging Wirkstoffe wie Hyaluronsäure & Co. wirklich effektiv in das Unterhautgewebe zu transportieren. Das haben wir wissenschaftlich belegt!

Wie wird diese Essenz hergestellt?

Das Geheimnis dieser Essenz, die in unserem Werk in Hohenbrunn bei München produziert wird, ist die Kaskadenfermentation. Darauf besitzen wir ein weltweites Patent. Häufig wird gesagt, es sei der Königsweg im Fermentieren. Wir nehmen frische, sonnengereifte Früchte, Nüsse und Gemüse aus ökologischem Anbau und simulieren genau das, was der menschliche Verdauungsapparat damit macht. Alles, was man isst, wird im Mund, im Magen und im Darm verdaut. Nur so können die einzelnen Substanzen in den Organismus aufgenommen werden. Nach dem gleichen Prinzip verfahren wir sozusagen extern. Wir „verdauen“ diese Lebensmittel mit bewiesener Heilwirkung vor. Das passiert in großen 2500-Liter-Tanks, wobei in Etappen über mehrere Monate verschiedene Bakterien zugefügt werden. Sie zerlegen die pflanzlichen Zutaten in kleine Moleküle, die der Körper besonders leicht aufnehmen kann. Zucker wird aufgespalten, Allergene ausgelöst. Das allergene Potenzial wird dabei aufgespalten, und die Wirkstoffe werden zellgängig aufbereitet. Das hat den positiven Effekt, dass man eine hochkonzentrierte Menge an wirklich gesunden und essentiellen Nährstoffen in perfekt bioverfügbarer Form zu sich nimmt. Allein in einem Fläschchen befinden sich ca. 50.000 sekundäre Pflanzenstoffe (Antioxidantien). Man trinkt mit 20 ml einen phantastischen Schönheitsboost. Und ist dann noch Hyaluronsäure, Biotin, Kupfer, Zink, Vitamin C und Kieselsäure on-top dabei, hat das einen doppelten und dreifachen Effekt. Das spürt man dann auch.

Wer hat die Regulatessenz erfunden?

Mein Vater hat sie sich ausgedacht, er war einfach ein toller Wissenschaftler. Er hat sich gefragt, wie man gegen die ganzen Umweltfaktoren ankämpfen kann, denen wir täglich ausgesetzt sind. Wir sind belastet von allen Seiten. Umweltnoxen, Quecksilber im Fisch etc. Man kann ja eigentlich gar nichts mehr essen, wenn man es genau nimmt. Er hat nach einem Äquivalent gesucht, das das alles neutralisiert. Mit der Regulatessenz hat er es gefunden, weil sie die Grundfunktionen in Balance bringt. Der Metabolismus, also der Stoffwechsel, alle im Organismus beheimateten Bakterien, was man als Mikrobiom bezeichnet, und jede einzelne Zelle werden reguliert und auf rein natürliche Weise geschützt.

Schmecken tut sie ja nicht gerade besonders…

Alle anderen Hersteller fügen ihren Beauty-Drinks Aromastoffe, künstliche Geschmacksverstärker und vor allem Konservierungsstoffe zu. In fast jedem ist etwas enthalten, was der Gesundheit schaden kann. Das machen wir bewusst nicht, weil das hundertprozentig meinem Schönheitsgedanken widerspricht. Schönheit darf nur förderlich sein und in keiner Weise nachteilig für den Organismus. Deshalb verzichten wird auf jegliche Zusatzstoffe und produzieren 100% chemiefrei in TÜV-zertifizierter Eigenproduktion in Bayern. Konservieren müssen wir ohnehin nicht, da das Regulat durch die Fermentation biologisch konserviert ist. Fermentieren heißt schließlich konservieren.

Ein Produkt, das sicher auch viele Frauen interessiert, ist Regulatpro Slim Beauty. Wir wirkt es?

In unserem Abnehmdrink sind unheimlich viele tolle Zutaten enthalten. Zum einen Glucomannan, ein Stoff aus der Konjakwurzel, der mit Wasser gemischt im Magen quillt und ein Sättigungsgefühl hervorruft. Man hat einfach keinen Hunger mehr. Außerdem ist auch hier die gesunde Regulatessenz enthalten, diesmal als Pulver. Damit erreichen wir wiederum den stark konzentrierten Enzymboost mit 50.000 sekundären Pflanzenstoffen. Und als Besonderheit on top ist noch hochdosierte Hyaluronsäure drin. Man kann Regulatpro Slim Beauty auch als After-Work-Out Drink einsetzen, da er reich an hochwertigen Proteinen und Eiweißen ist und durch das Mangan auch das Bindegewebe straft. Die sättigende Wirkung verhindert Heißhunger-Attacken nach dem Training.

Wie oft sollte man den Drink zu sich nehmen?

Wenn man wirklich eine konsequente Abnehmkur macht, trinkt man ihn dreimal am Tag und isst sonst möglichst nichts mehr. Da nimmt man natürlich massiv ab. Normalerweise wenn viele Kilos purzeln, beginnt bei vielen Frauen das Bindegewebe schlaff zu werden. Das passiert bei unserem Abnehmdrink nicht, weil wir mit Hyaluronsäure und Mangan gegensteuern. Der Effekt: Man wird schlank, straff und schön. Slim Beauty hat einen natürlichen Erdbeer-Vanille-Geschmack, weil ich das persönlich so gerne mag. Aber es ist kein Kunstprodukt. In relativ hoher Konzentration ist echtes Fruchtpulver enthalten, und auch hier verzichten wir komplett auf Konservierungs- und Farbstoffe sowie Gluten.

Wofür steht Dr. Niedermaier Pharma?

Wir sind ein Traditionsunternehmen, das schon immer für sehr hohe Qualität steht. Dieses Jahr feiern wir unser 80-jähriges Jubiläum. Wir haben nie Chemie produziert und verwerten nur die teuersten und qualitativ besten Produkte und Zusatzstoffe. Zudem haben wir ein unglaublich hohes Qualitätsmanagement, im Fokus steht immer die biologische Regulatessenz. Das hat in dieser Form kein anderer. Klar kann man Zusatzstoffe wie Hyaluronsäure, Biotin, Zink etc. in einen Saft mischen, wie es viele Hersteller machen. Aber da bleibt der Wirkeffekt relativ gering. Unsere Studie ist nach wie vor die Beste auf dem Markt. Wir mischen kein Kollagen rein, weil es ein tierisches Produkt ist, und man die körpereigene Kollagenproduktion auch auf vegane Weise durch Vitamin C erfolgreich anregen kann. Kein Elasten und keine Ceramide – diese ganzen chemischen und tierischen Zusatzstoffe brauchen wir nicht, weil die Regulatessenz alle unsere 70 Billionen Zellen im Körper in einen gesunden Stoffwechsel bringt, mit natürlicher Energie versorgt und die Entgiftung fördert. Es gelangt frischer Sauerstoff in die Zelle und boostet sie. Sie ist dann groß, kräftig und vital. Und schon hat man ihn – den schönen äußerlichen Glow.

Was ist das Signatur-Produkt in Ihrem Portfolio?

Als ich in die Firma kam, habe ich mit dem Rechtsregulat Bio angefangen – quasi die Regulatessenz in purer, biologischer Form. Das ist nach wie vor mein ein und alles. Wer es einnimmt, da stimmt alles. Das Rechtsregulat hält gesund – innerlich und äußerlich. Und wenn jemand gesund ist, schaut er besser aus. Aber ich muss zugeben, dass bei dem Regulatpro Hyaluron der Beauty-Effekt ein ganz anderer ist. Durch die Hyaluronsäure findet eine massive „Entfaltung“ der Haut statt. Und man bekommt den Glow. Nicht nur im Gesicht, sondern auch am Hals, an den Händen, am ganzen Körper. Man ist einfach straffer und schöner. Auch Haare und Nägel wachsen wieder schneller gesund nach.

Kann man das Regulat überdosieren, wenn man mehrere Produkte mit dieser Essenz zu sich nimmt?

Menschen mit einem Magen-Darm-Problem sollten am Anfang nicht zu viel einnehmen. Solche Schwierigkeiten haben ihre Ursache im Darm. Sie müssen sich sanft einschleichen. Ein Fläschchen Regulatpro Hyaluronsäure pro Tag ist kein Problem, weil die Essenz darin nicht voll konzentriert enthalten ist. Aber 20 ml vom Rechtsregulat wären in solchen Fällen anfangs zu viel. Es liegt ja auch im sauren Milieu, etwas unter pH 4. Dazu kommt die Umstellung, die da im Darm passiert. Solche Personen müssen mit 5 ml beginnen. Aber sobald man diese Probleme losgeworden ist, kann man die Essenz nicht mehr überdosieren. Die normale Tagesdosis liegt bei 20 ml, jeweils morgens und abends 10 ml. Und das genügt auch. Generell ist es wichtig immer ausreichend Wasser zu den Regulaten einzunehmen, das hilft bei der Ausleitung der gelösten Giftstoffe, und die Hyaluronsäure in Regulatpro Hyaluron benötigt Wasser zum Binden der Feuchtigkeit.


Nachlassendes Volumen lässt die Gesichtsform absacken. Die einst schmale, definierte Kinnpartie wird breiter und schlaffer. Ästhetisches Ziel: die Gesichtsharmonie wieder aufbauen

Etwa ab dem 25. Lebensjahr beginnt die Schwerkraft unaufhörlich an den Konturen des Körpers zu ziehen. Besonders deutlich wird der Alterungsprozess im Gesicht, wenn sich das sogenannte Dreieck der Schönheit umkehrt. Das jugendliche Bild zeigt hohe Jochbeinknochen mit vollen Wangen und einer gut definierten Kontur mit einem schmalen Kinn, an dem das imaginäre Dreieck zusammenläuft. Sobald Hautdichte und Volumenverteilung sich ändern, wird das Dreieck auf den Kopf gestellt. Der breitere Teil liegt nun im unteren Bereich des Gesichts mit einer verbreiterten, schlafferen Kinnkontur und abgesackter Wangenpartie. Der Gesamteindruck wird häufig als traurig und gestresst beschrieben.

Zu Unrecht vernachlässigt

„Es ist ganz normal, dass sich während unseres Alterungsprozesses nicht nur das Gewebe absenkt, sondern auch Knochensubstanz verloren geht. Dadurch verändert sich unsere Gesichtsform nach und nach und vor allem das Kinn und die Kieferpartie leiden unter dem Alterungsprozess. Für die Gesichtsharmonie wurde der Wiederaufbau dieser Partie in der ästhetischen Medizin jahrelang zu Unrecht vernachlässigt “, bestätigt Dr. Gerhard Sattler, Mitbegründer der Bellari-Institute und Ärztlicher Direktor der Rosenpark Klinik.

Gewebeaufbau in der Tiefe

Zum Wiederaufbau der Kinn- und Kieferpartie benötigt man spezielle Filler oder besser gesagt injizierbare Implantate, die tiefer ins Gewebe eingebracht werden können wie das neue Juvéderm Volux. Denn anders als bei oberflächlichen Hyaluronsäure-Spritzen gegen Falten und Fältchen, muss das Gewebe von unten heraus aufgebaut werden. Dazu wurde die Vycross-Technologie entwickelt. Sie verbindet Hyaluronsäure-Moleküle von niedrigem und hohem Molekulargewicht zu einem fest vernetzten Gel. In der Haut ist dieses Implantat von langer Wirkdauer und verfügt über eine geringe Wasseraufnahme. Auf diese Weise bleibt der Effekt bis zu 24 Monate lang erhalten.

Breitenbestimmung

Bei der Behandlung des Kinns wird zunächst eine Injektionsreihe direkt auf den Knochen am Kinn, dem Mentum, gesetzt. Fünf bis sieben Injektionspunkte sind für diese Breitenbestimmung nötig. Im Anschluss wird mit drei bis fünf Punkten Volumen in das Kinn (Pogonium) gespritzt. Der Arzt injiziert sie direkt unter den Muskel. Zuerst erfolgt also die Verlängerung und Breitenbestimmung des Kinns, im Anschluss daran wird das Volumen bzw. das eigentliche Kinn geformt. Auch die Falte oberhalb des Kinns lässt sich mit Volux optimal ausgleichen. Von der Unterspritzung spürt der Patient so gut wie nichts, da Volux mit dem Betäubungsmittel Lidocain versetzt ist. Allerdings können leichte Rötungen und Schwellungen entstehen, die sich aber gut kaschieren lassen. Außer in Sonderfällen wie einem genetisch bedingten stark fliehenden Kinn reicht eine einmalige Behandlung.

Kauen lässt den Muskel wachsen

Eine optisch zu breite Kieferpartie kann durch genetische Veranlagung oder durch eine Volumenverlagerung infolge von Schwerkraft und Nachlassen der Haltestrukturen in der Wangenregion verursacht werden. Aber auch eine Verbreiterung durch einen zu aktiven Kaumuskel ruft die sogenannten Hängebäckchen hervor. Fragt man sich, wie der Muskel (Masseter) derart wachsen kann? Mehrere Ursachen kommen in Frage: Veranlagung und übermäßig starke Beanspruchung durch nächtliches Knirschen, Kieferpressen spielen eine Rolle, aber auch extremer Kaugummi-Konsum. Unterkiefer und Gesicht erscheinen dann breiter und eckiger als es normalerweise der Fall wäre.

Shaping mit Botulinum

Um den Masseter-Muskel zu verschlanken und zu verhindern, dass er nicht mehr so stark kontrahieren kann, wird Botulinum verwendet. Drei bis vier Einstiche direkt in den Muskel genügen. Nach circa sieben Wochen tritt die Wirkung ein. Indem der Muskel nicht mehr so stark trainiert wird, verliert er langsam an Substanz und das Volumen verringert sich. Allerdings kann es bis zu vier Wochen dauern, bis das Gesicht besonderes im hinteren Bereich des Unterkiefers schmaler aussieht. Soll der Effekt von Dauer sein, empfiehlt es sich alle sechs Monate nachzuspritzen. Ein weiterer Vorteil: auch das nächtliche Zähneknirschen (Bruxismus) kann auf die gleiche Weise behandelt werden.

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…auch für reifere Haut

Wenn man es genau nimmt, ist die Haut eine ziemlich kurze Zeitspanne unseres Erwachsenenlebens wirklich makellos jung. Schon ab 25 Jahren zeigen sich Farbunterschiede zu früher, die ersten feinen Linien treten auf. Deshalb sollte auch die Schminktechnik mit uns „mitwachsen“. Das heißt jetzt nicht, dass man auf Farbe und Experimente verzichten muss. Ich bin ohnehin kein Verfechter von strengen Vorschriften und Regeln. Sich schminken soll schließlich Spaß machen und in keinem Alter zur lästigen Pflicht werden. Und dennoch gibt es einige Tricks, mit denen das Gesicht jünger und frischer aussieht. Wer es probieren will, hier sind sie:

Prime it!

Egal ob mit 14 oder 40, der Schlüssel zu einer perfekten Foundation ist die gründliche Vorbereitung der Haut. Bevor der erste Tropfen Make-up fließt, unbedingt einen Moisturizer auftragen. Visagistin Gucci Westman empfiehlt ein wenig Gesichtsöl, das man auch unter sein Make-up mischen kann, um ihm zusätzlich Feuchtigkeit zu verleihen. Hat die Haut mit vergrößerten Poren und Fältchen zu kämpfen, verhilft ein Primer zu mehr Ebenmäßigkeit. Er muss auch nicht aufs ganze Gesicht, es genügen die Regionen, die man egalisieren möchte. Ein Primer präpariert auch die Oberlider vor dem Lidschatten, wenn die Haut mit der Zeit durchscheinender wird und zu rötlichen bzw. bläulichen Verfärbungen neigt.

Flüssig statt kompakt

Festere Foundation-Texturen setzen sich gern in Fältchen ab. Macht das Gesicht maskenhaft. Das gilt auch für matte Produkte und zu starkes Mattieren mit farbigem Puder. Wer zu öliger Tendenz vor allem in der T-Zone neigt, verwendet zum Setting der Grundierung und als Touch-up zwischendurch einen zarten Transparentpuder. Der mattiert zuverlässig, lässt aber den Teint noch leuchten. Glow ist überhaupt das Keyword für eine jugendlich, strahlende Haut. Das erreicht eine Flüssig-Foundation mit lichtreflektierenden Pigmenten. Sie lenkt von den kleinen „Untiefen“ ab und schenkt ein makelloses Ergebnis. Keine dicke Schicht auftragen. Ganz dünn gelingt sie mit einem angefeuchteten Schminkschwamm. Ein wirkungsvoller Tipp für natürlichen Glow ist übrigens eine DIY-Kurzmassage am Abend oder bevor man sein Make-up aufträgt, um die Durchblutung der Mikrogefäße anzuregen. Geht per Hand oder mit einem kleinen Gesichtsroller. Anleitung findet man im Internet.

Optisches Lidlifting

Krähenfüsse – was für ein häßliches Wort, Lachfältchen gefällt mir viel besser – und dunkle Ringe sind die größten Probleme der unteren Augenregion. Best hack: Ein Concealer, eine Nuance heller als die Foundation. Macht den Blick wacher und reduziert optisch die Faltentiefe. Bei bläulichen Verfärbungen eine gelb- oder orangefarbene Abdeckcreme wählen. Auch hier die flüssige Textur einer festeren Creme vorziehen, weil diese zu trocken ist und feine Linien hervorhebt. Eine kleine Menge Concealer auch in die Nasolabialfalten einklopfen und gut verblenden. Bei Highlighter an den Augen vorsichtig sein. Auch wenn die Trends Glitter- und Schimmerprodukte anpreisen, sie wirken wie ein Mikroskop für Falten. Ein Hauch von Highlighter kann dennoch jugendlich und strahlend aussehen lassen, wenn die Farbe stimmt. Auf zu frostige und extrem schimmernde Töne verzichten. Die Brauen nicht vergessen. Sie sind ein wichtiger Rahmen fürs Gesicht. Die Härchen regelmäßig mit einer Pinzette in Zaum halten. Nie zu dunkel nachzeichnen – macht hart und alt – und das letzte Bogendrittel sollte nicht zu stark nach unten gerichtet sein. Damit wirken die Augen schnell müde. Einzelne weiße Härchen kaschiert ein farbiges Brauengel, das wie Mascara mit einem Bürstchen aufgetragen wird.

Stilkorrektur

Seine Katzenaugen-Make-up-Technik unter Beweis zu stellen, macht sicher Spaß. Aber wer nicht mehr ganz jung ist, sollte sie sich für den Abend vorbehalten, wenn das Licht schmeichelnder ist. Auch akkurate Lidstriche kommen auf straffen Lidern besser. Smoother wirkt es, wenn man mit Kajal Punkte am Oberlidrand setzt und mit dem Stiftapplikator verwischt. Und ein brauner Eyeliner ist harmonischer als hartes Schwarz! Bei dunklen Augenringen und Verfärbungen am Oberlid auf Purple-Lidschatten verzichten, wenn man sie nicht zusätzlich betonen oder nach „Notaufnahme“ aussehen möchte. Auch von trendigen Eyeshadow-Farben wie leuchtendem Blau, Lime oder Pink bitte die Finger lassen. Dagegen sollte man sich mit weißem oder hautfarbenem Kajal in der Wasserlinie anfreunden, um die Augen größer und strahlender aussehen zu lassen. Ein matter Nudeton am inneren Augenwinkel verstärkt den Effekt. Und ganz wichtig: Beim Abschminken nicht an der empfindlichen Haut zerren, sondern ganz sanft angehen.

Clever erröten

Ja, ein Hauch von Rouge macht frisch. Cremige Texturen lassen sich übrigens gleichmäßiger verteilen und setzen sich weniger ab. Aber dem Highlighter auf den Wangen, mit dem man einige Dekaden jünger glowy aussah, sollte man adieu sagen. Er zieht den Blick unnötig auf Zonen, die nicht mehr ganz glatt sind oder abzusacken beginnen. Auf den taufrischen „dewy“ Look muss man deshalb aber noch lange nicht verzichten. Etwas Gesichtsöl auf die Wangenknochen tupfen – und schon ist der Glow da und zugleich die Haut befeuchtet.

Auf den Mund geschaut

Ein gutes Skin-Management beinhaltet auch die Pflege der Lippen. Die Routine, dass man in jungen Jahren nie ohne Lipbalm aus dem Haus ging, sollte man wieder aufnehmen. Gibt es auch mit aufpolsterndem Effekt dank Nikotinsäure, Menthol, Zimt oder Chili. Alles Zusätze, die eine starke Durchblutung bewirken und die Lippen leicht kribbeln lassen. Alternativ sind es Mikro-Collagen-Partikel, die in die oberste Schicht der Lippenhaut aufplusternde Feuchtigkeit einschleusen. Kiss „goodbye“ zu dunklen Lippenstiftfarben und say „hello“ zu helleren Tönen, zumindest tagsüber. Und ein leichter Glanz macht verführerisch. „Matte Farben auf den Lippen sehen im Alltag tot aus“, erklärte mir Nicolas Degennes, Makeup and Colour Artistic Director von Givenchy, in einem Interview. Zum BBF sollte der Konturenstift werden. Er definiert die Lippen neu, wenn die natürliche Kontur ‚„verschwimmt“ und verhindert, dass die Farbe auf dem Mund ausfranst. Wer sich die Malerei in Bunt nicht zutraut oder nicht den richtigen Ton zu seinem Lippenstift findet, nimmt einen transparenten Lipliner.

 

Meine Lieblingsprodukte v.l.: Lidschattenpalette: Rodial „Smokey Eye Sculpt“, Reinigung: Grown Alchemist „Eye Make-up Remover“, Lippenstift: Rodin „Goddess Aurora“ Farbe Arancia Adore, Concealer: By Terry „Densiliss Concealer“, Brauenstift: Rodial „Glambrow“ Farbe Dark Ash, Lifting-Foundation: By Terry „Éclat Opulent“

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Die effektivsten Methoden, um Schlupflider entsprechend der Ausprägung wirkungsvoll zu korrigieren

Ein Hautüberschuss am Oberlid kann schon in jungen Jahren zu einem sogenannten Schlupflid führen. Dadurch sieht man immer etwas müde und erschöpft oder gar unfreundlich aus. Wenn dann im Zuge der Hautalterung auch noch die darunter liegende Muskulatur erschlafft, prägen sich die hängenden Augenlider stärker aus oder entstehen gar erst. Es gibt inzwischen mehrere Methoden, das zu korrigieren. Bei noch geringer Ausprägung der Schlupflider kann ein neues, nicht-invasives Verfahren mit atmosphärischem Plasma angewendet werden, das ganz ohne Skalpell auskommt. Die Energie wird durch das Gerät als Plasmastrahl auf die Hautoberfläche übertragen. Dabei entstehen Mikrowunden auf der Hautoberfläche. Diese stimulieren den Wundheilungsprozess, wodurch es zu einer sichtbaren Straffung der Haut kommt. Meist ist nur eine einzige ambulante Behandlung nötig – das Ergebnis sieht man nach sieben bis zehn Tagen. Während dieser Zeit muss man allerdings mit einer Verkrustung der behandelten Zone rechnen. Bei stärkerer Erschlaffung der Oberlidhaut hilft nur das Skalpell. Wie eine klassische Lidstraffung vor sich geht, erklärt Dr. Stefan Kalthoff von der Rosenpark Klinik in Darmstadt.

Wie kommt es zu Schlupflidern?

Häufig sind Schlupflider bereits in der eigenen Genetik angelegt. Hinzu kommt, dass mit zunehmendem Alter die Hautelastizität nachlässt. Menschen, die ohnehin schon immer ein Schlupflid hatten, können nicht mehr alles sehen. Das hängende Oberlid raubt ihnen im wahrsten Sinne des Wortes die Sicht und schränkt das Blickfeld stark ein.

Ab welchem Alter beginnt es?

Der Prozess der Hautalterung ist genetisch programmiert und findet in der Lederhaut statt. Diese Hautschicht besteht aus Bindegewebszellen und Bindegewebsfasern wie Kollagen und Elastin. Sie verleihen der Haut Spannkraft und Elastizität. Mit zunehmendem Alter verliert das Hautgewebe an Kollagen und Elastin. Die Haut wird dünner, Wasser- und Fettgehalt nehmen ab. Bei den meisten Menschen zeigen sich erste Zeichen der Hautalterung ab dem 35. Lebensjahr. Durch den Verlust der Spannkraft prägen sich bereits genetisch angelegte Schlupflider also noch weiter aus. Das betrifft Frauen wie Männer gleichermaßen.

Was wird bei dem Eingriff gemacht?

Beim Oberlidlifting wird überschüssige Haut reduziert, eventuell erschlaffte Muskulatur sowie hervortretendes Fettgewebe werden entfernt. Die feine Augenlidhaut wird anschließend mit dünnstem Nahtmaterial verschlossen. Hierbei entsteht lediglich eine ganz feine Narbe in der Lidfalte. Abgeheilt ist sie für Außenstehende nicht erkennbar.

Welche Risiken sind damit verbunden?

Neben kleinen Blutergüssen und Schwellungen kann es in seltenen Fällen zu einer Wundheilungsstörung und in Folge dessen zu einer nicht optimalen Narbenbildung kommen. Menschen mit diesem Problem wissen aber meist, dass sie darunter leiden.

Wann ist der beste Zeitpunkt für diese OP?

Genau dann, wenn das Schlupflid beginnt einen derart zu stören, dass man sich dadurch beeinträchtigt fühlt. Denkt man zum Beispiel nur einmal im Monat darüber nach, so werden die zwölf Tage im Jahr vergehen. Denkt man aber jeden Tag darüber nach, gewinnt es für den Betroffenen an Bedeutung.

Wie lange dauert der Eingriff?

Inklusive OP-Vorbereitung dauert der ambulante Eingriff ca. 1,5 Stunden. Direkt danach dürfen Sie die Klinik verlassen und sind – am besten mit Sonnenbrille – sofort wieder gesellschaftsfähig. Schmerzen sind nach der Operation in der Regel nicht zu erwarten.

Wie lange kann man sich hinterher nicht in der Öffentlichkeit blicken lassen?

Der Heilungsprozess ist individuell, aber kleinere Blutergüsse und Schwellungen der Lider sind nach sieben bis maximal 14 Tagen abgeklungen. Die optimale Zeit für diesen Eingriff ist der Sommer. Da kann man sehr gut eine Sonnenbrille tragen, ohne dass es auffällt.

Aber nicht immer kann eine Lidstraffung alleine den müden Blick beseitigen?

Manchmal braucht es eher ein Stirnlifting. Auch die Elastizität der Stirnhaut lässt im Laufe der Jahre nach. Häufig entsteht dabei ein Hautüberschuss am Oberlid und meist sinken auch die Augenbrauen ab. UV-Licht, Gewichtsveränderungen, aber auch genetische Faktoren beschleunigen diesen Prozess.

Was bewirkt das Stirnlifting?

Ein Stirnlifting glättet die obere Gesichtspartie und hebt dabei die Brauen typgerecht an – mit einem deutlich hautverjüngenden Effekt. Zornesfalten verschwinden ebenso wie weitgehend auch Krähenfüße.

Wie wird das gemacht?

Der Plastische Chirurg setzt den Schnitt in der Haaransatzlinie. Danach werden Haut und Fettgewebe bis zu den Augenbrauen von der Muskelschicht gelöst und individuell angehoben. Die überschüssige Haut wird entfernt und der Schnitt ohne Spannung vernäht. Der Patient erhält einen Kompressionsverband. Nach acht bis zehn Tagen werden die Fäden gezogen. Danach ist man wieder uneingeschränkt gesellschaftsfähig. Die Narbe wird von den Haaren verdeckt und ist so gut wie nicht sichtbar.

Wie finde ich einen wirklich guten Spezialisten?

Das Internet bietet mittlerweile sehr gute Informationsmöglichkeiten zu den jeweiligen Experten über verschiedene Portale. Letztendlich sollte man aber mindestens zwei Beratungsgespräche vereinbaren und sich dann für den Arzt seines Vertrauens entscheiden. Bei einem ästhetischen Eingriff sollte die Chemie auf beiden Seiten stimmen. Nur so wird das Ergebnis perfekt.

Bei welchen „Lockangeboten“ sollte man vorsichtig sein?

Wie bei jeder Dienstleistung gilt auch gerade in der Ästhetischen Medizin: Qualität hat ihren Preis. Das heißt natürlich nicht, dass ein günstigerer Anbieter unbedingt schlechter sein muss. Aber bei Dumping-Preisen würde ich mich schon genauer über den Operateur informieren. Gerade bei sensiblen Regionen wie dem Augenlid sind spätere Korrekturen nur noch schwer durchführbar.

Wie lange hält das Resultat vor?

Natürlich kann man mit einem Oberlidlift die Hautalterung nicht aufhalten, aber an dem Ergebnis darf man sich mehrere Jahre erfreuen.

Übernehmen Krankenkassen die Kosten für den Eingriff?

Sobald eine sogenannte medizinische Indikation vorliegt, in diesem Fall eine erhebliche Sichtfeldeinschränkung durch das herabhängende Lid, stehen die Chancen ganz gut, dass zumindest die private Krankenkasse den Eingriff übernimmt. Vorab sollte man sich aber mit einem Kostenvoranschlag bei seiner Kasse informieren.

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Aufmacherfoto Markus Rock@up_n_co


So nah und doch so fern. Nur 40 Fährminuten trennen die beiden Inseln in der Ägäis. Aber der Unterschied könnte nicht größer sein.

Mykonos: shoppen und feiern

Das moderne Bohemian-Treiben der Alt- und Neu-Hippies. Party bis zum Morgengrauen. Das habe ich bisher immer über die Insel gehört. Doch eigentlich gibt es zwei Mykonos. Ich spreche von Mykonos Town. Chora nennen die Mykonioten so einen zentralen Ort. Tagsüber strahlt die Stadt im gleißenden Weiss der Kykladen-Häuser mit dem Knallblau des Meeres um die Wette. Ich habe das Gefühl, als würde ich zum ersten Mal echtes Licht sehen, so geblendet bin ich. Vielleicht gibt es hier deshalb so viele Sonnenbrillenläden. Shoppen macht in Mykonos ohnehin richtig viel Spaß. Unbedingt bei Dimitris Halvatzis (#dimitrishalvatzis) und Mykonos Sandals vorbeischauen. Die engen gepflasterten Gassen bergauf und bergab sind ein Labyrinth, in dem sich jeder Besucher nur zu gern verliert. Wartet doch hinter jeder Ecke ein neues hübsches Lädchen, ein schnuckeliges Restaurant oder eines der unzähligen Mini-Kirchlein. Die Plätze mit ihren Restaurants, Bars, Cafés sind oft nicht größer als ein Handtuch. Die Häuserkanten sind Marshmallow-rund. Kleider, Schuhe, Schals und Taschen Bommel-verbrämt. Alles ist niedlich, ohne -chen Endung lässt sich kaum etwas beschreiben. So auch Little Venice mit seinen Terrassen und Holz-Balkonen erbaut im venezianischen Stil direkt am Meer. Der Blick auf die berühmten weißen Windmühlen, das Wahrzeichen der Insel, ist im 5 Euro-Tässchen Cappuccino inbegriffen. Fünf der ehemals zehn Kato Mili aus dem 16. Jahrhundert sind noch erhalten. Fast 400 Jahre lang wurde dort das gesamte Getreide gemahlen. Heute befindet sich in einer Mühle ein Museum. Während sich die Stadt tagsüber quirlig zeigt, setzt sie nach Sonnenuntergang ihr Glamour-Gesicht auf. Überall erglimmen Lichterketten, oft gespannt zwischen Palmen und Bougainvilleen. Die Sonne versinkt in theatralischer Röte im Meer. Und der Sternenhimmel – er könnte nirgends schöner sein. Ähnlich glitzernd aufgerüstet ist das Publikum. Meist jung, hübsch, hetero oder schwul und vor allem zahlungskräftig ist. Fast 10 Euro pro Bier ist keine Seltenheit. Das Sympathische an dem ganzen Trubel: Die Mykonioten nehmen alles mit gelassener Freundlichkeit und unerschütterlicher Toleranz. Doch eines machen sie dabei deutlich: Sie sind und bleiben der Chef im Haus. Sehr sympathisch!

Delos: Ruhe und Kultur

Vom alten Hafen in Mykonos, der neue Port ist das Revier der täglich anlegenden Kreuzfahrtschiffe, geht meine Reise in die Vergangenheit los. 40 Minuten dauert die Überfahrt mit der Fähre. Die Passagiere, im Sommer mag es Horror sein, werden von dem Delos Cruiser „Orca“ an Land der flachen Insel gespuckt, die wie ein Floß im Meer zu treiben scheint. Doch die Maße zerstreut sich schnell, und das Abenteuer Antiquitas kann losgehen. Wir sprechen hier von einem Zeitraum von 300-500 vor Christus. 30.000 Menschen unterschiedlicher Nationen lebten in vier größeren Siedlungen auf der Insel. Vieles nahm hier seinen Anfang. Schönes und weniger Schönes. Auf dem Hauptplatz fand beispielsweise der erste Sklavenmarkt statt, auf dem täglich 2000 Menschen verkauft wurden. Nichts auf dem heutigen Delos wurde verändert, nachgebaut oder restauriert wie in vielen anderen antiken Orten. Den Weg zum Amphi-Theater, dem ersten seine Art, säumten kleine Shops. Anhand der Steinformationen und Artefakten lässt sich die ehemalige Verwendung erkennen: die Mulden-Tische der Fischhändler, der Schlachtblock der Metzger und die Kuhlen im Schalter der Bank. Einzigartig soll der Reichtum der Insel gewesen sein. Handel und Kultur erblühten. Ein Ort, der Gottheiten gerecht wird. Und tatsächlich. Hier fand Leto, die Geliebte des Zeus, einen sicheren Ort auf ihrer Flucht vor der zürnenden Hera. Hier wurden ihre beiden Kinder Apollo und Artemis geboren. Zum Dank versprach sie der Insel Eternity – Ewigkeit. Schon merkwürdig, aber im Vergleich mit anderen archäologischen Stätten ist auf Delos die Geschichte lebendig.


Mein Besuch in der Königlichen Gartenakademie in Berlin

Sie kennen Berlin? Ich auch, dachte ich, bis ich die Königliche Gartenakademie in Dahlem entdeckte. Die Seele baumeln lassen. Ein etwas abgegriffenes Bild, aber dort trifft es genau zu. Es ist ein unwiderstehlich romantischer Ort zum Wohlfühlen, Bummeln, Shoppen und Schlemmen. Sie haben richtig gelesen. In der Gartenakademie gibt es ein wunderbares Café/Restaurant. Gerade den sonntäglichen Brunch sollte man sich einmal gönnen mit einem Mega-Angebot aus kalten und warmen Speisen. Die exquisiten Kuchenstücke sind so hoch, dass sie sich kaum aufrecht auf dem Teller halten können. Das „Café in der Gartenakademie“ ist täglich außer Montag geöffnet mit Plätzen im Gewächshaus oder im Garten.

Historische Vergangenheit

Die königliche Gartenakademie ist eine Oase für Gartenkultur an einem historischem Ort. In der Gewächshausanlage residierte einst die von Peter Joseph Lenné 1823 in Potsdam Wildpark gegründete „Königliche Gärtnerlehranstalt“. Es war die erste Ausbildungsstätte für Gartenkultur in Europa. 1903 fand der Umzug nach Berlin-Dahlem statt in die damals modern gestaltete, inzwischen historische Gewächshausanlage. 2008 wurde die ehemalige „Königliche Gartenlehranstalt“ von der Landschaftsarchitektin Gabriella Pape und Gartenhistorikerin Dr. Isabelle Van Groeningen zu neuem Leben erweckt. Beide haben ihre Studien am größten Botanischen Garten der Welt, Kew Gardens in London, absolviert.

Es grünt so grün

Das riesige, in Dreiecksform angelegte Gelände bietet alles, was man sich nur wünschen kann für Garten und Balkon. Blühendes und Grünes. Nutzkräuter und Zierstauden, Gehölzer, Stauden, Obstbäume, einen japanischen Garten, ein Zwiebelhaus. Blühendes ist nach Farben sortiert, so dass man bei noch geschlossenen Knospen nicht rätseln muss, was später daraus wird. Was immer man sucht an Pflanzen, name it. Hier wird man fündig. Bei mir war es eine asiatische Heilpflanze. Centella Asiatica, auch Tigergras genannt. Die konnte ich bis dato nirgends auftreiben. Wer seinen grünen Daumen erst noch entdecken muss, bekommt in der Gartenakademie freundliche (für Berlin eher unüblich!), fachliche Hilfe. Wer noch tiefer einsteigen will: Die Gartenschule von Dr. Isabelle Van Groeningen bietet verschiedenste Kurse, praktische Workshops, Vorträge und Führungen für Anfänger und Fortgeschrittene an. In einem der liebevoll restaurierten Gewächshäuser findet man Gabriella Pape in ihrem Gestaltungsstudio. Dort werden seit nunmehr zehn Jahren traumhafte Gärten für jedes Budgets und Terrain geplant und gestaltet.

Noch mehr zu entdecken

Ich kann mich kaum satt sehen an den üppigen Pflanzen, Bäumen und Laubengängen. Die Gewächshäuser und Pavillone erzeugen einen unvergleichlichen Charme. Ich erfahre, dass die Häuschen von Hand aus kanadischer Zeder (Thuja Plicata) gefertigt werden. Es sind die einzigen von der Royal Horticultural Society zertifizierten Gewächshäuser von Gabriel Ash. Im „Glashaus“ der Gärtnerei bin ich überwältigt von dem Angebot an Gärtnerwerkzeug über Vasen und Kübel bis hin zu traumhaften Übertöpfen, Geschenken, Büchern sowie Gartenaccessoires für Innen und Außen. Das viele Herumlaufen und Schauen macht müde. Kein Problem. Immer wieder trifft man in der Anlage auf gemütliche Sitzecken zum Ausruhen und Verweilen, wo ein Brunnen leise vor sich hinplätschert und der Goldregen seine Blütenlast kaum tragen kann.


Die warmen Tage stehen vor der Türe. Der Urlaub ist längst gebucht. Da ist es an der Zeit, sein Beauty-Management auf Sommerzeit umzustellen.

Erst mal peelen!

Denn alles, was danach auf die Haut kommt, kann viel intensiver wirken und sorgt für eine ebenmässige Optik. Das gilt besonders für Selbstbräuner. Für den Körper und vor allem für Beine und Po verwende ich gerne ein Salz-Peeling. Die Körner verstärken den Massage-Effekt, und man fühlt direkt, wie die Durchblutung aktiviert wird. Im Gesicht mag ich es lieber softer. Da benutze ich ein Peeling auf Enzymbasis. Das kommt ganz ohne die aggressiveren Rubbel-Körnchen aus, es wirkt über biochemische Reaktionen. Hä? Etwas einfacher ausgedrückt. Enzyme spalten Eiweißbausteine, und Hautzellen bestehen schließlich aus Eiweiß. Deshalb lassen sich die toten Schüppchen nach der Einwirkzeit einfach abwaschen. Jedenfalls fühlt sich der Teint hinterher glatt und soft an.

Tropfenweise bräunen

So, nun ist meine Haut bereit für eine kleine Schummelei. Winterblässe ade! Mit einem leicht gebräunten Teint fühle ich mich gleich wohler, wenn draußen die Temperaturen steigen. Aber mit der Sonnenbräune geht es einfach nicht so schnell, und die künstliche Tönung ist außerdem gesünder. Also mische ich in meine Tagespflege ein paar Bräunungstropfen. Dropping nennt man das in der Beauty-Sprache. Die Inhaltsstoffe dieser Tan Drops entsprechen den zuckerartigen Verbindungen Dihydroxyaceton (DHA) im Selbstbräuner. Allerdings kann ich hier den Bräunungsgrad selbst ganz genau steuern. Je mehr Tropfen, desto dunkler die Färbung.

Beinarbeit leisten

Bei den Beinen halte ich es genau wie im Gesicht. Wie braun sie unterm Kleid hervorschauen, das will ich selbst bestimmen. Schrittweise und vor allem streifenfreie Bräune kriege ich mit einem Gradual Tanner genau in der Tönung hin, wie ich sie möchte. Je öfter ich so eine Körperpflege mit Bräunungsfaktor anwende, umso mehr Farbe nehmen die Beine an. Allerdings haben selbstbräunende Produkte grundsätzlich keinen Sonnenschutz. Für das erste Sonnenbad trage ich deshalb einen hohen Lichtschutz zwischen LF 30 und 50 auf, damit sich die Haut langsam wieder an das UV-Licht gewöhnen kann und ihren Eigenschutz entwickelt. Etwa zwei bis drei Wochen mit UV-Strahlung dauert es, bis die sogenannte Lichtschwiele nach dem Winter wieder voll aufgebaut ist. Dieser natürliche Eigenschutzmechanismus der Haut entspricht übrigens allenfalls einem Sonnenschutzmittel mit dem Faktor 4.

Pampern und korrigieren

Farbunebenheiten wie Pigmentflecken lassen die Haut unruhig aussehen. Dagegen hilft Vitamin C, das zugleich ein extrem potentes Antioxidant ist. Als aufhellendes Tagespflege-Serum trage ich es morgens unter meiner Tagespflege auf. Damit der Teint schön prall und rosig aussieht, sollte diese feuchtigkeitsbindende Substanzen wie Hyaluronsäure, Glycerin, Panthenol oder Urea enthalten. Hyaluronsäure ist besonders potent. Sie kann das 1000fache ihres Eigengewichts an Wasser binden. Das plustert die Haut sichtbar auf. Und so gut durchfeuchtet sieht sie sofort glatter aus, weil Trockenheitsfältchen verschwinden. Als zusätzlichen Booster lege ich zweimal pro Woche eine Multi-Hyaluronic-Maske auf. Multi-Hyaluronic bedeutet, dass die Textur mit unterschiedlichen Varianten von Hyaluronsäure formuliert ist, die durchfeuchtend und aufpolsternd wirken.

Glattmacher für bestimmte Zonen

Um noch mal zu den Gehwerkzeugen zurückzukommen. Sobald die Zeit der fersenfreien Schuhe naht, muss regelmäßig im wahrsten Sinne an der Hornhaut gefeilt werden. Was bringen die tollsten High Heels, wenn sie von harten Heels kompromittiert werden? Eine Hornhautfeile habe ich sogar stets im Reisegepäck. Einmal im Monate benutze ich Pediküre Socken. Sehen nicht sexy aus, aber wirken effektiv. Sie werden mit einer aktivierenden Essenz aus Fruchtsäuren getränkt, die abgestorbene Haut und raue Stellen babyweich peelt. Apropos glatt: Das gilt natürlich auch für Beine und Achseln. Enthaart sehen sie einfach gepflegter aus. Wer rasiert, sollte sich eine Rasiercreme zulegen, die das Haarwachstum verlangsamt und Irritationen reduziert. Dann muss man nicht so oft nacharbeiten. Bei mir fällt das zwar weg, weil ich meine neuralgischen Zonen schon vor Jahren habe lasern lassen. Aber trotzdem checke ich regelmäßig, ob sich irgendwo unerwünschter Nachwuchs zeigt.

Lust auf eine Duftwende

Um es gleich vorweg zu nehmen: Ich bin ein Duft-Maniak. Ohne einen Hauch von Parfum gehe ich morgens noch nicht mal zum Briefkasten. Mein Duftschrank im Badezimmer kann sich mit jeder Nischenparfümerie messen. Ich sammle ausgefallene Düfte. Während ich in den kalten Monaten – und zugegeben auch im Sommer abends – gerne in schwülen orientalischen Düften schwelge, bekomme ich bei den ersten Sonnenstrahlen total Lust auf etwas mehr Frische. Mein nächster Neuerwerb in Sachen Parfum wird nach Sonne, Salz und Zedernwälder duften. Ein Vorgeschmack auf den Urlaub in den Hamptons.

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