Autor: Margit Rüdiger

CultureAndCream-Autorin aus München Beruflich als Beauty-Journalistin zu reisen, war mir nicht genug. Sechs Monate Weltreise haben auch nicht gereicht. Immer wieder zieht es mich in andere Städte, fremde Länder, zu Roadtrips und an Locations, die man kennenlernen sollte. Mich interessieren nicht nur „culture“ und „cream“, sondern auch Menschen, die Geschichten zu erzählen haben. Auf solche Reisen möchte ich euch mitnehmen.

Weihnachten: O du fröhliche(r Frust)!

Weihnachten gilt als das Fest der Liebe. Aber in manchen Familien verlaufen die Feiertage alles andere als harmonisch. Woher das kommt und wie man das Fest trotzdem noch retten kann. Die Geschichte von der Geburt Jesus im Stall von Bethlehem ist einer der bekanntesten Texte der Bibel. An dieses Ereignis soll uns Weihnachten erinnern. Besinnlichkeit, Friede, Harmonie lautet das Credo. Doch die Realität sieht oft anders aus, weil die Erwartungen allgemein viel zu hoch sind. Das artet dann in Stress aus. Der Baum muss geschmückt werden, Geschenke gekauft, Dekoration und Menü wollen geplant werden. Und dann die Frage, wen lädt man ein. Muss auch die Schwiegermutter auf die Liste, obwohl man schon im Vorfeld weiß, dass sie bestimmt wieder Unfrieden stiftet? Aber es ist schließlich Weihnachten und wir haben die besten Absichten, es friedlich zu gestalten. Im Weihnachtsstress „Frauen sind in der Regel stärker belastet als Männer“, bestätigt Prof. Mazda Adli, Chefarzt der Fliedner-Klinik Berlin und Stressforscher an der Charité. „Sie sind meist die Pflichterfüller in der Weihnachtszeit. Auch in unserer emanzipierten Welt werden Plätzchen mehr von Frauen als von Männern gebacken. Geschenke werden häufiger von Frauen verpackt, weil alle denken, sie könnten es besser. Aber für beide gilt, dass sie mit Erwartungen konfrontiert werden, die sie nicht gewohnt sind, zu erfüllen.“ Die Ursache dafür, dass so viele das stressige Spiel um Weihnachten mitmachen, obwohl sie sich dabei unwohl fühlen, ist in einer Art Gruppenzwang zu suchen. Dass die ganze Familie an Weihnachten zusammenkommt, sind lange praktizierte Rituale. Dabei sollte die Gruppe von Konsens geprägt sein, wo Konflikte nichts zu suchen haben. Auch in Fernsehen, Kino und der Werbung wird uns dieses Bild von der – vermeintlichen – Harmonie vor Augen geführt. Das will man unbedingt für sich und die Familie auch erreichen. Doch die Idee von der besinnlichen Zeit kann ein enormer Stressfaktor sein. Nicht nur, dass man mehr Zeit zu Hause und mit der Familie verbringt. Stress entsteht auch daraus, dass man Verwandte besuchen muss. Man möchte es eigentlich nicht, versteht es aber als seine Pflicht, weil man schließlich die Erwartung erfüllen möchte, dass gerade an Weihnachten alle besonders nett zueinander sind. Erleiden statt erleben „Es ist schade, dass wir den Fokus oft nur noch auf das Erledigen von Dingen in diesen Tagen richten und nicht auf das Erleben. Wir ‚erleiden‘ Weihnachten vielmehr, als dass wir es als besinnliche Zeit wahrnehmen und genießen“, sagt Dr. Markos Maragkos, Psychotherapeut an der LMU München.… weiterlesen

Mein X-mas-Beauty-Tipp: „The Atelier of Dreams“ von Dior

Die limitierte Weihnachtskollektion „The Atelier of Dreams“ von Christian Dior Parfums ist in der Tat ein Beauty-Traum. Schon bei der Optik hat Kreativ-Direktor Peter Philips gezaubert: Eine zarte Gravur, die die emblematische Fassade des Hauses Dior in Paris zeigt, ziert Lidschatten und Lippenstifte. Die Farben sind sensationell festlich. Auf Augen und Nägeln darf es dieses Jahr in Gold und Silber schimmern. Ich habe mich für die Gold-Variante entschieden. Gold für die Augen: „Atelier Doré“ Bei der ikonischen 5 Couleurs Couture-Palette in „Atelier Doré“ sind vier samtige, matte und satinierte Brauntöne um ein warmes Gold angeordnet. Damit lässt sich das gesamte Auge in strahlendes Gold hüllen. Als Kontrast trage ich entlang des Oberlids und an den äußeren Augenwinkel den matten Braunton auf. Aber die Palette erlaubt jede Menge andere Varianten. Bei einem so starken Augen-Make-up verzichte ich persönlich lieber auf eine zu auffällige Lippenfarbe. Gut dazu gefällt mir „Rose d’Hiver“, eine warme Rosenholznuance. Damit sie besonders lange hält und der Mund schön definiert ist, verwende ich einen Konturenstift in der gleichen Farbe. Damit zeichne ich nicht nur die Konturen nach, sondern male auch die Oberfläche der Lippen damit aus. Raffinesse für die Nägel Auch den Nägeln gönne ich etwas mehr Extravaganz als sonst. Für meine Festtags-Maniküre benutze ich zuerst das strahlende Rot „Poppy“. Bei einer so intensiven Farbe ist der Base Coat darunter nicht zu vernachlässigen. Beim Lackieren trage ich immer zuerst eine sehr dünne Schicht Farblack in der Mitte des Nagels und dann an den Seiten auf. Anschließend folgt eine großzügigere Schicht, damit die Farbe mehr Tiefe erhält. Als Highlight verwende ich den Top Coat „Bouton d’Or“ mit goldenen und silbernen Reflexen, die die Nägel mit einem funkelnd glitzernden Schleier überziehen. Anstatt Rot kann man natürlich jede andere Nagellackfarbe wählen. Für einen dezenten Glitzerschleier lackiert man den TopCoat direkt auf die naturbelassenen Nägel bzw. den Unterlack. „Atelier of Dreams“ von Dior: 5 Couleurs Couture Lidschattenpalette „469 Atelier Doré“, 65 Euro; 074 Diorific Lippenstift „074 Rose d’Hiver“, 45 Euro; Nagellack „862 Poppy“, 28,50 Euro; Top Coat „001 Bouton d’Or“ 28,50 €… weiterlesen
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Waschen wir uns zu viel?

Wir waschen, duschen, baden, peelen und bürsten unseren Körper. Manches davon erledigen wir täglich. Laut Statistik duschen, baden oder waschen 84 Prozent der Deutschen sich mindestens einmal täglich von Kopf bis Fuß. Aber ist das alles wirklich so gesund für unsere Haut oder übertreiben wir es mit der Hygiene? „Wir waschen uns einfach zu häufig“, beklagte schon der bekannte Haut-Professor Hagen Tronnier, der bis zu seinem Tod (2019) das Institut für Experimentelle Dermatologie an der Universität Witten/Herdecke leitete. Denn: Jede Art von Hautreinigung zerstört den natürlichen Säureschutzmantel aus Fett und Wasser, der die äußerste Schicht der Oberhaut (Epidermis) bildet. Bei ausgiebigem Kontakt mit Wasser werden genau die Fette ausgeschwemmt, die wie eine Art Kitt zwischen den Zellen die Hornschicht versiegeln und wasserdicht machen. Man bezeichnet sie auch als Barrierelipide. Ist diese Barriere nicht mehr intakt, verliert die Haut Feuchtigkeit, wird trockener. Schädliche Mikroorganismen können leichter eindringen. Bei einer gesunden Haut dauert es etwa 30 Minuten, bis sich der Säureschutzmantel erneuert. Dagegen kann die Regeneration der Oberhaut-Fette viele Stunden dauern. Bei einer extrem trocken oder gar geschädigten Haut können sich schon nach einigen Tagen Ekzem zeigen. Bei Syndets auf die Inhaltsstoffe achten Für die Körperreinigung mit Wasser gibt es eine ganz einfache Formel: nicht zu lang, nicht zu heiß und möglichst seifenfrei. Die Wassertemperatur sollte nicht mehr als 39 Grad betragen, da sich sonst Hautfette lösen. Dermatologen raten zu leicht sauren Syndets mit synthetischen waschaktiven Substanzen. Aber auch hier gilt: auf die Inhaltsstoffe achten. Auf dem Etikett sollte „seifenfrei“ oder „Syndet“ stehen. Die waschaktiven Substanzen in Syndets, die sogenannten Tenside, sind weniger belastend für die Haut, sollten aber auf den Hauttyp abgestimmt sein. Gerade das häufig eingesetzte Tensid Natriumlaurylsulfat (Sodium Lauryl Sulfate) kann eine bereits irritierte Haut noch mehr reizen. Verträglicher ist das ebenfalls häufig verarbeitete Natriumlaurylethersulfat (Sodium Laureth Sulfate). Wer jedoch Akne und ölige Haut hat, ist mit ersterem gut bedient. Besonders geeignet für empfindliche Haut sind auch Duschgele, die mit hautschonenden Zuckertensiden (Alkylpolyglucoside wie etwa Capryl Glucoside oder Coco Glucoside) reinigen, aber kaum schäumen. Für die hypersensible Schleimhaut im Intimbereich gilt: Wasser genügt oder allenfalls spezielle Reinigungsprodukte hernehmen. Was spricht gegen Seifen? Klassische Seifen enthalten meist Substanzen wie Kokosfett, Rindertalg oder Palmöl. Man erkennt sie, wenn Bezeichnungen wie Sodium Cocoate, Sodium Tallowate oder Sodium Palmitate auf der Verpackung aufgeführt sind. Für die Gesichts- und Körperreinigung sind sie eher weniger zu empfehlen, weil sie stark alkalisch wirken und somit den pH-Wert der Haut negativ verändern.… weiterlesen

Mein X-mas-Geschenke-Tipp: Valentino Go-Clutch+ Mini-Rosso

Valentino-Taschen gehören zu den begehrtesten It-Bags. Nicht weniger stylish ist die kleine Beauty-Schwester. Auch diese wurde von Pierpaolo Piccioli entworfen, der Italiener ist seit 2008 Kreativ-Direktor von Valentino. Ihr Debüt hatte das coole Mode-Accessoire auf dem Laufsteg im Frühjahr/Sommer 2017. Piccioli wollte damit die enge Verbindung zwischen Couture und Beauty aufzeigen. Die kompakte Clutch ist der ideale Begleiter für unterwegs zum Nachschminken und sieht dabei noch ausnehmend gut aus. Individuell und nachfüllbar Das Geniale daran finde ich, dass man seine Go-Clutch im glänzenden, sexy Valentino-Rot customized bekommt. Bei dem Kompaktpuder kann man unter fünf Nuancen wählen. Den kleinen Lippenstift gibt es in sechs Farben – und da wiederum in satinierter oder matter Optik. Der Mini-Rosso lässt sich außerdem jederzeit nach Lust und Laune wechseln. In jedem Fall ist die Mini-Clutch ein echter Hingucker, egal ob man sie an der filigranen Goldkette umgehängt, über der Schulter trägt oder in der Hand hält. Die lange Kette lässt sich nämlich ganz einfach abnehmen und wieder anlegen. Jede Fashionista – und wer ist das nicht – wird sich über dieses Geschenk freuen. Oder doch lieber selbst behalten? Ich könnte es verstehen. „Valentino Go-Clutch und Mini-Rosso“, ca. 199 €… weiterlesen

Das (Palazzo) Fiuggi-Konzept

Sie haben noch nie von Fiuggi gehört? Dabei gehören die Thermen von Fiuggi, etwa 80 Kilometer südöstlich von Rom gelegen, zu den ältesten Heilquellen in Italien. Bereits Michelangelo und Papst Bonifatius VIII. lobten das mineralstoffarme, natürliche Quellwasser. Der Palazzo mit seinem acht Hektar-Park auf einem Hügel über der Stadt war seit 1913 ein luxuriöser Rückzugsort für Könige und andere Berühmtheiten. Seit Mai 2021 findet man dort eines der besten Medical Spas. Nirgendwo anders als im Palazzo Fiuggi würde ich einen rohen Radicchio-Salat akzeptieren, auch wenn ein paar Apfelstücke und ein paar Nüsse darin versteckt sind. Ich würde sofort nach dem fehlenden Dressing rufen. Aber hier… Ich denke an die gesunden Bitterstoffe und esse brav auf. Und tatsächlich schmeckt es, wenn man sich an das Bittere gewöhnt hat.Alle Gerichte, die an Einzeltischen im stilvollen Restaurant des Hotels serviert werden, sind auf die jeweiligen Bedürfnisse des Gastes und sein gewähltes Gesundheitsprogramm abgestimmt: „Immun Boot“ zur Stärkung des Immunsystems, „Complete Life Rewind“ zur Regeneration, „Deep Detox“ oder „Optimal Weight“. Ich habe mich für vier Schnuppertage zum Kennenlernen entschieden. Gourmet-Speisen vom Sterne-Koch Für jedes Programm hat Drei-Sterne-Koch Heinz Beck, Deutscher mit Wahlheimat Rom, in Zusammenarbeit mit dem medizinischen Direktor des Hauses Professor David Della Morte ein Ernährungskonzept erstellt, das gesund, ausgewogen und abwechslungsreich ist. Obwohl die Tagesration nur etwa 1700 bis 1900 kcal umfasst, muss niemand Hunger leiden. Im Gegenteil. Mir war es manchmal sogar schon zu viel. Jedes Gericht ist köstlich, und Heinz Beck kocht auch fürs Auge. Alles ist inhaltlich und sogar farblich perfekt komponiert, wird liebevoll auf Tellern oder in Schalen arrangiert serviert. Genuss auf höchstem Niveau. Das individuelle Menü ändert sich täglich und besteht aus drei bis vier Gängen. Dessert inklusive – so exquisit wie „Orange tapioca with chocolate“ oder „Apricot gelatine with all’ondata milk ice cream“. Nur auf den Wein und den Café Espresso muss man verzichten. Es gibt ausschließlich Tee oder Wasser aus der Fiuggi-Therme, aber das dafür reichlich. Eine Vision wird wahr Dem etwas in die Jahre gekommenen Prachtbau zu neuem Ruhm und Glanz zu verhelfen, war die Vision von Lorenzo Giannuzzi, der von 1988 bis 1992 bereits General Manager des früheren Palazzo Hotels war, das damals noch Palazzo della Fonte hieß. Giannuzzi, Chef des Schwesterhotels Forte Village auf Sardinien, verpaßte dem Haus eine Verjüngungskur, ohne sein nostalgisches Flair zu zerstören, und führte es seiner neuen Bestimmung zu: ein profundes, innovatives Wellness-Medical Retreat zu erschaffen. Und das ist ihm vorbildlich gelungen.… weiterlesen

Für Sie getestet: Trockenshampoo „Volumising Dry Shampoo“ von La Biosthetique

Ich gebe es zu, ich liebe Trockenshampoos. Vor allem die neue Generation, die transparent ist und nicht diesen trotz bürsten immer noch sichtbaren, häßlichen Grauschleier auf den Haaren zurücklässt. Ich habe tatsächlich auch schon jede Menge solcher Produkte ausprobiert. Bei den einen waren wie gesagt Puder-Rückstände zu sehen, andere zeigten kaum Wirkung und wieder andere machten die Haare strähnig. Was man von einem Trockenshampoo erwartet, ist eine Auffrischung der Frisur und einen Volumen-Boost, mit dem man die nächste Haarwäsche etwas aufschieben kann. Trockenshampoo gegen Bad Hair Days Genau das verspricht das „Volumising Dry Shampoo“ aus der neuen „Volume“-Serie von La Biostethique. Zwar ist die Haarpflegelinie, die auf einem Extrakt auf tahitianischen Mikroalgen basiert, für feine Haare ausgelegt und meine sind alles andere als fein, aber ich probiere es trotzdem. Strähnige Ansätze gibt es schließlich auch bei anderen Haarstrukturen. Man kennt diese Bad Hair Days, wenn die Frisur in sich zusammenfällt. Gelöste Puderpartikel Mein Test beginnt: Auf den ersten Blick sieht die Sprayflasche mit der milchig-trüben Flüssigkeit nicht wie ein Trockenshampoo aus. Ich schüttle die Flasche wie empfohlen und besprühe dann partienweise direkt die Ansätze meiner Haare damit. Dort sollen die extrafeinen Puderpartikel, die in der flüssigen Pflegeformel gelöst sind, das überschüssige Öl absorbieren. Magnesium und ein Wirkkomplex aus pflanzlichen Proteinen und den Algenextrakten sorgen für neue Stabilität und unterstützen die Struktur. Erfrischender Volumenboost Mir gefällt der angenehm frische Duft des Trockenshampoos und dass die Flüssigkeit sofort in den Haaren trocknet. Ich massiere es mit den Fingerkuppen noch leicht ein und bürste danach die Haare über Kopf gründlich aus. Ein Blick in den Spiegel: Die Frisur hat wieder Stand und Fülle, vor allem an den Ansätzen, und meine Haare sehen wie frisch gewaschen aus. Die nächste Wäsche kann tatsächlich bis morgen oder übermorgen warten. „Volumising Dry Shampoo“ von La Biosthetique, 100 ml, 23 Euro… weiterlesen

Glow für die Haut – was ist das eigentlich?

Eigentlich kann man das Wort schon nicht mehr hören, so überstrapaziert wird dieser Begriff. Kaum ein Kosmetik-Hersteller hat nicht zumindest ein Produkt in seiner Range, das Glow für die Haut verspricht. Die Beauty-Seiten in den Frauenmagazinen übertreffen sich gegenseitig mit Ratschlägen für eine „glowy“ oder „dewy“ Haut. Bei Männern spricht übrigens keiner von Glow, da wird Glanz eher gleichgesetzt mit öliger Haut. Aber was macht diesen geheimnisvollen Glow der weiblichen Haut eigentlich aus? Glow bedeutet so viel wie strahlen oder scheinen. Der Begriff ist absolut positiv belegt, weil er eine sanft glänzende Haut beschreibt, so als hätte man einen Insta-Filter darüber gelegt. Die Haut eines Babys hat diesen Glow von Natur aus. Auch in der Jugend ist diese rosige Frische noch vorhanden, weil die Haut gut durchblutet ist und über genügend Spannkraft verfügt. Unglücklicherweise nimmt das rosige Aussehen mit dem Alter ab, wenn Umweltschäden der Haut zusetzen und sie ohnehin dünner und weniger ebenmäßig ist durch Fältchen und Pigmentflecken. Sie wird zusehends fahler und verliert ihr Strahlen. Was man in der Jugend von der Natur geschenkt bekam, muss man sich nun erarbeiten. Die perfekte Haut gibt es nicht Grämen Sie sich nicht, wenn Ihre Haut nicht makellos ist. Diese Perfektion existiert ohnehin nur auf TikTok, Instagram and Pinterest dank Filter und Lichtkorrekturen. Die sozialen Medien wollen uns glauben machen, dass haar-, pickel- und porenfreie Haut die Norm sei, und alles andere irgendwie „falsch“ . Aber das ist absoluter Blödsinn! „Wenn die Leute von ‚strahlender Haut‘ sprechen, meinen sie meistens einen ebenen Teint ohne Pickel – eine glatte Oberfläche, die das Licht schmeichelhaft reflektiert“, bestätigt auch die Londoner Dermatologin Dr. Justine Kluk. Es ist ein Irrglaube, dass nur strahlende Haut gesund ist und wenn sie das nicht tut, mache man etwas falsch. „Obwohl du dich gesund ernährst, genug schläfst, deine Haut mit Feuchtigkeit versorgst, Sonnenschutz trägst, nicht rauchst und all das natürlich besser für deinen Körper und deine Haut sein kann, ist der ‚Glow‘ kein verlässlicher Indikator für deine Gesundheit“, so Dr. Kluk. Also nicht verzweifeln, wenn die Haut dem Ideal trotz aller Bemühungen nicht entspricht. Auch jemand der Akne oder Rosazea hat, kann grundsätzlich ein gesunder Mensch sein. Schrittweise vorgehen Das soll jetzt nicht heißen, dass Sie sich mit Ihrem Hautbild abfinden müssen und es nicht verbessern könnten. Aber Sie sollten nicht versuchen, alles auf einmal zu erreichen. Setzen Sie sich Ziele, andernfalls könnten Sie Ihre Haut überfordern. Das Beste ist, die Routine so schlicht wie möglich zu halten und sich Schritt für Schritt dem Ziel zu nähern.… weiterlesen

Für Sie getestet: Tolle Wimpern mit „Magnetic Eyeliner & Lash Kit“ von Kiss

Leider sind ja schon wieder Corona bedingt alle Weihnachtsfeiern und Feste abgesagt, auf denen ich mit meinen neuen Wimpern „klimpern“ wollte. Im Alltag würde ich zwar nie Fake Lashes tragen, aber es gibt einfach Gelegenheiten, da darf es ruhig etwas mehr sein. Und die kommen mit Sicherheit auch wieder. Die Idee der Magnet-Lashes fand ich eigentlich ganz toll, weil man auf den Kleber, der oft die Augen reizt, vollständig verzichten kann. Aber mit dem Klick-System, bei dem man von oben und unten einen Wimpernkranz auf gegen die eigenen Härchen muss, die sich dann magnetisch verbinden, kam ich einfach nicht zurecht. Ich musste dabei immer so blinzeln, dass sie letztendlich nie dort saßen, wo sie eigentlich sitzen sollten. Außerdem sah die doppelte Wimpernschicht ziemlich unnatürlich aus. Ich habe sie nach dem dritten glücklosen Versuch umgehend entsorgt. Das nenne ich einen klassischen Fehlkauf! Der Magnetic-Liner hält, was er verspricht Das Kiss-Set aus magnetischem Eyeliner und Lashes funktioniert auf Anhieb und optimiert perfekt die eigenen Wimpern. Der schwarze Eyeliner mit pflegendem Biotin ist wischfest und hält den ganzen Tag ohne zu verschmieren. Man kann ihn alleine oder in Kombination mit den künstlichen Wimpern tragen, die an ihm ohne Kleber haften. Das Geheimnis sind fünf doppelstarke Magnete an jedem Wimpernkranz. Die Fake Lashes – gibt es in verschiedenen Ausführungen, sehen wie angeklebt aus, sind es aber nicht. Auch das Anbringen der Lashes ist ein Kinderspiel: Zuerst probiere ich aus, ob die Länge des Wimpernbandes für meine Augen passt. Nicht ganz. Ich muss sie an den Enden ein klein wenig kürzen. Nach dieser „Trockenübung“ trage ich den Eyeliner zweimal dicht am Oberlidrand auf und achte sorgfältig darauf, dass die Linie durchgehend ist vom Augeninnenwinkel zum -außenwinkel. Nur so erreicht man die maximale Haftstärke für die „Kiss“-Lashes, die jetzt an der Reihe sind. Ich ziehe sie vorsichtig von ihrer Verpackung ab. Während ich nun mit halbgeschlossenen Augen in den Spiegel schaue fixiere ich jedes Band von innen nach außen auf dem inzwischen gut angetrockneten Lidstrich. Passt! Es ist einwirklich einfaches Konzept: Lidstrich, Wimpern, fertig! „Magnetic Eyeliner & Lash Kit“ von Kiss, ca. 16 Euro… weiterlesen

Fattoria La Vialla: Mehr Sein als Schein

Genau das zeichnet das größte Unternehmen biodynamischer Landwirtschaft in Europa aus. Die Fattoria La Vialla in der Toskana gehört zu den Ausnahmen in der heutigen Zeit, in der vieles versprochen und nur wenig gehalten wird. Allzu oft trügt der Schein. Doch hier passt alles. Auf den ersten Blick ist die Fattoria La Vialla ein riesiges, 1400 Hektar großes Gelände mit viel Grün, darauf allein 33.000 Olivenbäume und 33 versteckte Wohneinheiten. Es ist fast schon ein eigenes kleines Dorf. Gegründet wurde die Fattoria La Vialla 1978 von Piero und Giuliana Lo Franco. Sie entstand auf den Ruinen verfallener Bauernhöfe, die liebevoll restauriert wurden. Inzwischen wird das Unternehmen nahe Arezzo in zweiter Generation von den Brüdern Antonio, Bandino und Gianni geführt. Selbstversorger auf der Fattoria Die individuellen und sehr gemütlichen Unterkünfte werden während der Saison von März bis Oktober an Gäste vermietet werden, die das Farm-Leben kennenlernen und die hauseigenen Erzeugnisse aus biodynamischer Herstellung von Brot, Käse, Wurst, Lamm, Hühner, Eier, Pesto, Olivenöl, Wein und Cantuccini genießen wollen. Jeder, der eines der „Podere“ oder den malerischen „Torre“ bewohnt, muss sich selbst versorgen. Die leckeren Lebensmittel besorgt man sich im Hofladen. Jeden Morgen ab 9.30 h gibt es frisch gebackenes Brot. Verkauft wird nur, was auf der Farm produziert wird. Wer trotzdem mal bekocht werden will, bucht sich an einem der kariert gedeckten Tische im idyllischen Hof ein und lässt sich auf Toskanisch verwöhnen. Die La Vialla-Lebensmittel kann man übrigens auch im Online-Shop bestellen oder in einem der drei La Vialla-Läden in Deutschland kaufen. Nachhaltigkeit erleben Die Fattoria La Vialla folgt der biodynamischen Landwirtschaft. Das ist noch eine Stufe weiter als biologisch. Unter biologisch versteht man den Anbau ohne Düngemittel, natürliche Viehzucht ohne Hormongaben im Futter. Biodynamisch aber bedeutet, dass alles was an- und abfällt dem natürlichen Kreislauf wieder zugeführt wird. Die Pflanzen werden nicht verändert, sondern in ihrer natürlichen Lebensweise unterstützt. Die Olivenbäume aus biodynamischen Anbau besitzen z. B. 20 Prozent mehr an Polyphenolen wie die aus biologischer Aufzucht, weil sie sich selbst gegen Angriffe aus der Umwelt schützen müssen. Je mehr man sich mit dem Konzept beschäftigt, desto positiver wird man überrascht. Leben im Einklang mit der Natur. Nachhaltigkeit als natürliche Folge daraus und nicht eine erzwungene Maßnahme wie es sonst oft praktiziert wird. Selbst Mist wird wieder verwertet, indem er in Kuhhörner gefüllt im Herbst in der Erde vergraben wird, damit die Mikroorganismen bis zum nächsten Frühjahr Humus daraus entstehen lassen, der dann wieder auf den Feldern verteilt wird.… weiterlesen

Beauty-Eingriffe: Wohl oder Wahn?

Nicht jeder mag oder kann zu seinem Aussehen stehen und sagen „Ich bin so wie ich bin“. Dann muss ein Beauty-Eingriff her. Geht er gut, sieht man „nicht gemacht“ aus. Geht er allerdings schief, bekommt man sein vermurkstes Gesicht nicht zurück. Dafür gibt es bereits einige prominente Beispiele. Einige Prominente geben inzwischen sogar öffentlich zu, dass bei einem Beauty-Eingriff etwas schiefgegangen ist – nicht zuletzt, weil es sich einfach nicht mehr verbergen lässt. Eine davon ist Linda Evangelista, das Topmodel der 90er Jahre. Die Schönheit von einst ist kaum wiederzukennen. Eine Beauty-Operation vor fünf Jahren hat sie nach eigener Aussage derart entstellt, dass sie sich jahrelang kaum vor die Türe traute, in Depressionen verfiel und natürlich auch in ihrem Beruf keine Jobs mehr bekam. Auch die als sehr selbstbewußt bekannte Schauspielerin Jamie Lee Curtis, die sich früher immer vehement gegen den Optimierungswahn in Sachen Beauty ausgesprochen hatte, konnte irgendwann nicht mehr widerstehen. Der Auslöser war ein Film-Regisseur, der nicht mit ihr drehen wollte, weil ihm ihre Augen „zu dick“ waren. Curtis ließ der Natur nachhelfen und begab sich das erste Mal unters Messer. Auch sie ist kein gutes Beispiel für einen gelungenen Eingriff. Mit ihrem Geständnis will sie, wie sie selbst sagt, vor allem junge Menschen warnen. Sie sollen sich nicht von vermeintlichen Social Media-Idealen zu einem Beauty-Eingriff verleiten lassen. „Hat man sein Gesicht einmal vermurkst, bekommt man es nicht zurück“, so Curtis. Mehr Beauty-Eingriffe bei jüngeren Frauen Schaut man sich die Statistik an, dann steigen tatsächlich die Zahlen an Beauty-Eingriffen vor allem bei jungen Frauen. Von den 29-39jährigen sind sie laut einer aktuellen Studie von Merz Aesthetics von 3,5% auf 29,1% angewachsen bei Fillern und ähnlich stark bei Botulinumtoxin. Die Zahlen einer Auswertung der International Society of Plastic Surgery (ISAP) beziffern es noch genauer: Mit 457 Botox-Injektionen pro 100.000 Einwohner liegt Deutschland bei diesem Beauty-Eingriff auf Platz 5 weltweit. Im globalen Schönheits-OP Vergleich belegen wir Platz 8. Besonders gefragt sind neben Botox- und Hyaluronsäure-Injektionen auch Brust-OPs. Bei den Brust-Vergrößerungen liegt Deutschland mit 80,56 Operationen pro 100.000 Einwohner nur knapp hinter den USA auf Platz 8. Spitzenreiter ist Belgien. Ebenfalls an achter Stelle rangiert Deutschland bei den Po-Vergrößerungen. Im Jahr 2020 wurden hierzulande 4.490 Augmentationen an diesem Körperteil durchgeführt. Durch TikTok & Co. ist auch die Nachfrage nach dem Beauty-Eingriff gestiegen, den man sehr passend als „Duckface“ bezeichnet. Gemeint ist mit dem „Entengesicht“ eine Schnute, also volle Lippen, dazu betonte Wangen und eine verschmälerte Gesichtskontur.… weiterlesen

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