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Star-Friseur Christophe Robin überrascht mit seinen Tipps

C&C: Mit Ihrer Volumenpaste bekommt jede Frau eine Traummähne. Wie gibt es das?

Christophe Robin: Die Entwicklung hat ewig gedauert. Ich wollte etwas, das den Haaren Volumen schenkt, sie aber nicht mit einer Textur überzieht. Die würde sich nämlich auch auf die Kopfhaut legen. Damit bekommt man zwar Volumen hin, aber die Kopfhaut kann nicht mehr atmen. Die Haare werden fettig, und man hat sie etwas wie ein Soufflé auf dem Kopf. Fettige Kopfhaut ist überhaupt ein großes Thema. Dagegen wollte ich etwas tun. Deshalb enthält meine „Cleansing Volumizing Paste“ Rosenextrakte, die wie eine natürliche Hyaluronsäure wirken. Dazu kommt Rasulschlamm aus Marokko, damit die Kopfhaut nicht fettet. Gleichzeitig enthält er alle wichtigen Mineralien. Das bringt das Volumen.

Sie behaupten, dass man vor dem Shampoonieren am besten ein Öl aufträgt?

Der beste Trick ist ein Pre-Shampoo-Treatment, das ich seit 25 Jahren auch in meinem Pariser Salon anwende. Tatsächlich war das Lavendel Haaröl mein erstes Produkt, das ich entwickelt habe. Egal, welches Shampoo Sie danach benutzen, zuerst Öl auf das Haar geben, durchbürsten und dann waschen. Man kann es auch über Nacht anwenden und die Haare am nächsten Morgen waschen.

Wie vermeidet man es, seine Haare zu schädigen?

Der häufigste Fehler ist, dass zu viel Shampoo benutzt wird. In vielen Produkten sind Stoffe, die sich um das Haar und auch auf die Kopfhaut legen wie beispielsweise Silikone. Dann muss man wieder waschen, und je häufiger man seine Haare wäscht, desto empfindlicher werden sie. Und wenn man das Shampoo nicht richtig auswäscht, dann bleibt immer etwas davon auf dem Haar zurück, und es glänzt nicht. Auch benutzen die Frauen zu viele Stylinggeräte und -produkte. Oft sieht man auf Youtube in Tutorials, dass fünf oder mehr Produkte angewendet werden sollten. Das ist viel zu viel. Es macht die Haare trocken und schmutzig. All diese Produkte beschweren die Kopfhaut.

Wie wäscht man dann richtig?

Man schüttet zuerst etwas Shampoo in die Hände, dann damit an die Haarwurzeln gehen. Sofort etwas Wasser dazugeben, um das Produkt zu emulgieren. Dann mehr Wasser dazugeben und gut spülen. Lieber wenig Shampoo benutzen und zweimal waschen, wenn die Haare schmutziger sind.

Trockenshampoo wird zum Stylen benutzt oder wenn keine Zeit zum Haarewaschen ist. Was halten Sie davon?

Trockenshampoo ist gut für einen Tag. Aber abends damit ins Bett zu gehen ist wie mit Make up zu schlafen. Die Kopfhaut muss atmen können. Deshalb abends Fenster auf, Kopf nach unten und die Kopfhaut mit den Fingerspitzen vier Minuten lang massieren. Gerade wenn man viel Streß hat, ist die Kopfhaut angespannt. Noch schlimmer sind übrigens farbige Trockenshampoos, mit denen man graue Ansätze abdeckt. Frauen laufen oft 14 Tage damit herum. Sie schlafen damit, und dann kommt wohlmöglich noch eine Coloration dazu. Das sind viel zu viele Farbpigmente, was zu schlimmen Irritationen führen kann.

Was kann man tun, damit die Haare toll glänzen?

Stumpfe Haare weisen immer auf einen Feuchtigkeitsmangel hin. Dagegen gibt es nichts Besseres als ein altes Hausmittel: Essig. Bekommt man von Diptyque, Maria Novella oder etwas günstiger von Yves Rocher. Die haben einen tollen Himbeeressig. Man wäscht zuerst die Haare, spült sie gründlich aus. Dann nimmt man eine kleine Schüssel kaltes Wasser und gibt etwa 10 Tropfen von dem Essig dazu. Damit Haare und Kopfhaut zum Schluß spülen. Das entfernt alle Rückstände von Produkten und Leitungswasser. Außerdem wirkt der Essig antibakteriell und macht die Kopfhaut frisch. Bakterien verursachen Schuppen, mit Essig verhindert man das.

Gibt es wirksame Anti-Aging-Maßnahmen für die Haare?

Meistens werden die Haare dünner. Was ich bei meinen Klienten oft sehe, passiert das nach zu häufigen Diäten, zu vielen Narkosen bei Schönheitsoperationen. Was hilft, ist Omega 3, reichlich in Fisch enthalten. Für mich hat die Haarqualität viel mit der Ernährung zu tun. Gesund essen und richtig atmen für die Sauerstoffversorgung, das kommt auch der Kopfhaut zugute.

Was ist für Sie das wichtigste Haarpflege-Produkt?

Haaröl. Seit Jahrhunderten wird es verwendet. Allerdings darf es nicht zu dick sein wie zum Beispiel Argan- oder Olivenöl. Die bleiben auf der Kopfhaut liegen. Andererseits kann man mit solch dicken Ölen künstliche Farbe aus dem Haar ziehen, wenn man beispielsweise zu dunkel gefärbt hat. Anstatt Bleaching gibt man dickes Arganöl auf die Haare, bürstet sie durch und lässt es einige Stunden wirken. Ein leichtes Öl dagegen pflegt Haare und Kopfhaut und eignet sich wie gesagt als Pre-Shampoo-Treatment.

Welches Haarpflege-Produkt gehört auf Reisen in die Beauty-Bag?

Ich würde sagen Natron anstatt Trockenshampoo. Damit die Haare einige Minuten durchbürsten. Im Gegensatz zu Trockenshampoo enthält es keine Parfümstoffe und schädigt die Haare nicht. Natron ist ein altes Hausmittel mit vielen Funktionen. Es ist auch wohltuend im Badewasser und hilft dem Magen, wenn man unterwegs das Essen nicht vertragen hat.

In welches Styling-Gerät lohnt es sich, richtig Geld zu investieren?

Anfangs war ich skeptisch, aber inzwischen bin ich überzeugt von Dyson Haartrocknern. Alle meine Mitarbeiter lieben die Geräte, weil sie leise und leicht sind. Die Haare bekommen einen wunderschönen Glanz. Sehr wichtig ist auch eine gute Bürste mit Naturborsten. Etwas Essig auf die Bürsten sprühen, das verstärkt den Glanz der Haare. Wir mischen dazu destilliertes Wasser, wie man es zum Bügeln verwendet, mit 20 Prozent Essig. Das wirkt zugleich antibakteriell. Eine gute Bürste ist teuer. Aber wenn man sie regelmäßig reinigt, hält sie für immer.


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Beauty meine Passion.
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