Bali – Insel der Götter und Geister

Das ist Bali: Weißer Dunst verhüllt wie ein Schleier die Berge und Täler. Die Luft ist weich wie Samt, die Temperatur liegt bei 25 Grad. Willkommen auf der Insel der Götter, Geister und mystischen Tempel

Balis Götter. Götter- und Geisterverehrung sind auf dem Gelände des Wellness-Hideaway Como Shambhala Estate nicht zu übersehen. Im Eingangsbereich steht eine mächtige Tempelanlage aus Stein, beschützt von einem schwarz-weißen Sonnenschirm. Zu jedem Voll- und Neumond wird auf dieser Anhöhe ein religiöses Ritual gefeiert, zu Ehren der Ahnen gebetet oder Nyepi, der Tag des Schweigens, begangen.

„Schwarz und Weiß stehen für Gut und Böse“, erklärt Mika. Auch er ist Anhänger der Hindu-Religion, der über 90 Prozent der Balinesen folgen. «Fast alles auf Bali ist Glaube», fügt er hinzu. «Zwei Drachen halten die Insel fest, an den Stränden wohnen die Geister, auf den Bergen die Götter.» Mika ist einer von 60 Butlern des Estate. Sie sorgen dafür, dass man rechtzeitig zur Yogastunde kommt. Sie organisieren Kanutrips über die Stromschnellen des Ayung oder eine Tour mit dem Fahrrad durch Reisfelder.

Naturbelassene Landschaft

30 Residenzen und freistehende Villen stehen für die Übernachtungen zur Verfügung. Sie sind verteilt auf knapp sechs Hektaren naturbelassener Landschaft, die von über 300 Gärtnern das ganz Jahr über gepflegt wird. Die Architektur ist balinesisch, mit viel Bambus und Tropenholz. Oder zeitgenössisch mit klaren Linien und Panoramafenstern. Und jede Unterkunft hat einen eigenen Pool, manche haben auch einen Jacuzzi, der vom Wasser des nahen Ayung River gespeist wird.

Service wird auf Como Shambhala Estate großgeschrieben. Nicht nur hat jeder Gast seinen persönlichen Butler, das Resort beschäftigt auch eine eigene Diätberaterin. Eve Persak ist verantwortlich für das wichtigste Merkmal der Hotels und Resorts der Como-Gruppe: Wellness-Urlaub mit maßgeschneiderten Mahlzeiten für jeden Bedarf – von Detox über Diät und eiweißreiche Ernährung für Extremsportler bis zu Saftkuren für Menschen mit Glutenintoleranz. „Durch diese personalisierten Mahlzeiten unterscheidet sich das Como Shambhala Estate deutlich von herkömmlichen Wellness-Resorts“, sagt Eve.

Gutes Karma für alle

Wir fahren ins legendäre Künstlerdorf Ubud, das an den vulkanischen Hängen im Herzen von Bali liegt. Die ehemalige Königsstadt ist mit der Verfilmung des Bestsellers von. Elizabeth George „Eat, Pray, Love“ mit Julia Roberts in der Hauptrolle weltberühmt geworden. Viele kommen, um sich von einem der vielen Heiler gutes Karma verpassen zu lassen, sich mit den Affen im Monkey Jungle fotografieren zu lassen, in einer der vielen Galerien nach Kunst zu stöbern. Mopeds, das Haupttransportmittel der Balinesen, surren wie exotische Insekten über die JL. Raya, die enge Hauptstraße des 30 000-Einwohner-Städtchens. Sie sind hoch beladen mit Hühnerkäfigen und Bambusstangen, hin und wieder balanciert ein lebendes Schwein auf dem Lenker.

Auf den Treppen der Läden und Cafés liegen Opfergaben. Volieren mit bunten Papageien stehen auf mit Gold verzierten Mauern, deren geöffnete Tore einen flüchtigen Blick in die traditionellen Hinterhöfe gestatten. Am Straßenrand etwas außerhalb der Ortschaft sind Buddha-Figuren aus poliertem Holz, Möbel und Statuen zum Verkauf ausgestellt. Im Hintergrund jadegrüne Reisfelder. Kinder, Frauen und Männer lassen bunte Papierdrachen aufsteigen. Ein Ritual? Das ist die liebste Freizeitbeschäftigung der Balinesen.

Dschungel-Fieber

Nicht weit vom Ortszentrum Ubud entfernt liegt das Boutique-Hotel Bambu Indah, ebenfalls ein Ort, an dem die Natur auf die Götter trifft. Kokosnusspalmen, Zimt- und Tamarindenbäume falten sich über Farne, Ananas- und Maniokpflanzen, während ein Garten der Permakultur auf einen verwunschenen, farbenprächtigen Dschungel trifft, der steil ins Flusstal des Ayung River fällt. Die Besitzer, John und Cynthia Hardy, haben mit natürlichen Materialien, darunter Bambus, zehn wunderschöne und individuelle Häuser geschaffen, die alle Sinne berühren. Von luxuriösen Baumhäusern mit Betten in klimatisierten Gondeln, über Cabins mit Himmelbetten und Mini-Palästen hoch über dem Flussufer bis hin zum Moon House, das aus Hölzern des Dschungels gefertigt wurde. Mehr Natur geht nicht.

Hoch hinaus

Weiter Richtung Süden weicht die tropische Vegetation einer kargen Steppenlandschaft. Das Alila Villas Uluwatu Resort liegt auf der Halbinsel Bukit, der südlichsten Spitze Balis. Passiert man den Eingangsbereich, öffnet sich die Sicht über einen Infinity Pool bis an den Rand einer Klippe 600 Meter über der felsigen Küste des Indischen Ozeans. Ganz oben thront ein rechteckiger Pavillon. Die luftige, filigrane Konstruktion aus von Wind und Wetter gebleichtem Holz erinnert an eine Riesen-Voliere, die schwindelerregend weit über der Klippe schwebt. Die Ränder der flachen Kanäle entlang der Laubengänge, die zu den Restaurants führen, sind mit Zitronengras bepflanzt.

„Das hält die vielen Mücken in Schach“, erklärt Resort Manager Sean Brennan. „Wir verwenden keine Pestizide. Wir fühlen uns der Natur Balis verpflichtet.“ Im Einklang mit der Natur und nach den strengen EarthCheck-Vorgaben zu bauen, war das primäre Anliegen des Architektenbüros WOHA aus Singapur. EarthCheck ist die grösste Organisation der Welt, die strenge Kriterien für Nachhaltigkeit im Tourismus- und Reisegewerbe festsetzt und rigoros kontrolliert. „Die Baustoffe stammen aus der Gegend, das Holz der Pavillons ist recycelt“, sagt Sean Brennan.

Gewohnt wird in 84 Villen, die mit ihren terrassierten Dächern aus balinesischem Vulkanstein mit der Landschaft verschmelzen. Jedes der Häuschen hat einen eigenen Salzwasserpool, die Decken der minimalistischen Zimmer sind aus lokalem Bambus, die Holzböden aus recycelten Eisenbahnschwellen gefertigt. Das Wasser der Waschmaschinen und der Bäder wird aufbereitet und zum Bewässern der Gärten verwendet. Alila Villas Uluwatu ist der Beweis, dass nachhaltiges Bauen und Bewirtschaften auf 5-Sterne-Niveau funktioniert.

Pulsierendes Leben

Das 5-Sterne Legian-Hotel in der Nähe des populären Seminyak-Strands gehört zu den Leading Hotels of the World. Hier wird die balinesische Gastfreundschaft gefeiert. Es gibt 67 Suiten (Studio-Suiten, Deluxe-Suiten, Suiten mit zwei Schlafzimmern und Specialty-Suiten), ein Beach House mit drei Schlafzimmern und 14 private Villen mit eigenem Pool auf der anderen Straßenseite des The Club at The Legian Bali. Das dezente balinesische Dekor setzt sich überall fort; die Küche hat Sterne-Niveau.

Kurz: Tropische Eleganz, Klasse und Stil. Während die Umgebung mit trendigen Boutiquen und sozialen Treffpunkten gespickt ist, ist das Hotel ein Kokon, mit einem wunderschönen Infinity-Pool, einem stimmungsvollen Spa und Sonnenuntergängen, die einfach nicht von dieser Welt sind. Dazu Gärten mit weiten Rasenflächen, sprudelnden Brunnen, Bananenstauden die sich bis zum Strand erstrecken. Plus: Der internationale Flughafen Ngurah Rai ist nur 15 km entfernt.

Lokalkolorit

Soori, ein weiteres Luxus-Resort mit EarthCheck-Zertifikat, befindet sich im Westen Balis. Weit entfernt von der Kuta-Seminyak-Goldküste, wo der Bauboom der letzten Jahre eine Betonwüste hinterlassen hat. Soori liegt an einem kilometerlangen schwarzen Strand. Hinter den zweistöckigen Villen sieht man in der Ferne die Gipfel des 2276 Meter hohen Mount Batukaru. Auch Soori legt großen Wert auf lokale Ressourcen. Die Terracotta-Fliesen der Bäder wurden im Nachbardorf gebrannt. 70 Prozent der Nahrungsmittel, die in der balinesisch inspirierten Küche verarbeitet werden, stammen aus der umliegenden Tabanan-Region. Das kulinarische Meisterwerk: die indonesische Reisplatte für ein romantisches Dinner am Strand, Fackeln, Kerzen und exquisite Weine inklusive.

Magischer Ausklang

Der Westen Balis ist ein kulturelles Paradies. Auf der „Journey of the Dancers“ bekommt man Einblick in die Kunst der balinesischen Tänze. Auf der Tour „All about Rice“ erfährt man, wie Reis angebaut, geerntet und verarbeitet wird. Die Reise zu den Göttern („Journey of the Gods“) ist die Kür. Der Besuch von fünf Tempeln (Puras) steht auf dem Programm. Frangipanibäume duften. Fliegende Händler verkaufen Räucherstäbchen und Souvenirs. Auf den Tempeltischen der Puras Penarukan, Ulan Suwi und Taman Ayun stapeln sich die Opfergaben: Körbchen mit Reis, Türme aus Obst und Orchideenblüten.

Ein Priester klebt jedem Besucher etwas Reis auf die Stirn, das Symbol für Weisheit. Die Tempelrundreise wäre nicht komplett ohne den Besuch der Anlage Tanah Lot, die im 15. Jahrhundert vom Priester Pedana Bahu Rawuh auf einem Felsen in der Brandung erbaut wurde. Mädchen tanzen, Männer trommeln. Würziger Rauch schwängert die Luft. Die Götter sind bestens gelaunt, die Dämonen milde gestimmt. Bali feiert jeden Tag ein magisches Fest.

Bali, Tempel

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