Zum Bodyforming in die Arztpraxis


Shape me, Doc! Der Wunsch vieler weiblicher Patienten

Der Sommer naht, die Bikinifigur ist noch in weiter Ferne. Regelmäßiges Workout ist gut, gesunde Ernährung noch besser. Das wissen wir längst. Und doch. Man kann trainieren bis zum Umfallen und sich kasteien, ohne dass sich manchmal der gewünschte Erfolg einstellt. Dann hilft nur der Beauty-Doc. Ihm stehen heute immer mehr risikoarme Methoden zum Bodycontouring zur Verfügung, die wirklich was bringen.

Der Todesstoß für Cellulite

Comedian Nicole Weber behauptet in ihrer Show: „9 von 10 Frauen haben Cellulite – die Zehnte lügt“. Nicht so ganz falsch. Ein echtes Frauen-Problem, das gerade im Sommer die Laune verdirbt. Sind die Dellen mal dicke da, kriegt man sie nicht mehr ganz weg. Da muss man ehrlich sein. Aber verbessern geht allemal. Bei leichter Cellulite, die der Arzt als Grad 1 und 2 einstuft, setzt der Münchner Dermatologe Dr. Stefan Duve auf die Stoßwellen-Therapie, wie man sie aus der Orthopädie kennt. Akustische Wellen stimulieren Stoffwechselvorgänge und die Durchblutung im Gewebe, fördern so den Fettabbau. Pro Areal schickt „Swiss Cellvibe“ bis zu 3500 Schwingungen in regelbarer Intensität in die Tiefe. Das hämmernde Geräusch dröhnt unangenehm in den Ohren. Und je höher die Behandlungsstufe, desto stärker spürt man den Druckschmerz der eindringenden Wellen. Aber nach acht Sitzungen von jeweils 30 Minuten folgt die Belohnung: Die Haut ist glatter, scheint elastischer und fühlt sich fester an. Kosten pro Termin: ca. 100 Euro

Fettpölsterchen im Kälteschock

Die Kryolipolyse ist bereits Goldstandard, um diätresistente Zonen an Bauch, Taille, Rücken und Beinen zu behandeln. Bei der patentierten Kühltechnologie werden die kälteempfindlichen Fettzellen auf 3-4 Grad herunter gekühlt und dabei zerstört. Der Körper baut sie danach selbsttätig ab. „Neu sind an die anatomische Region angepaßte kleinere Aufsätze“, so Dr. Hans-Peter Schoppelrey , „um auch Regionen wie Armrückenbereich oder Knie effektiv behandeln zu können.“ Pro Körperseite muss man mit gut einer Stunde rechnen. Hinterher ist die Stelle noch einige Stunden lang taub und gerötet. Dr. Schoppelrey: „Noch effektiver ist unsere Advanced Kryolipolyse, bei der Kälte und Fett-weg-Spritze   kombiniert werden.“ Das endgültige Resultat sieht man nach 2-4 Monaten. Kosten: ab 750 Euro pro Seite (z.B. Armrückenpolster)

Botox macht schlanke Waden

Botox im Gesicht kennt man ja! Aber für die Waden? „Im Bereich der Waden ist die Botulinuminjektion eher als Silhouettenharmonisierung zu verstehen, um den Wadenumfang 2-3 Zentimeter zu verringern“, erklärt Dr. Gerhard Sattler von der Rosenpark Klinik Darmstadt. Indem die Erregungsübertragung von den Nervenzellen zum Muskel gehemmt wird, fällt die Kontraktion des Muskels schwächer oder ganz aus, was die Wade verschlankt, ohne dass es den Bewegungsablauf beeinträchtigt. Je nach Muskelmasse werden 20-30 Injektionen (Bocouture) bis zu 1,5 cm tief in die Muskulatur gespritzt. Eine Betäubung ist nicht erforderlich. Innerhalb von 3-10 Tagen ist der Effekt vollständig eingetreten und hält bis zu neun Monate. Kosten: 750 Euro für beide Waden

Weniger Bauch, mehr Busen

Zwei Fliegen mit einer Klappe schlägt man mit Lipotransfer, einer minimal-invasiven Methode, die immer beliebter wird: Sie erlaubt den Körper zu modellieren, die Brust zu vergrößern. „Überflüssiges Fett an Bauch, Flanken oder Oberschenkeln wird abgesaugt, gefiltert und in kleinen Portionen fächerförmig in die Brust injiziert“, erläutert Dr. Caroline Kim, plastische Chirurgin aus München. „Am besten unter die Brust und an den Muskel, weil hier eine gute Anwachsrate der Fettzellen besteht und die Bildgebung bei Vorsorgeuntersuchungen nicht beeinträchtigt ist.“ Für mehr Fülle im Brustansatz reicht eine Sitzung, für eine Körbchengröße mehr sind es zwei. Der Eingriff wird ambulant durchgeführt und erfordert nur kleine Einstiche. 60 Prozent des injizierten Fetts wächst an und bleibt für immer, lässt die Brust sehr natürlich aussehen. Dr. Kim: „Nachteilig ist, dass nur ein kleiner Volumengewinn pro OP möglich ist, bei mehrfachen Liposuctionen steigt das Risiko von Dellen.“ Kosten: ab 3900 Euro

Aufwärtstrend für den Po

Ein bisschen mehr? Ein bisschen straffer? Beides kann man mit einem Hyaluronsäurenetz erreichen, das unter die Haut eingebracht wird. 20 Einstiche pro Seite muss man aushalten, über die mit spitzer Nadel die Hyaluronsäure eingespritzt wird. Das Resultat ist nach 4-5 Tagen sichtbar und hält maximal ein Jahr. Kosten: ca. 3000 Euro. Soll lediglich das Hautbild verbessert werden, gibt es andere Mittel. „Wir verwenden dazu sogenannte Skinbooster wie Restylane Vital, Volite oder Radiesse stark verdünnt“, so Dr. Stefan Duve. 5-8 Milliliter Injektionsmaterial sind pro Seite nötig für einen Effekt von sechs Monaten. Kosten: ca. 1000 Euro

puhhha@shutterstock

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