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Für Sie getestet: „Liftender Gua Sha“ aus Rosenquarz von Payot

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Bei Massage-Tools wie auch dem Gua Sha war ich bisher immer skeptisch. Und ich muss auch zugeben, zu ungeduldig. Die meisten habe ich ein paar Mal ausprobiert und dann wieder aus der Hand gelegt und in irgendeiner Schublade ihrem Schicksal der Vergessenheit überlassen.

Aber kürzlich erlebte ich ein Facial in der Praxis von Dr. Miriam Rehbein, wie ihr vielleicht auf meinem Blog gelesen habt, mit einer sagenhaften Massage der Wangen-Kinn-Kontur. Als ich daraufhin zu Hause meinen „Gua Sha“-Stein genau an den Stellen ansetzte, wo die Finger der Kosmetikerin entlang massiert hatten, bekam ich ein echtes Aha-Erlebnis: Es fühlte sich fast genauso gut an.

Drei gute Seiten

Seitdem mache ich es täglich und streiche mit der „V“ Seite des Gua Sha entlang der Kieferlinie vom Kinn zum Ohr nach oben. Das ‚„V“ umfasst wie zwei Finger den Kieferknochen und sein Gewebe. Und weil sich der kühle Rosenquarz so angenehm auf der Haut anfühlt, gehe ich noch eine Etage höher und bearbeite damit die Wangenpartie.

Für die Wangen benutze ich die lange Seite des Steins und fahre am Gesichtsrand entlang von unten schräg nach oben. Zum Schluß ist die Augenpartie an der Reihe, indem ich mit der schmalen Ecke des Tools jeweils vom äußeren Augenwinkel zum Haaransatz streichen.

Nach regelmäßiger Anwendung, sieht mein Gesicht, vor allem die Kieferlinie straffer und insgesamt entspannter aus. Alle 26 Muskeln wirken gelockert, der Lymphfluß angeregt. Am liebsten nütze ich dazu die 15 Minuten vor dem Fernseher während der 20 Uhr-Nachrichten – genau die richtige Zeitspanne. Ich glaube, diesmal bleibe ich am Ball bzw. am Rosenquarz-Stein.

Woher kommt eigentlich Gua Sha?

Die Massage mit Edelsteinen wie Rosenquarz und Jade hat eine lange Tradition in der chinesischen Medizin (TCM). Gua Sha (ausgesprochen „Quascha“) setzt sich aus den beiden Wörtern „Gua“ und „Sha“ zusammen, die so viel wie „schaben“ und „Röte der Haut“ bedeuten. Der Stein wird sanft über das Gesicht „geschabt“, sodass sich die Haut leicht rötet aufgrund der gesteigerten Durchblutung. In der chinesischen Medizin geht man davon aus, dass nach einer erfolgreichen Gesichtsmassage, die Haut von Giftstoffen und Blockaden befreit wird.

Rosenquarz oder Jade – was ist der Unterschied? Den beiden Heilsteinen werden in der TCM unterschiedliche Effekte zugeschrieben. Jade soll eher eine antientzündliche, reinigende und abschwellende Wirkung besitzen. Günstig bei unreiner Haut. Der rosafarbene Energiestein soll Stress abbauen und Spannungen lösen. Somit eignet sich Rosenquarz vor allem für gereizte und irritierte Haut.

Immer schön sauber halten!

Die Gua Sha Massage sollte auf einer ungeschminkten, gereinigten Haut durchgeführt werden, damit keine Bakterien auf dem Gesicht verteilt werden. Massieren kann man auf der „nackten“ Haut (wie ich es bevorzuge), aber auch über einer Creme. Manche empfehlen auch ein Öl, damit der Stein leichter auf der Oberfläche gleiten kann. Aber ich halte von Gesichtsölen wenig, weil die Moleküle so groß sind, dass sie auf der Haut verbleiben und einen okklusiven Effekt ausüben. Das bedeutet, dass die Haut auf Dauer „austrocknet“. Aber das muss jeder selbst für sich entscheiden.

Keinesfalls vergessen sollte man nach der Massage den Gua Sha Stein gründlich zu reinigen, damit man beim nächsten Mal wieder mit einem sauberen Tool arbeiten kann und keine Unreinheiten provoziert. Besonders erfrischend und wachmachend ist es auch, wenn man den Stein im Kühlschrank aufbewahrt oder vor der Anwendung in kaltes Wasser legt. Durch die leichte Kälte ziehen sich die Poren zusammen, und der Teint wirkt im Nu feiner und rosiger.

„Liftender Gua Sha“ von Payot, 25,50 Euro
Fotos/Skizzen @payot

Gua Sha, Rosenquarz

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