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Beim GLORIA – Deutscher Kosmetikpreis 2019 im Hilton Düsseldorf spielte das angeblich starke Geschlecht eine eher untergeordnete Rolle – aber irgendwie auch ein bedeutendes Schattendasein

Während in Baden-Baden am selben Abend die Spa Awards vergebenwurden, hieß es im Rahmen der BEAUTY Düsseldorf bereits zum sechsten Mal: GLORIA . Seit 2014 zeichnet Veranstalter KOSMETIK international mit dem Preis Hautpflege-Expertinnen (und neurdings eben auch Experten) für herausragende Leistungen und besonderen Kundenservice aus. Die Gala im Hilton war entsprechend glamourös.

Wieviel Beauty weiß man(n)

Die spannende Frage (für einen männlichen Erstbesucher wie mich und wenige Wochen nachdem Berlin erstmalig den Internationalen Frauentag als 24fache Feierstunde zelebriert hatte) sollte nun lauten, welche Rolle Männlichkeit im Rahmen einer Preisverleihung einnehmen würde, die eine klar weiblich dominierte Branche feiert. Gerade, wo noch dazu Alpha-Männchen Boris Becker als krönender Abschluss der Gästeliste angekündigt war. Die Neugierde wurde nicht enttäuscht. So lautete denn eine der Kernbotschaften des von Alexander Mazza moderierten Abends, dass man sich freue, erstmals drei von Männern betriebene Kosmetikstudios in der engeren Award-Auswahl zu haben. Da waren sich Christian Schikora, Geschäftsführer vom Verlag KOSMETIK international, und Michael Degen, Executive Director der Messe Düsseldorf, gleichermaßen einig.

„Prachtburschen“ als Überraschungssieger

In der Kategorie „Unternehmensgründung“ gewann denn auch das Studio Prachtburschen G&W skincare aus Münster. Christoph Wendt und Michael Gebhardt betreiben das erste Pflegestudio in der westfälischen Universitätsstadt „nur für den Mann“ und bieten seit 2017 Gesichts- und Körperbehandlungen, Maniküre und Pediküre an. Schauspielerin Bettina Zimmermann, die mit Mann und Kollege Kai Wiesinger zu den prominenten Gästen der Gala gehörte, übergab den Preis an die beiden strahlenden Beauty-Profis. Doch das Thema Männer-Beauty war damit noch nicht durch. Schon kurz zuvor hatte Schauspieler Kai Wiesinger bei seiner Laudatio gestanden, sich gelegentlich im Beauty-Case von Frau Bettina zu bedienen. Man(n) cremt eben zur Not gerne unisex – auch wenn’s nicht auf der Packung steht.

Boris Beckers Outing als Beautymuffel

Dann aber schritt der Gala-Abend seinem Höhepunkt entgegen, und Tennislegende Boris Becker betrat die Bühne. Moderator Mazza ließ nach einer ausführlichen Huldigung von Beckers Wimbledon-Erfolg 1985 keinen Moment verstreichen, um Becker nach seinem persönlichen Beauty-Konzept zu fragen. Doch schnell machte sich Ernüchterung breit. Da hätte er bisher wenig Erfahrung, erklärte Becker ohne Umwege. „Ich lerne hier heute Abend wirklich eine Menge“, entgegnete der Tennisprofi und verwies lieber auf Sohn Elias (19), bei dem das Badezimmer in Sachen Beauty-Produkte bestens ausgestattet sei. Alle Hoffnung ruht also in Sachen Men’s Beauty auf der Generation Z. Für ein entsprechendes Statement war der Sohnemann allerdings an dem Abend nicht mehr zu erreichen.

Männliche Unterstützung für die Gewinnerinnen

Aus einer ganz anderen Ecke kam dann doch noch eine andere Form Männlichkeit aufs Tapet: Fast alle Preisträgerinnen des Abends würdigten in ihrer Danksagung ganz deutlich ihre Ehemänner, ohne die ihre Selbstständigkeit und ihr beruflicher Erfolg unmöglich gewesen wäre. Hört hört!

Die Gewinnerinnen der GLORIA 2019 sollen gerade deshalb hier nicht unerwähnt bleiben:In der Kategorie „Kosmetikinstitut bis zwei Mitarbeiter“ ging die Auszeichnung an Berta Schmidt Kosmetik – Wellness – Fußpflege in Amberg. Das beste „Kosmetikinstitut ab drei Mitarbeiter“ führt Franziska Wonde aus Schriesheim. Sie erhielt ihren Award aus den Händen von Schauspielerin und Fotografin Katja Flint.Herausragendes Nagelstudio 2019 wurde das LCN Beauty Center in Hannover von Nicole de Dakar. Die Auszeichnung überreichte Moderatorin Birgit Schrowange.

Boris Becker hatte natürlich auch eine Laudatio im Gepäck und würdigte ganz zum Galaende das Lebenswerk von Dagmar Engelhardt-Gruber, Institut „Cosmetic am Goldbachpark“ aus Nürnberg.

So rückte der Mann vielleicht vielleicht in manches Beauty-Bewusstsein unter den rund 600 Gala-Gäste, zu denen allerdings auch auf Promi-Seite vornehmlich Frauen zählten: Jenny Elvers, Maren Gilzer, Curvy-Model Angelina Kirsch, Alexandra Polzin, Elena Carrière, Topmodel Hana Nitsche und TV-Moderatorin Birgit Lechtermann, waren ins Hilton gekommen, um nur einige zu nennen.

Fotos by Isa Foltin@Getty Images


Die Haut unter die Lupe nehmen

Sind Sie auch schon etwas länger jung? Dann lassen Sie bloß Ihre Haut nicht hängen. Im wahrsten Sinne des Wortes. Studien beweisen, dass nicht Falten, sondern hängende Partien uns in den Augen der Betrachter alt aussehen lassen. Ich will aber nichts von Skalpell und Schneiden lesen, denken Sie jetzt vielleicht! Keine Angst, es gibt sanftere Lösungen. Total im Trend ist Face Yoga und eine der effektivsten Methoden für eine gut aufgepolsterte Gesichtshaut. Allerdings sperre ich mich dabei immer im Badezimmer ein, damit niemand über meine Grimassen erschrickt.

Müde Hautzellen

Wann ist eine Haut eigentlich „reif“, wenn man bedenkt, dass sie schon ab 20 Jahren zu altern beginnt. Und Jugendsünden wie zu viel Sonne rächen sich erst Jahrzehnte später. Mit zunehmenden Jahren werden die Zellen allmählich faul. Sie teilen sich langsamer. Durchblutung, hautstraffendes Kollagen, Feuchtigkeit und schützende Fette gehen immer mehr verloren. Das wirkt sich auf das Erscheinungsbild aus. Die Haut wird dünner und trockener, ist weniger elastisch. Mir fiel als erstes auf, dass Schlaffalten im Gesicht und am Dekolleté länger brauchten, um sich wieder zu glätten. Vor allem, wenn die Nacht kurz war. Aber die Veränderungen bringen auch positive Aspekte mit sich: eine vormals ölige T-Zone normalisiert sich, Unreinheiten sind kaum noch ein Thema.

Auf Feuchtigkeit setzen

Rundum wird die Haut mit den Jahren einfach anspruchsvoller, was die Pflege und den Umgang mit ihr betrifft. Ich bin kein Freund von klassischen Rich Creams – diese sind übrigens ein sehr deutsches Phänomen. Frauen anderer Länder halten es wie ich: Hauttrockenheit lieber mit mehr Feuchtigkeit begegnen. Neben Cremes oder Lotionen mit Anti-Aging-Wirkstoffen wie Q10, Hyaluronsäure, Vitamin A und Retinol sollte man Umweltschäden mit Antioxidantien abblocken. Dazu gehören Vitamin C und E, außerdem Tee oder Soja sowie Polyphenole und Flavonoide. Eine besonders intensive Pflege garantieren hochkonzentrierte Seren und Masken. Hals immer mit einbeziehen!

Augenzone pampern

Ruhig reichhaltiger darf die Augencreme sein. Hier ist die Haut so dünn, dass Fältchen ein leichtes Spiel haben. Braucht die gestresste Lidpartie eine Extra-Portion an Pflege, benutze ich ein Augenserum, das das Gewebe noch stärker boostet. Tipp: In ganz extremen Fällen beides kombinieren – erst Serum, dann Creme. Ein Augen-Produkt grundsätzlich mindestens 90 Sekunden einziehen lassen, bevor Concealer bzw. Foundation folgen. Da sich die verschiedenen Texturen nicht gut mischen, kann sonst die Farbe bröckeln und sich in den Fältchen absetzen.

Schön strahlen

Alles, was die Haut noch trockener macht, vermeiden. In erster Linie ein Übermaß an Sonne. Im Sommer nie ohne hohen Lichtchutz ins Freie. Von Cremes mit LSF als Allrounder halte ich eher wenig, weil sie die Haut nur unnötig belasten, wenn keine Sonne scheint. Übrigens: Die Tages- zur Nachtcreme machen, sollte man trotzdem nicht. Während die Haut tagsüber vor allem Schutz braucht, benötigt sie nachts Unterstützung bei den Reparaturarbeiten durch regenerierende und hydratisierende Wirkstoffe. Weil auch die meisten Alkohole die Haut eher austrocknen, bevorzuge ich bei Tonern alkoholfreie Varianten und natürlich zuvor ein mildes Reinigungprodukt. Regelmäßige Peelings, am sympathischsten sind mir die auf Enzymbasis, stellen die beste Waffe gegen einen fahlen Teint dar. Sie bringen den jugendlichen Glow zurück.

Meine ganz persönlichen Skincare Favorites – gefunden bei niche-beauty


Eine Reporterin über ihren Eigenversuch mit Cellfina

Eigentlich haben mich meine Dellen am Po und den Schenkeln nie groß gestört. Bis ich 32 war. Damals war ich im Sommer mit einer Freundin am See beim Baden. Als wir uns in unseren Bikinis in der Sonne rekelten, meinte sie plötzlich: „Interessant, deine Dellen gehen also vom Po an den Oberschenkelrückseiten entlang nach unten. Meine sind hauptsächlich am Po.“ Aha. Dass mein Bindegewebe nicht das straffste ist, wusste ich. Das liegt bei uns in der Familie. Damit gehöre ich übrigens zu den 85 Prozent der Frauen, die unter leichter bis mittelschwerer Cellulite leiden. Die Gründe sind entweder genetische Veranlagung, hormonelle Schwankungen oder Übergewicht.

War meine Cellulite wirklich so viel schlimmer geworden?

Anscheinend. Der Blick in den Spiegel offenbarte die Wahrheit: Die typischen eingesunkenen Dellen am Po und meinen Oberschenkeln hatten sich ausgebreitet. Sie waren um einiges tiefer als bisher. Anscheinend hatte ich mich länger nicht so genau im Spiegel betrachtet. Von da an behielt ich die Dellen im Blick. Ich versuchte es mit Faszientraining, Bürstenmassagen und Aqua-Fitness. Da ich sowieso schon immer Vegetarierin bin, mich aber auch nicht mit Brot und Nudeln vollstopfe, musste ich nicht groß an meiner Ernährung schrauben. Ich setzte vorwiegend auf basische Kost, wenig Zucker und wenig Kaffee. Aber die Dellen veränderten sich nicht. Also blieben Hosen und Röcke im Sommer länger. Öffentliche Schwimmbäder mochte ich sowieso noch nie.

Cellfina – das will ich ausprobieren!

Als ich dann auf einem Presse-Event zum ersten Mal von Cellfina hörte, steht für mich fest: Das will ich ausprobieren! Cellfina ist ein klinisch getestetes, minimal-invasives Verfahren, das die Haut am Po und den Oberschenkeln langanhaltend glätten soll. Das Verfahren ist deswegen so innovativ, weil es die Cellulite an ihrer Ursache behandelt: an den Bindegewebssträngen. Diese kollagenartigen Fasern, auch fibröse Septen genannt, muss man sich wie eine Art Gummiband vorstellen, das Muskulatur und Haut miteinander verbindet sowie das Fett umspannt. Anders als bei Männern, wo die Bänder kreuz und quer verlaufen, sind diese Bindegewebsstränge bei Frauen parallel und senkrecht zur Hautoberfläche angeordnet. Sind diese Fasern verkürzt oder verhärtet, ziehen sie die Haut nach innen. So entstehen die cellulitetypischen Dellen und Unebenheiten. Mit Cellfina werden diese Septen durchtrennt. Dadurch entspannt sich die Oberhaut und das Hautbild glättet sich. Dellen sollen sich deutlich bessern bis hin zu vollständig verschwinden. Ich bin gespannt!

Ab auf den OP-Tisch…

Ende letzten Jahres war es dann soweit. Während des 14. International Live Surgery Symposium der Rosenpark Klinik bekomme ich die Gelegenheit, meiner Cellulite ein Ende zu bereiten. Dr. Gerhard Sattler und seine Frau Dr. Sonja Sattler kenne ich schon länger. Ich war schon öfter bei ihnen in der Rosenpark Klinik in Darmstadt vor Ort, meinstens für Interviews oder Pressekonferenzen. Die Atmosphäre ist immer super nett, das gesamte Team geht sehr familiär miteinander um. Ich fühle mich hier also bestens aufgehoben. Nach dem Beratungsgespräch markiert Frau Dr. Sattler die betroffenen Stellen an meinem Po und den Oberschenkeln. Und siehe da: Vereinzelte Dellen sind sogar noch tiefer und größer geworden. Als ich dann im weißen Kittel den OP betrete, wird mir dann doch etwas mulmig. Ich lege mich auf die Liege und versuche zu entspannen. Die Behandlung wird ambulant unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Heißt: Ich bekomme alles um mich herum mit. Bei der Tumeszenz-Lokalanästhesie wird eine größere Menge an flüssigem Lokalanästhetikum in die Haut gespritzt. Die Haut ist dann betäubt und schwillt ziemlich an.

Dann geht es los

Frau Dr. Sattler saugt die entsprechenden Stellen per Vakuum an und fixiert sie. Über das Handstück legt sie einen millimetergroßen Schnitt. Wahnsinn, ich spüre nichts! Über diesen winzigen Schnitt führt Frau Dr. Sattler ein sehr feines Skalpell in das Unterhautfettgewebe ein und trennt die Haut von den Bindegewebsfasern. Ich merke zwar, dass da etwas passiert. Aber von Schmerzen oder Ziepen keine Spur. Ehrlich gesagt, hat mir das Geräusch des Geräts im ersten Moment etwas Angst eingejagt und auch, dass das Handstück aussieht wie eine Säge. Aber das ist auch schon alles! Nach knapp einer Stunde sind wir fertig. Danach werden die behandelten Partien mit absorbierenden Kompressen verbunden. Die nächsten Tage soll ich eine eng sitzende Shapinghose tragen, damit Schwellungen sich schnell zurückbilden. Ich bin noch etwas wackelig auf den Beinen. Nach einem Glas Wasser geht es mir wieder super.

Schon am nächsten Tag wieder topfit

Die nächsten Stunden ruhe ich mich aus, und zwar im Liegen. Sitzen fühlt sich noch komisch an, weil Po und Schenkel vorübergehend etwas druckempfindlich sind. Und zur Toilette gehen ist mit den Kompressen auch nicht so einfach. Sie müssen auch schon bald ausgewechselt werden, denn eines sollte man wissen: Man läuft nach der Behandlung richtiggehend aus. Die Flüssigkeit, die in den Körper gespritzt wurde, muss schließlich wieder ablaufen. Ich wechsle die Kompressen noch mehrmals bis zum nächsten Tag. Abgesehen von ein paar blauen Flecken und leichten Schwellungen fühle ich mich an Tag zwei wieder topfit. Auch die Zugfahrt zurück nach Berlin ist kein Problem. Zuhause angekommen bin ich echt baff: Meine Haut ist tatsächlich schon glatter, die Dellen nicht mehr ganz so ausgeprägt. Ich kann auch sofort wieder arbeiten. Nur mit Sport und Sauna soll ich eine Woche pausieren. Jetzt, fast vier Monate später, kann ich sagen: Es hat sich auf jeden Fall gelohnt. Jetzt kann ich den Sommer kaum noch abwarten.

Mein Fazit: Ich bin begeistert, denn nach dem Eingriff konnte ich sofort die Veränderungen sehen. Vor allem an den Rückseiten der Oberschenkel und an den unteren Pobacken ist der Unterschied enorm. Dort, wo vorher tiefe Dellen waren, kann man sie nur noch erahnen. Ich mag vor allem meinen neuen runden Po. Weitere Pluspunkte: Ich hatte keine Schmerzen und war sofort wieder einsatzfähig. Man braucht auch nur eine Behandlung, um die Dellen dauerhaft zu reduzieren. Die Kosten variieren je nach Ausmaß der Cellulite zwischen 1500 und 3000 Euro.

Aufmacherfoto: Markus Rock, Live-Bilder: Jürgen Mai

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Geza Schön: „Süß ist mir viel zu langweilig“

Schon als Teenager hat er eine Sammlung von hunderten Duftproben angehäuft. Seine Ausbildung absolvierte Geza Schön schließlich im deutschen Grasse, bei Haarmann & Reimer (heute Symrise) in Holzminden an der Weser. Spätestens seit seinen „Escentric Molecules“ von 2006 gilt Geza Schön als „Duft-Rebell“, findet den Begriff aber selber ziemlich unpassend. In seinem Labor in Berlin-Kreuzberg hat der deutsche Parfümeur nun den ersten Duft für Luisa Cerano kreiert. Das Premium-Label der süddeutschen Hauber Group feiert in diesem Jahr sein 20-jähriges Jubiläum. Entsprechend lautet der Titel der Duft-Premiere: Luisa Cerano 20 x Geza Schön. Vorgestellt wurde das Parfum kürzlich im Flagshipstore der Womenswear-Marke in Münchens Fünf Höfen.

C&C: Herr Schön, Sie haben Luisa Cerano den ersten und damit einen wirklich herausragenden Duft beschert. Wie würden Sie Ihre Kreation selbst umschreiben?

Geza Schön: Leicht, transparent und holzig. Der Duft beginnt sehr frisch und aromatisch. Roter Pfeffer, Kardamom und Koriandersamen begleiten raffiniert die Frische. Magnolie, Mimose und Pfirsich öffnen das Herz des Duftes, der vor allem durch die Iris-Note besticht. Osmanthus und Jasmin komplettieren die transparente Blumigkeit. Moschus, Ambra und Zedernholz bilden den Fond, dazu kommt ein Hauch Tonkabohne. Sicher kein typischer Damenduft. Aber das wollten wir auch so.

C&C: Wie ist es überhaupt zu der Kooperation mit Luisa Cerano gekommen?

Geza Schön: Der Kontakt kam über eine alte Freundin von mir, die bei LC arbeitet. Wir hatten über die Jahre immer wieder mal darüber gesprochen, einen Duft für die Marke zu machen. So ist es dann schließlich dazu gekommen, dass ich sie zusammen mit Geschäftsführer Jürgen Leuthe zu mir nach Berlin eingeladen habe, um ein paar erste Parameter abzustecken.

C&C: Parameter?

Geza Schön: Es ist wichtig, gleich am Anfang zu klären, in welche Richtung es überhaupt gehen soll. So etwas kläre ich am liebsten bei mir im Labor in Berlin, wo ich alle Essenzen und Komponenten greifbar habe. Ich habe den beiden dann einfach ein paar Akkorde vorgestellt, und wir waren uns dann aber ziemlich schnell einig, dass es ein leichter Duft werden sollte. Also nichts, was einem gleich den Atem raubt. So ist der Duft schließlich auch geworden. Die Hauptnoten sind holzig, das Ganze ist angereichert mit sehr teuren Blumen-Absolues.

C&C: Ich finde ihn fast auch für einen Mann tragbar, gerade wegen der edel-herben Holznoten!

Geza Schön: Mir gefällt er auch wirklich sehr gut. Süß ist mir für Frauendüfte meistens auch viel zu langweilig (riecht selbst nochmal am Papierstäbchen). Mir gefällt es am meisten, wenn ein Damenduft auch mit Herrennoten spielt. Hier besonders die Frische, die leichte Würzigkeit zusammen mit den Blumen-Absolues in der Herznote und Moschus, Ambra, und Zedern. Die Rezeptur ist gar nicht so lang.

C&C: Hatten Sie einen bestimmten Frauentypus vor Augen, als Sie den Duft kreiert haben?

Geza Schön: Eigentlich nicht. Diese Idee, dass man irgendeine Frau sieht und dann einen Duft zaubert, ist auch ein Mythos. Ich suche für die Entwicklung auch nicht in bestimmten Frauenzeitschriften nach irgendeinem Typ.

C&C: Und die Marke Luisa Cerano? Welchen Einfluss hatte das Image auf die Entstehung?

Geza Schön: Durch die intensive Zusammenarbeit haben wir den roten Faden der Brand sicher gut einfangen können. Es gibt da allerdings keine genaue Logik, wie man die Dinge miteinander verbindet. Das gilt sicher auch für die Kombination aus Mode und Düften. Der Vorgang ist eher ziemlich komplex. Ein Duft entsteht erst einmal im Kopf. So war es auch hier. Mir ging es vor allem darum, Luisa Cerano für meinen eben etwas anderen Stil zu begeistern und einen besonderen Duft abseits des Bekannten zu schaffen. Vor allem bei der Auswahl der Bestandteile, die wir alle drei dann auch mochten. Da gab es schon große Unterschiede, bis man sich eben auf eine Zielgerade bewegt.

C&C: Wie lange hat die Kreation am Ende zeitlich in Anspruch genommen?

Geza Schön: Ungefähr ein Jahr. Das darf man sich aber nicht so vorstellen, dass ich kontinuierlich an dem Duft gearbeitet habe, sondern Projekte laufen immer auch parallel. Das ist auch sehr hilfreich, um immer wieder mit etwas Abstand an einen Duft heranzugehen und ihn weiterzuentwickeln.

C&C: Herr Schön, vielen Dank für das Gespräch!

Eventfotos Jessica Kassner@Picture People


London-Termin mit Pixi-Visagistin Amanda Bell

Seit vielen Jahren eine DER Beauty-Adressen in der englischen Hauptstadt: der Pixi Flagship Store, 22 A Foubert’s Pl, im brodelnden Stadtteil Soho. Gleich um die Ecke Liberty, das für mich schönste Kaufhaus, und die quirlige Carnaby Street. Der Londoner Flagship Store von Pixi ist eine echte Beauty-Oase. Ganz korrekt muss es übrigens heißen Pixi by Petra. Denn Petra Strand ist die Erfinderin der Marke. Die erfahrene Make-up-Artistin hatte es sich zum Ziel gesetzt, Produkte für die Haut zu kreieren mit höchst wirksamen und wohltuenden pflanzlichen Inhaltsstoffen. Doch die Seele des Unternehmens ist Amanda Bell, Global Make-up-Artist und Pixi-Botschafterin. Eine faszinierende Frau und Persönlichkeit mit sprühendem, eher unenglischem Temperament. Sie kann auf eine mehr als 20jährige Berufserfahrung im Bereich Beauty zurückgreifen. Als Autorin, als preisgekrönte Produktdesignerin und Visagistin, der es nie an Ideen mangelt, um jede Frau schön aussehen zu lassen. Sie hat schon mit den berühmtesten Models und Fotografen der Welt gearbeitet. Dabei ist Amanda Bell freundlich und bodenständig, erzählt mir von ihrer Faszination für Katzen, während sie mit routinierten Griffen die Müdigkeit aus meinem Gesicht schminkt und mir exakt den richtigen Rotton auf die Lippen legt. Das Interview danach führen wir in einem Vegan-Café um die Ecke auf der Dachterrasse:

Amanda, was sind deine fünf wichtigsten Profi-Tricks?

Weniger ist mehr. Benutze eine möglichst natürliche Foundation, mit der du dich gut fühlst. An Stellen, die etwas mehr abgedeckt werden müssen, verwende Concealer. Das gibt der Haut den makellosen Look. Die Base muss wie eine zweite Haut aussehen. Hast du das Gefühl, dass das Make-up zu schnell verläuft, verwende statt viel Puder lieber ein Fixier-Spray. Ich persönlich mag Transparent-Puder, den ich mit einem Pinsel über der Base auftrage. Er deckt nicht zusätzlich ab und gibt auch nicht mehr Farbe, sondern sorgt lediglich für Perfektion. Der letzte Tipp: Man soll sich immer in der Lichtsituation schminken, in der man sich später aufhält. Deshalb morgens nicht im Badezimmer bei künstlichem Licht sein Make-up auftragen. Das Ergebnis wird im Tageslicht nie gut aussehen.

Ich suche eine neue Foundation, wo teste ich die Farbe am besten?

Die Textur kannst du auf dem Handrücken testen, aber niemals die Farbe. Denn der Hautton auf der Hand entspricht nie dem im Gesicht. Deshalb ein neues Make-up immer im ungeschminkten Gesicht ausprobieren. Etwa an der Kieferlinie einen Streifen auftragen bis zum Hals. Er ist immer etwas blasser, weil er weniger Sonne abkriegt. Der richtige Farbton der Foundation ist der, der mit dem Gesicht und dem Hals verschmilzt.

Du hast eine spezielle Art, die Wimpern zu schminken, richtig?

Ich benutze immer eine Wimpernzange, das ist sehr wichtig. Damit kann man sein Augen-Make-up drastisch minimieren. Mein spezieller Trick ist es, die Wimpern zweimal zu biegen, bevor ich Mascara auftrage: Zuerst nehme ich die Härchen dicht am Wimpernrand zwischen die Zange, dann öffne ich sie wieder und presse ein zweites Mal in der Mitte der Wimpern. Das sieht natürlicher aus und ergibt einer eher fedrigen Effekt, als wenn man sie nur an den Wurzeln steif nach oben biegt.

An welchem Make-up-Produkt sollte man niemals sparen?

An der Foundation. Wir alle sind bei Lippenstift, Lidschatten oder sogar Mascara nicht einer einzigen Marke treu. Aber wenn man mal eine Foundation gefunden hat, die das Beste aus der Haut herausholt, sollte man dabei bleiben. Das schönste Kompliment ist doch, wenn jemand sagt ,deine Haut sieht wundervoll aus‘ als wenn es heißt ,welches Make-up trägst du‘. Ich würde sagen, dass es sich absolut lohnt, in gute Hautpflege, Foundation und Concealer zu investieren.

Gibt es Regeln, wer welche Farben am besten tragen kann?

Wenn einem eine Farbe überhaupt nicht steht, liegt es am Hautunterton. Man unterscheidet zwischen einem warmen, einem neutralen und einem kühlen Teint. Was das bedeutet? Hat die Haut z. B. einen warmen Unterton, wird sie mit kühlen Farben nie natürlich, eher künstlich aussehen, weil sie selbst keine kühlen Anteile besitzt. Benützt man dagegen ein Siena oder Apricot, verschmelzen diese richtiggehend mit der Haut und betonen ihre warme Ausstrahlung. Ansonsten, wenn man sich mit einer Farbe wohlfühlt, sollte man sie ruhig mit Stolz tragen. Hat man allerdings das Gefühl, dass die Farbe eher einen trägt als umgekehrt, sollte man sich seinen Unterton genauer ansehen. Dann kann es helfen, wenn man zu einem Trick greift. Hat man beispielsweise bei warmer Haut einen kühlen Lidschattenton benutzt, der irgendwie nicht passt, gibt man einen warmen Gloss darüber. Schon funktioniert es.

Und wie finde ich meinen Unterton heraus?

Ein warmer Hautton wird im Sommer immer einen Hauch von Gold und Oliv zeigen, ihm Winter eher fahl und etwas langweilig aussehen. Ein kühler Hauttyp mit rosigem Unterton wiederum liebt den Winter, schaut dann fantastisch und vital aus. Mit einem Stück Stoff in Creme und Weiß findet man seinen Unterton am schnellsten heraus: Cremefarben geht Ton in Ton mit warmer Haut und bildet keinen Kontrast. Weiß dagegen macht sie lebendig. Dagegen bringt reines Weiß einem kühlen Hauttyp gar nichts. Ihm verleiht der Cremeton Wärme und Ausstrahlung. Neutrale Hauttypen können beides tragen. Ein weiterer Tipp, um seinen Unterton zu bestimmen, sind die Innenseiten der Handgelenke: Bei einem sehr kühlen Typ schimmern die Venen blau. Bei einer eher geblichen Haut wirken sie grünlich.

Fotos: @aleyahsolomonphotograph
Insta: @aleyahs | @aleyahsolomonphoto


Bodyforming ohne Operation und ohne Schmerzen

Kleinere bis mittelgroße Fettpolster werden jetzt im wahrsten Sinne des Wortes kaltgemacht. Kryolipolyse heißt die moderne, nicht-invasive Methode zur Körperformung. Das Wort kommt aus dem Altgriechischen von Kryos (Eis, Frost), Lipa (Fett) und Lysis (Auflösen, Auflösung). Die Kryo-Therapie basiert auf einer hoch entwickelten, patentierten Kühltechnologie. Das Coolsculpting-Verfahren von Allergan, mit dem die Rosenpark Klinik seit der Markteinführung in Europa arbeitet, kommt komplett ohne Operation und jegliche Art von Narkose oder Schmerzmittel aus. Dr. Sonja Sattler: „Die Branche der Ästhetischen Medizin bietet stetig neue Behandlungsmethoden. Gerade im minimalinvasiven Bereich gibt es zahlreiche Möglichkeiten die Problemzonen der Patienten zu behandeln – ganz ohne Skalpell und Ausfallzeiten. Fett wegschmelzen in der Mittagspause! Das Kryolipolyse-Verfahren ermöglicht uns Ärzten, unbeliebten Fettpolstern auf eine schonende Art und Weise den Kampf anzusagen.“

Eiskalt gegen Fettzellen vorgehen

Während die Patientin oder der Patient es sich auf einer Behandlungsliege bequem macht, werden die zu behandelnden Regionen mit speziellen Applikatoren kontrolliert auf plus vier Grad Celsius heruntergekühlt. Auf diese Weise wird die Blutversorgung der Fettzellen, die sehr empfindlich auf Kälte reagieren, unterbrochen, und sie sterben ab. Dabei werden weder Organe, noch Haut oder das umliegende Gewebe geschädigt. Wie die erfrorenen Fettzellen aus dem Körper gelangen? Auf natürlichem Weg. Der Organismus transportiert sie in der Folgezeit schrittweise mit seinem normalen Stoffwechsel ab. Die Behandlung ist völlig schmerzfrei. Was man spürt, ist das Ansaugen des Behandlungsareals durch den Gerätekopf. Hinterher kann dort für kurze Zeit ein Taubheitsgefühl auftreten.

Sanfte Modellierung

Die Kryolipolyse eignet sich besonders zur Modellierung der Hüftregion und zielt auf die Entfernung kleinerer bis mittelgroßer Fettpölsterchen ab. Sie hilft gerade dort, wo Sport und auch die beste Diät nichts ausrichten können. Besonders effektiv lassen sich damit Hüftpolster, Damenbauch oder Rippröllchen am seitlichen Rücken beseitigen, aber auch die Innenseiten der Oberschenkel, Knie und Oberarme sind damit behandelbar.

Nichts für Übergewichtige

„Grundsätzlich ist dieses Verfahren nicht dazu geeignet, Gewicht zu reduzieren“, sagt Dr. Sonja Sattler von der Rosenpark Klinik in Darmstadt. „Es eignet sich für eher schlanke Frauen und Männer, die unter einzelnen Problemzonen leiden und eine punktuelle Reduktion dieser Fettpölsterchen wünschen.“ Eine ansonsten schlanke Silhouette wird nach der Körperformung mit der Kryolipolyse noch harmonischer aussehen.

Keine Einschränkungen, keine Downzeiten

Die Behandlung ist ambulant und dauert je nach individuellem Befund etwa zwei Stunden. Während der Zeit kann man lesen, Musik hören, am Laptop arbeiten und einfach nur entspannen. Danach kann man ohne Einschränkungen seinem Alltag nachgehen und auch Sport treiben. „Die erste Zeit nach der Kryolipolyse sollten keine entzündungshemmenden Medikamente eingenommen werden, auf Saunagänge oder Dampfbad besser verzichten“, erklärt Dr. Sonja Sattler. Nach zwei bis vier Monaten ist das endgültige Ergebnis sichtbar. In der Regel ist nur eine Anwendung notwendig. Dabei spricht nichts gegen eine Wiederholungsbehandlung mit dem Coolsculpting-Verfahren, wenn man weitere Pölsterchen loswerden möchte. Eine der häufigsten Patienten-Fragen lautet: Kommen die einmal mit Kälte behandelten Fettzellen wieder? Das ist mit einem klaren Nein zu beantworten. Was einmal weggefroren ist, bleibt weg. Sollte man allerdings an Gewicht zulegen, können sich umliegende Fettzellen aufblähen, und neue Speckröllchen entstehen.

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Aufmacherfoto Rudo film@shutterstock, Behandlungsfotos Allergan

 

Auf den Mund geschaut


Lippenvergrößerungen sind sehr gefragt

Der Mund ist nicht nur unser schönstes Werkzeug zum Sprechen und Küssen. Unsere Lippen vermitteln Emotionen. Sie drücken aus, was wir denken und wie wir uns gerade fühlen. Sie beeinflussen, wie unsere Umwelt uns wahrnimmt. Ein strahlendes Lächeln macht uns sympathisch. Hängende Mundwinkel lassen uns traurig und übellaunig erscheinen. Ob im Gespräch mit Freunden, dem Chef, beim Date oder in der Duck-Face-Pose für das nächste Selfie.

Die ideale Lippenform

Aber wie sieht nun die attraktivste Lippenform tatsächlich aus? Gleich vorweg: Der Schmollmund, wie er auf vielen Instagram-Feeds präsentiert wird, ist es nicht. Dass nicht die volle, gleichmäßig geformte Lippe das Ideal ist, beweist eine US-Studie, die Forscher auf der Plattform Jama Facial Plastic Surgery veröffentlicht haben, bei der 428 Personen 100 Porträts von Frauen vorgelegt wurden. Das Ergebnis? Bei der optimalen Form soll die Unterlippe doppelt so groß wie die Oberlippe sein und ca. 10 Prozent des unteren Gesichtsdrittels einnehmen. Hört sich auf den ersten Blick ziemlich unproportional an. Stimmt aber nicht. Die Lippenform von Model Miranda Kerr kommt der Ideal-Lippe ziemlich nahe und sieht sympathisch-natürlich aus. Doch nicht jeder hat sie und möchte nachhelfen lassen.

Lippenvergrößerung mit Hyaluronsäure

„Die Lippenaugmentation ist besonders in unserer jüngeren Patientengruppe eine häufig gewünschte Behandlung, um anlagebedingte schmale Lippen zu vergrößern. Aber sie spielt auch bei älteren Jahrgängen eine wichtige Rolle, um die Mundregion optisch zu verjüngen. Ziel ist hier das verloren gegangene Volumen wiederaufzubauen“, sagt Dr. Sonja Sattler vom Bellari Institut in Frankfurt und Hamburg. Das Wichtigste bei einer Lippenunterspritzung ist die Verwendung von hochwertigen Hyaluronsäure-Produkten. Häufig verwenden Billiganbieter unvernetzte Hyaluronsäuren, die nur einen kurzfristigen Effekt erzielen. „Von Produkten mit dem Anspruch auf ,dauerhafte‘ Ergebnisse ist dringend abzuraten, da diese noch Jahre später zu entzündlichen Knötchen und Unebenheiten führen können“, sagt die Ärztin. Und: Da man bei einer Injektion auch immer wieder kleine Verletzungspunkte durch die Nadeln auf und unter das Lippenrot setzt, kann es bei zu häufigen Injektionen zu kleinen Vernarbungen im Lippenrot kommen. Das Produkt sollte keine Zusatzstoffe enthalten, sondern aus reinem Hyaluron bestehen. Dr. Sonja Sattler: „Wir sehen leider immer wieder Patienten, die verzweifelt zu uns kommen und schwerwiegende dauerhafte Folgen (Knubbel,etc.) von einer nicht fachgerecht durchgeführten Lippenunterspritzung haben.“

Bloß keine Schlauchbootlippen

Damit das nicht passiert, muss man wissen, dass die Lippen nicht nur aus dem sichtbaren, dunkler gefärbten Lippenrot bestehen, sondern auch aus dem Lippenweiß. Oft wird unter den Lippen fälschlich nur das Rot verstanden, was gerade bei einer Lippenaugmentation zu unnatürlichen Ergebnissen führt. Sie werden gerne als Schlauchbootlippen bezeichnet. Für eine natürlich wirkende Lippe erfordert es eine ganzheitliche Betrachtung der Mund-Kinnregion. Denn oftmals ist nicht das Lippenrot selbst das Problem für zu wenig Volumen. Deshalb soll bei einer Unterspritzung primär das Lippenweiß behandelt werden. Meist ist dann eine Injektion in das Lippenrot nicht mehr notwendig.

Unterspritzen mit der Türmchentechnik

Hierbei werden je nach Bedarf tiefe Injektionspunkte in das Lippenweiß der Ober- und Unterlippe gesetzt. Im Gewebe werden dann Hyalurontürmchen (mit der sogenannten Towertechnik) eingespritzt, was das Lippenweiß von innen heraus aufpolstert. Durch diesen Volumenzugewinn kommt es dazu, dass gleichzeitig das Lippenrot größer wirkt, da es durch die Aufpolsterung des Lippenweiß ebenfalls an Volumen gewinnt. So wird die Natürlichkeit gewahrt.

Knitterfältchen glätten mit Hyaluronsäure

Um die kleinen Knitterfältchen, die dafür verantwortlich sind, dass der Lippenstift verläuft, im Lippenrot zu glätten, kann man das Lippenrot zusätzlich mit einem fein vernetzten Hyaluronsäure-Präparat behandeln. Das Hyaluron wird oberflächlich überwiegend entlang des Lippenrandes injiziert und glättet somit die kleinen Fältchen. Die Injektion erfolgt über winzige Einstiche am Mundwinkel. Die Kanüle wird dann unter kontinuierlicher Abgabe des dünnflüssigen Hyalurons vor und zurück bewegt, bis die Fältchen verschwinden.

Nur ein kleiner Pieks

Moderne Hyaluronsäure-Präparate sorgen dafür, dass sich das Hyaluron langsamer abbaut, als bisher gewohnt. Zudem sind einige Produkte mittlerweile mit dem Betäubungsmittel Lidocain versehen, was die Behandlung für den Patienten nahezu schmerzfrei gestaltet. Lediglich der Pieks zu Beginn der Behandlung ist spürbar, da danach die Wirkung des Lidocains sofort einsetzt. Die Behandlung der Lippen dauert ca. 30 Minuten und ist mit keinerlei Ausfallzeiten verbunden. Eine Kühlung direkt im Anschluss an die Behandlung ist sehr hilfreich und beugt der Bildung von kleineren blauen Flecken vor.

Sponsered by Bellari – Aufmacherfoto © Shutterstock/ Ekaterina Jurkova


Beim Micro-Needling werden Altersanzeichen einfach weggerollt

Unsere Haut ist bis ins Alter zur Selbsterneuerung fähig. Nur werden die Zellen mit der Zeit etwas träge und brauchen Anreize, um ihr natürliches Regenerationspotential zu nutzen. Micro-Needling hilft dem Gewebe, sich von innen heraus zu erneuern. Dabei wird die Hautoberfläche mit auf einer Rolle oder einem Behandlungsköpfchen angebrachten, ultrafeinen Nadeln präzise und schonend behandelt, ohne sie zu belasten. Die entstandenen Mikroverletzungen stimulieren das Zellwachstum und stärken die Widerstandskraft. Auf diese Weise können Aknenarben und kleinere Fältchen gemildert, Poren verkleinert und erste Anzeichen der Hautalterung sanft behandelt werden. Der Teint bekommt ein rosiges, feinporiges und glatteres Aussehen. „Es gibt zwar unterschiedliche Formen des Mikro-Needlings, doch alle verfolgen das gleiche Ziel: eine Regeneration und Verfeinerung der Haut“, sagt Winona Kallenbach, Kosmetikerin und Store-Managerin im Bellari-Institut in Hamburg

Mit oder ohne Betäubung?

Nach gründlicher Reinigung und Desinfektion der Haut kann bei empfindlichen Kunden eine Creme mit Lokalanästhetika aufgetragen werden. In der Regel ist die Behandlung aber auch ohne vorherige Betäubung gut durchführbar. Nach Einwirken der Creme muss die Haut erneut desinfiziert werden. Danach werden die ausgewählten Areale entweder mit einem Dermaroller oder dem Skin-Needler flächendeckend behandelt. Beim Needling durch die Kosmetikerin gibt es keine Blutungen, da die Nadeln nicht ganz so tief reichen wie bei einem vom Arzt durchgeführten Needling.

Vitamin C steigert den Effekt

Kallenbach: „Um den Effekt des Needlings optimal auszunutzen, wird eine Vorbehandlung mit Vitamin C- und Vitamin A-haltigen Pflegeprodukten empfohlen.“ Diese unterstützen die Regenerationsmechanismen der Haut bei der Neubildung von Kollagen. Trägt man direkt nach dem Needling ein Vitamin C Serum auf, kann es tiefer in die Hautoberfläche eindringen und seine Wirkung besser entfalten. Im Anschluss wird je nach Hauttyp, Hautzustand und Bedarf eine kühlende Maske z.B. mit Hyaluronsäure aufgelegt. Bei stärkerer Irritation wählt man eine hautberuhigende Maske.

Die Nachsorge ist wichtig

Für ein optimales Behandlungsergebnis werden sechs Sitzungen im Abstand von je einer Woche empfohlen. Nach dem Needling durch die Kosmetikerin ist im Prinzip keine Downtime zu erwarten. Es gibt lediglich eine vorübergehende Rötung und nicht sichtbare, aber fühlbare Hautabschuppung in den ersten Tagen. Besonders empfindliche Patienten können auch mit kleinen, aber harmlosen Pusteln reagieren. Vor und nach einem Micro-Needling sollte für je vier Wochen auf erhöhten Lichtschutz geachtet werden. „Zudem geben wir unseren Kunden spezielle hautberuhigende Nachsorgeprodukte für die Tage direkt nach der Behandlung mit und empfehlen dauerhaft über den Behandlungszeitraum ein Vitamin C Serum zu verwenden“, erklärt Winona Kallenbach.

Das Geheimnis von Vitamin C

„Ein Vitamin-C-Serum für den Tag bietet Schutz vor schädigenden Umwelteinflüssen, mindert feine Linien und Falten. Es wirkt dem Festigkeitsverlust entgegen und hellt den Teint auf“, so die Kosmetikerin. Aufgrund seiner antioxidativen Wirkung erhöht Vitamin C den natürlichen Schutz der Haut vor freien Radikalen, die durch äußere Stressfaktoren wie UVA-/UVB-Strahlen und Luftverschmutzung verursacht werden. Damit wirkt es vorzeitiger Alterung und lichtbedingten Schäden entgegen. Nach einem Needling beschleunigt Vitamin C die Heilphase. Deshalb wird es in der ästhetischen Praxis beispielsweise auch nach Laserbehandlungen eingesetzt.

Micro-Needling plus Radiofrequenz

Da sich Mikroverletzungen zur Hauterneuerung und Kollagenstimulation in der ästhetischen Medizin und Kosmetik bewährt haben, gibt es mittlerweile Kombinationsverfahren für noch bessere Ergebnisse. Eine Kombi aus multipolarer Radiofrequenz und Micro-Needling (VenusViva™) geht gezielt gegen die Zeichen der Hautalterung vor. Dabei wird mit einer speziellen nanofraktionellen Radiofrequenz gearbeitet, deren feinste Nadeln in die Haut eindringen und sie mit ihren mikrofeinen Stichen zur Regeneration anregen. Über die Nadeln gelangt zudem Radiofrequenz-Energie tief und kontrolliert ins Gewebe. Auf die Überhitzung reagiert dieses mit der Bildung neuen Kollagens. Dank der Verbindung beider Technologien können mehrere Hautprobleme gleichzeitig in nur einem Schritt behandelt werden: Falten und Spannkraftverlust, Pigmentflecken, vergrößerte Poren oder eine unebene Struktur. Ebenso korrigiert das Verfahren Aknenarben, erschlaffte Haut am Kinn sowie Dehnungsstreifen am Körper.

Ausfallzeiten sind kein Thema

Mit dem VenusViva™-Behandlungskopf werden die zu behandelnden Zonen flächendeckend bearbeitet. Je nach Bedarf und Hautbeschaffenheit stehen zwei Aufsätze zur Wahl – mit und ohne Nadeln. Vor der Anwendung wird eine Anästhesie-Creme aufgetragen, die 20 Minuten einwirkt. Bei Bedarf können auch schmerzstillende Tropfen verabreicht werden. Die Behandlung dauert insgesamt nur etwa eine halbe Stunde. Mögliche Rötungen in den ersten Stunden lassen sich mit Make-up gut überschminken. Man kann ohne jegliche Einschränkungen sofort wieder seinem Alltag nachgehen, arbeiten und Sport treiben. Mit vier Behandlungen im Abstand von jeweils maximal vier Wochen ist das beste Resultat zu erreichen. Die hautverjüngende Wirkung zeigt sich vollständig nach etwa zwei bis sechs Monaten. Für die Vor- und Nachsorge gilt das Gleiche wie beim einfachen Micro-Needling.

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