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2022 Unternehmensgründerin werden: Ein Experte verrät, worauf es zu achten gilt

Die Schweiz geht bereits mit gutem Beispiel voran: Einer Studie zufolge gibt es in der Schweiz mittlerweile doppelt so viele Frauen, die ein Unternehmen gründen, wie vor 20 Jahren. Auch in Deutschland wird die Motivation für Frauen zunehmend größer, sich selbständig zu machen und dadurch Unabhängigkeit und Freiheit zu leben. Ein Spaziergang ist die Unternehmensgründung allerdings nicht, wie Sébastien Briclot weiß.

„Bereits bei der Erstellung eines Businessplans verlieren viele angehende Gründerinnen den Überblick“, weiß Briclot, Businessexperte für Unternehmerinnen. „Schwierig ist dabei vor allem, die Kosten richtig zu kalkulieren.“ Worauf es außerdem 2022 zu achten gilt, wenn man Firmen-Gründerin werden möchte, erklärt Sébastien Briclot in diesem Gastbeitrag.

Nicht das Rad neu erfinden

Beim Unternehmensstart sollte auf die persönlichen Fähigkeiten zurückgegriffen werden. Eine große Nachfrage besteht etwa für alle Dienstleistungen im Bereich Coaching, Training oder Beratung. Daher empfiehlt Sébastien Briclot, die Selbstständigkeit in diese Richtung einzuschlagen. Nicht ratsam sei es dagegen, schon in den ersten Wochen und Monaten die Einführung neuer Produkte zu planen – der Markt muss nicht neu erfunden werden, so der Experte.

Die Fähigkeit des Verkaufens aneignen

Viele Unternehmensgründerinnen haben bereits erste Berufserfahrungen im Sales-Management erworben oder möglicherweise für große Konzerne gearbeitet. Sich selbst und das eigene Produkt zu vermarkten, ist aber eine neue Herausforderung. Denn neben den reinen Auftrags- und Absatzzahlen ist es dabei wichtig, das Vertrauen des Kunden zu gewinnen und ihn am Ende von einer Zusammenarbeit zu überzeugen.

Den Fokus auf das Direktmarketing legen

Der Trend für erfolgreiche Unternehmen liegt nach Briclot in aussagekräftigem Social-Media-Content sowie im Brand-Marketing. Doch gerade beim Start haben Gründerinnen oft zu wenig Zeit und Geld, um sich bewusst auf diese Punkte zu fokussieren. Daher ist es am Anfang sinnvoller, das Direktmarketing zu verstärken und die Zielgruppe über die sozialen Netzwerke ganz persönlich zu kontaktieren.

Zeit ist wichtiger als Geld bei der Unternehmensgründung

Darüber hinaus gilt es, das eigene Mindset zu verändern. „Alle Tätigkeiten, die nicht sofort den Umsatz erhöhen, sollten an die Mitarbeiter delegiert werden“, erklärt Sébastien Briclot. Dazu kann etwa die Buchhaltung oder die Verwaltung gehören. Das Ziel besteht darin, das vorhandene Geld so einzusetzen, dass damit möglichst viel Wissen und Kompetenz erworben wird, indem man auf Experten setzt, die der Gründerin ihr Wissen weitergeben. Gleichzeitig ist so auch mehr Zeit für die wichtigen Aufgaben vorhanden, wie beispielsweise Sales und Marketing.

Auf die Kennzahlen achten

„Auf die spontane Frage nach dem aktuellen Umsatz oder dem Gewinn im letzten Monat wissen viele Gründerinnen die Antwort nicht“, sagt Briclot. Dabei sind gerade der Cashflow und die Gewinnmarge, das Liquiditätsmanagement oder der Kundenwert wichtige Zahlen, die jederzeit bekannt sein sollten. Denn diese Kennzahlen entscheiden über Wohl und Wehe eines Unternehmens – die Gründerin muss sie daher stets im Blick behalten.

Unternehmensgründerin

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