Körperformung – was heute alles möglich ist


Es muss es nicht immer gleich ein großer Eingriff sein

Die Zeit von Size Zero ist vorbei. Gesund und fit aussehen gilt heute als sexy! Mit regelmäßigem Sport und bewusster Ernährung kann man viel erreichen. Dennoch gibt es Körperpartien, die sich davon nicht beeinflussen lassen. Gerade bei genetisch fehlangelegten Fettdepots oder erschlaffter Haut nach Gewichtsverlust kann selbst die strengste Diät und das härteste Workout nichts ausrichten. Zudem fordert die Natur ihren Tribut. Im Laufe des Alterungsprozesses verlangsamen sich Stoffwechselprozesse, der Hormonhaushalt stellt sich um. Das Verhältnis von Fett- und Muskelmasse verändert sich: Männern bekommen plötzlich Brust oder sogenannte „Love Handles“ im Hüftbereich. Bei Frauen sind es häufig der Bauch inklusive Rücken, die Reiterhosen oder der Innenschenkelbereich.

Die Fettabsaugung ist kein Diätersatz

Jährlich behandelt die Rosenpark Klinik über 2000 Patienten im Bereich der Körperformung. Allein über 1000 davon unterziehen sich einer Liposuktion (Fettabsaugung). Dabei wird gezielt die überschüssige Menge der Fettzellen in den betroffenen Bereichen dauerhaft reduziert und die Silhouette harmonisiert. Wer glaubt, dass es sich bei einer Fettabsaugung um ein Mittel zur Gewichtsreduktion handelt, liegt falsch. „Hierbei geht es einzig und allein um die Harmonisierung der Körperform und um die Beseitigung von Problemzonen“, bestätigt Dr. Gerhard Sattler, Ärztlicher Direktor der Rosenpark Klinik. Häufig sind um Reiterhosen, die stören. Egal, ob gertenschlank oder etwas kräftiger – unzählige Frauen leiden unter dieser unschönen Verformung an den Oberschenkeln, die durch eine zu hohe Anzahl an Fettzellen entsteht. Mit einer Liposuktion wird diese Zahl verringert. Selbst wenn die Patientin im Laufe der Zeit zunimmt, wird sie an dieser Stelle nie wieder solch unproportionalen Ausbuchtungen bekommen. „Als erfahrener Behandler muss ich allerdings immer das Gesamtbild betrachten“, so Sattler. „Die alleinige Beseitigung einer Problemzone sorgt noch lange nicht für eine schöne Körperform.“ In den meisten Fällen ist es deshalb sinnvoll weitere Areale mit zu behandeln, um eine stimmige Silhouette zu erzeugen.

Vibrationskanülentechnik und Tumeszens-Lokalanästhesie

In der Rosenpark Klinik werden seit über 21 Jahren täglich mehrere Fettabsaugungen durchgeführt. Dabei kommt die Vibrationskanülentechnik in Tumeszens-Lokalanästhesie zum Einsatz, um überschüssiges Fettgewebe schmerzfrei und nachhaltig zu entfernen. Bei der Tumeszens-Lokalanästhesie handelt es sich um eine Mischung aus Kochsalzlösung und Lokalanästhetika. Sie betäubt nicht nur das Gewebe, sondern erweicht zugleich die Fettzellen. Das hat den Vorteil, dass diese leicht, risikoarm und besonders schonend entfernt werden können. Über mehrere vier Millimeter kleine Hautschnitte wird mittels der vibrierenden Kanüle das Fettgewebe regelrecht „herausgeschüttelt“. Der Hautaufhängeapparat, Gefäße, Nerven und Lymphbahnen werden so gut wie nicht verletzt. Der Patient ist während der Absaugung wach. Wenn nötig, kann er sich selbständig drehen und wenden, einzelne Muskelpartien anspannen oder sogar aufstehen. Dr. Sattler: „Das hilft mir, während des Eingriffs die Symmetrie besser zu beurteilen und Risiken wie eine unproportionale Dellenbildung zu vermeiden.“

Neu: ergänzende Energien mit Plasma, Radiofrequenz und Laser

Bei der weiterentwickelten Liposuktion kommen die laserassistierte Liposuktion (LAL) – kurz auch Laserlipolyse genannt, die Radiofrequenztherapie oder kaltes Heliumplasma in Frage. Bei der Radiofrequenztherapie wird Energie in Form von Wärme gebildet. Fettzellen und Kollagenfasern werden so auf 42-44 Grad erwärmt und Fettzellen dabei zerstört. Bei besonders kleinen Arealen, wie z.B. dem Übergang zwischen Po und Oberschenkel, hat sich die laserassistierte Liposuktion bewährt. Beide Verfahren sind ergänzend zu einer klassischen Liposuktion möglich. Somit kann der Straffungseffekt auf die Haut nochmals deutlich gesteigert werden. Auch kaltes Heliumplasma wird als Ergänzung zu einer Liposuktion eingesetzt. Dabei wird hochfrequenter Strom wie man ihn zum Präparieren und Schneiden verwendet mit Heliumplasma ionisiert und so ein echtes „kaltes Plasma“ erzeugt. Nur 0,01% des Heliumgases werden ionisiert, der Rest zum Kühlen des Energiestrahls verwendet. Die Energie breitet sich kugelförmig aus und strafft das Gewebe von innen. Da keine hohen Temperaturen im Gewebe entstehen, werden Verbrennungen vermieden.

Softe Alternativen zu einer Operation

In der modernen ästhetischen Medizin gibt es inzwischen auch eine Vielzahl an nicht operativen Methoden zur Gewebestraffung, Fettreduktion oder auch Körpermodellierung. Zur Fettreduktion kleinerer Problemzonen hat sich die Kryolipolyse etabliert. Dabei werden Fettzellen mittels einer hochmodernen Kühltechnologie in einem schrittweisen Prozess, der die Haut nicht schädigt, zerstört. Genauer gesagt: Durch die Kälte wird die Blutversorgung der Fettzellen unterbrochen. Sie sterben ab, und ein natürlicher Abbauprozess leitet sich ein. Das Ergebnis nach zwei bis vier Monaten ist eine deutliche und natürlich aussehende Reduktion von Fettpolstern. Die Kryolipolyse eignet sich z.B. für Hüftpolster, das absinkende Rückenfett im BH-Bereich oder bei kleinen Fettpölsterchen unterhalb des Bauchnabels.

Wenn die Haut schlaffer wird

Mit dem Alterungsprozess kommt es zu einem Elastizitätsverlust des Gewebes. Venus Legacy™ ist ein neuartiges Verfahren, das nicht nur hartnäckige Fettpölsterchen und Cellulite behandelt, sondern auch erschlaffte Körperpartien. Dr. Sattler: „Es kombiniert multipolare Radiofrequenz mit Magnetpulstechnik und einem eingebauten Temperatursensor.“ Diese speziell entwickelte Technik bewirkt ein tiefes Eindringen in die Haut, was direkt nach der Behandlung bereits eine erhöhte Durchblutung und direkte Straffung zur Folge hat. Radiofrequenz löst eine Thermalreaktion im Gewebe aus, was die natürlichen Heilkräfte des Körpers stimuliert. Erste Ergebnisse sind bereits nach einer Behandlung sichtbar.

Mehr Volumen für den Po

Nicht immer ist es ein Zuviel an einer Körperstelle, das den Patienten stört. „Auch ein Zuwenig kann zu einer psychischen Belastung werden“, weiß Dr. Sattler. Dafür hat sich im Laufe der letzten Jahre die Körperformung mittels Hyaluronsäure oder auch Eigenfett etabliert. Sie wird vor allem im Bereich des Gesäßes angewendet. Mittels Towertechnik spritzt der Arzt die Hyaluronsäure tief in das Gewebe ein. Dabei zieht er die Spritze immer weiter heraus, so dass unter der Haut Hyaluronsäure-Türmchen entstehen, die dem Po mehr Volumen geben. Aufgrund der tiefen Platzierung baut sich die Hyaluronsäure kaum ab. Man kann von einem langfristigen Ergebnis sprechen. Gleichzeitig kommt es zu einer deutlichen Verbesserung der Haptik. Langfristig fühlt sich der Po besser und fester an, Cellulite wird gemindert.

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