Autor: Margit Hiebl

CultureandCream-Autorin aus München Seit vielen Jahren schreibe ich als Beauty- und Lifestyle-Autorin für Magazine wie Vogue oder Glamour. Was mich immer wieder treibt: Nicht nur das Produkt oder der Trend, sondern die Menschen und die Story dahinter – und was es mit uns macht. Außerdem führt mich mein Job oft an die schönsten Plätze dieser Welt. Auch privat findet man mich gern in der einen oder anderen Wellness-Location, Recherche nicht ausgeschlossen. Culture and Cream also. Immer im Gepäck: Duft, Sonnenschutz und Lippenstift. Farbe? Rot. Was sonst

Für Sie getestet: „Clean“ von MUTI

Das Mikrobiom der Haut ist mittlerweile zum Buzzword avanciert. Mit Recht. Denn diese unsichtbare Schicht der Haut ist ein komplexes Biosystem, das unsere Haut vor äußeren Einflüssen bewahrt. Ins Ungleichgewicht gerät es zum Beispiel durch Stress, Alter, Umwelt, aber auch durch Kosmetikprodukte, die nicht optimal auf sie abgestimmt sind. Schnell passiert das zum Beispiel bei der täglichen Reinigung. Deshalb hat sich die Münchener Beautybrand Muti mit ihrer neuen Reinigungslinie „Clean“ der Erhaltung dieser schutzbedürftigen Spezies verschrieben. Die Range besteht aus drei Produkten (Mizellenwasser, Reinigungsmilch und -gel), die allesamt auf den pH-Wert der Haut abgestimmt sind, zudem keine austrocknenden Alkohole enthalten. Außerdem sind sie frei von Parfum, Parabenen, Paraffinen, Silikonen, Mineralölen, Sulfaten und PEGs. Reinigung mit Glow-Effekt Gut, also her damit – obwohl ich sonst beim Thema Reinigung testen eher zurückhaltend bin, da meine Haut schnell mal zickt und spannt. Los geht’s mit meinem Beauty-Liebling der letzten Jahre, einem Mizellenwasser. Ein paar Spritzer aufs Wattepad, und schon entfernt die supermilde Textur sogar meinen intensiv roten Lippenstift sowie Mascara. Für tiefer gehende Reinigung teste ich ein paar Tage lang die beiden Cleanser. Der „Gentle Milk Cleanser“ verteilt sich schön cremig, aber nicht fettig, und hinterlässt nach dem Abwaschen das Gefühl, dass ich mir nicht sofort das Gesicht eincremen muss. Doch die Überraschung ist tatsächlich der intensivere, zart schäumende „Purifying Gel Cleanser“: Danach fühlt sich meine Haut zwar angenehm frisch und clean an, spannt aber Null. Und das heißt was bei meiner eher trockenen Haut. Noch eines fällt nach allen Produkten auf: Meine Haut bekommt einen schönen Glow – hier hat offenbar ein eigens dafür entwickelter Komplex, der mit Enzymen und Peptiden sowohl Hautschüppchen entfernt als auch für Feuchtigkeit sorgt, einen guten Job gemacht.… weiterlesen

Wie krisenfest sind Lippenstifte?

C&C-Autorin Margit Hiebl erzählt hier, warum sie auch zu Corona-Zeiten mit Maskenpflicht nicht auf ihre roten Lippen verzichten wird und warum sich in Krisenzeiten teure Lippenstifte besonders gut verkaufen. Mich sieht man nie oben ohne. Gemeint ist roter Lippenstift. Tja – jetzt sieht man mich auch (fast) nie oben ohne. Gemeint ist die Maske. Das heißt: Auszeit für den Lippenstift? Oder nur als Luxusartikel für ganz besondere Momente? Denn, selbst wenn bald auch die Lokale wieder öffnen – die Masken werden uns erstmal erhalten bleiben. Und da wirkt es auch nicht gerade sexy, wenn man die Maske zum Essen abnimmt und das Lippenmake-up darunter aussieht, als hätte man schon gegessen. Dabei ist der Lippenstift für uns Ladies unverzichtbar – zumindest in Krisenzeiten. Der „Lipstick Index“ Erstmals beobachtet wurde das Phänomen nach der Wirtschaftskrise in den Zwanzigerjahren des letzten Jahrhunderts in den USA. Während sich die industrielle Produktion nahezu halbierte, stieg der Umsatz von Lippenstiften & Co stark an. Eine ähnliche Entwicklung gab es auch seit der Finanzkrise vor über 10 Jahren. Ebenso nach 9/11. Seither hat das Phänomen auch einen Namen: Während die Börsenkurse sich im Tiefflug befanden, schossen die Absatzzahlen von teuren Lippenstiften außergewöhnlich in die Höhe. Leonard Lauder, damals Vorstandsvorsitzender des US-Kosmetikkonzerns Esteé Lauder, nannte diese Art Indikator für wirtschaftliche Entwicklung den „Lipstick Index“. Kleiner Luxus Warum verkaufen sich in Krisenzeiten gerade teure Lippenstifte? Nun, ein Erklärungsversuch ist: Wenn das verfügbare Einkommen wegen stagnierender Wirtschaft kleiner wird und man sich schon keine größeren Anschaffungen leisten kann oder will, gönnt man sich zumindest einen kleinen Luxus – einen chicen Lippenstift. Und schließlich gilt in kleinen und besonders auch großen Krisenzeiten der Stilgrundsatz von Holly Golightly, dem New Yorker Partygirl im kleinen Schwarzen aus dem Kultfilm „Frühstück bei Tiffanys“: „A girl can’t read that sort of thing without her lipstick“. Wenn’s also in die Untiefen des Lebens geht – nicht ohne Lippenstift. Denn Stil ist alles, wie Diana Vreeland sagte, New Yorker Szene-Größe und Chefredakteurin der US-Vogue (1963-1971). Er hilft dir, morgens aufzustehen und die Treppe hinunter zu kommen. Es ist eine Lebensweise. Mein Plädoyer für den Lippenstift Also: Ich plädiere dafür, am viel zitierten Homeoffice-Schreibtisch keine Masken aufzutragen (meine Güte, kann man das nicht wie sonst auch abends oder am Wochenende machen?), sondern den Lippenstift. Dann wird es sicher auch im Online-Call „Zoom“ machen. Zwar ist es noch ist es zu früh für aktuelle Absatzzahlen. Doch ich wette, Wimpertuschen, Kajal, Lidschatten und Augenpflege werden neue Höhenflüge erleben – liegt schließlich das Augenmerk nun im oberen Drittel des Gesichts.… weiterlesen

Das Geheimnis der ätherischen Öle

Ätherische Öle stecken jetzt in vielen Kosmetikprodukten. Doch was können sie mehr als nur gut duften? Wie wirken sie? Und worauf soll man achten? Diese Fragen stellte C&C-Autorin Margit Hiebl an Dr. Françoise Couic-Marinier, Aromatherapeutin, Apothekerin, Autorin und Expertin der Aroma-Kosmetik-Linie Décléor. Die französische Marke hat sich bereits 1974 als eine der ersten auf natürliche Hautpflege-Produkte mit ätherischen Öle konzentriert, zu einer Zeit als diese noch kaum jemand kannte. Was können ätherische Öle denn besser als andere Wirkstoffe? Der Vorteil ist, dass sie natürlich sind, aber eine pharmakologische Qualität haben und selbst viele aktiv wirkende Inhaltsstoffe besitzen. Sie ergänzen wunderbar pflanzliche Öle. Ihre Wirksamkeit auf unterschiedlichste Hautprobleme ist in zahlreichen Studien belegt. Ätherische Öle sind gerade sehr trendy, und man findet sie inzwischen in vielen kosmetischen Produkten. Bei Décléor wählt und gewinnt man sehr sorgfältig seit 40 Jahren nur Öle von höchster pharmazeutischer Qualität aus den besten Regionen der Welt: Sie werden vor Ort dampfdestilliert, um ein Maximum an Frische zu bewahren und ihre kosmetischen Eigenschaften zu potenzieren. Ein Experten-Team aus Aromtherapeuten, Aromachologen und Dermatologen sorgt für die optimale Mischung. Und alles nach höchsten Kriterien, die keinen Kompromiss zwischen Natürlichkeit, Sensorialität und Wirksamkeit erlaubt. Worin besteht der Unterschied zwischen essentiellen und botanischen Ölen? Die meisten botanischen Öle finden sich in Obstkernen. Ätherische Öle können sowohl in Blättern, Blüten, Wurzeln, Rinden, Holz als auch in Früchten vorkommen. Dagegen bestehen botanische Öle aus Fettsäuren, die eine mehr oder weniger große Hautaffinität haben. Die einzige Gemeinsamkeit: Beide sind nicht wasserlöslich. Aromatherapie wirkt über das limbische System im Gehirn. Aber wie kann ein Duft die Wirksamkeit von Hautpflege erhöhen? Ätherischen Essenzen haben einen Einfluss auf Stimmung und Gefühle, eben über unseren Geruchssinn. Neroli oder Lavendel Öl in einem Kosmetikprodukt können beispielsweise sehr gut zur Entspannung beitragen. Und wie wirken ätherische Öl in der Haut? In der Hautpflege haben sie eine wirklich enorme Wirkung. Die Haut nimmt essentielle Öle in allen Hautschichten auf. Je nachdem, welches botanische Öl sie in einer Produktformel begleitet, verteilen sie sich schneller oder langsamer. So wirken sie auf allen Ebenen. Reines ätherisches Öl dringt sehr schnell ein, wenn man es pur und dort aufträgt, wo die Haut sehr dünn ist, z.B. am Handgelenk, den Fußsohlen oder am Solarplexus. Vertragen auch Allergiker ätherische Öle? Wie bei der Haarpflege auch, sollte man ein Pflege-Produkt mit ätherischen Ölen vorher auf der Haut, am besten in der Armbeuge, testen. Dann zwanzig Minuten abwarten, ob sich irgendwelche Hautreaktionen zeigen.… weiterlesen

Dubais schönster Garten – florale XL-Kunst

Über 150 Millionen Blumen formen sich auf 7,2 Hektar außerhalb der hektischen Metropole zu Skulpturen, Schlössern, Tieren und einem Flugzeug der nationalen Airline „Emirates“. Größer, höher, spektakulärer Klar, dass der größte Blumengarten der Welt sich in Dubai, der Stadt der Superlative, befindet. Anfang November, wenn die Temperaturen auf für Blumen erträgliche 25 bis 28 Grad sinken, öffnet er seine Pforten. Schon beim Eingang empfangen einen riesige blütenübersäte Pferde, die aus dem Boden zu wachsen scheinen und Den Weg durch die Gartenshow säumen opulente Beete und riesige Blumenampeln – bunt und stark duftend. Zwischendrin findet man mit Blumen bestückte Cabanas, kleine Gartenlauben, in denen man ein Päuschen einlegen kann, um sich auf dem Weg durch die Blumen-Monumente immer wieder mal die Augen zu reiben: Hier ein echter, von Blüten bedeckter A380 von Emirates Airline. Dort eine Riesenkatze, Efeu-Elefanten, die Disney-Familie von Micky Maus bis Goofy, ein Blumenschloss, ein überdimensioniertes Teeservice, ein Corps de Ballet, das sich zu Walzerklängen dreht … Für unseren europäischen Geschmack ist das teilweise ganz schön schräg, aber auch faszinierend. Ein echter Flower-Power-Trip. Und sicher eine kleine Oase, in der sich Vögel und Insekten tummeln, die man downtown mit Sicherheit nicht finden wird. Auf alle Fälle ein Must für alle Dubai-Reisenden. Gut zu wissen Wer den Blumenschaupark in der Wüste besuchen will, sollte seinen Trip gut planen. Geöffnet ist der Miracle Garden von November bis Mai. Freitag und Samstag ist er eher überfüllt, weil es Wochenende in Dubai ist, und damit auch viele Einheimische Ausflüge dorthin unternehmen. Die 30 Minuten-Fahrt kann man mit dem Taxi zurücklegen (ca. 10 Euro), im Rahmen einer Hop-On/Hop-Off-Bustour (ab 45 Euro) oder mit Transfer im Mini-Van (z.B. GetYour.Gide.de incl. Eintritt, ca. 70 Euro). Das Ticket für den Garten kostet ca. 10 Euro pro Person. Fotos: Margit Hiebl… weiterlesen

Bergamo – ti amo!

Eine Liebeserklärung an die norditalienische Stadt mit viel Flair und großer Geschichte Sie steht immer im Schatten ihrer berühmten Nachbarin, die rund 50 km weiter westlich liegt. Aber, scusi Milano, die Kleine von nebenan ist schon ein bisschen hübscher. Ganz ehrlich, sogar sehr viel hübscher. Deshalb haben wir diesmal auf dem Weg nach Mailand, vorher die Ausfahrt Bergamo genommen. Leider nur für einen Tag. Das chice Duo Bergamo – das sind eigentlich zwei Städte: Die Città Bassa in der Ebene, eine elegante, quirlige Universitätsstadt, in der alle Shoppinggoals erfüllt werden. Eine Stadt, mit großzügig angelegten Straßen, eleganten Arkaden und nur mäßig hohen Häusern, damit, so eine Anordnung von früher, keinem der Blick auf die Altstadt auf dem Hügel verbaut sei. Und diese sogenannte Cittá Alta, die obere Stadt, ist ein wahres Schmuckstück. Sie liegt etwa 100 m über der „unteren“ und ist per Standseilbahn aus dem Jahre 1880 zu erreichen. Ein Must, wenn man stilecht nach oben will, um die Altstadt zu erkunden. Aber auch, wenn man – just for fun – ein paar Minuten analoges Reisen per Funicolare genießen will. Die Città Alta Wir fahren zunächst mit dem Auto nach oben – die zweitbeste Idee, wenn man Samstag mittags anreist. Denn dann wird die enge Straße, wenn man nicht gerade einen Cinquecento fährt, schnell zum Nadelöhr. Doch viele Möglichkeiten hat man nicht, es gibt nur wenige direkte Zufahrten: Bergamo ist umgeben von einer mittelalterlichen Stadtmauer. Oben angekommen landen wir auf einem natürlich vollen Parkplatz, der aber unweit unseres Hotels in der Via Mario Lupo liegt. Sehr entspannend, wenn man nach einem kurzen Anruf an der Rezeption eine Parkkarte für das angrenzende (volle) Parkhaus abholen kann. Außerdem wird auch gleich das Auto für die Altstadt „freigeschalten“, da normalerweise die Zufahrt eingeschränkt ist. Doch gefahren wird nicht mehr … Muss man hier auch nicht, alles ist perfekt zu Fuß zu erreichen. Aber, Achtung, Ladies: Das mittelalterliche Pflaster ist der natürliche Feind der High-Heels – also lieber Flats auspacken. Keine Ahnung übrigens, wie Italienerinnen das machen –sie stöckeln unbeirrt über die groben Steine. Mittendrin wohnen Wer ein Hotel in der Città Alta bucht, landet immer mittendrin. In der Stadt, ihrer Kultur, der italienischen Lebensart. Und in der Kunst romantisches altes Gemäuer mit Contemporay Design zu verbinden – radikal, aber mit Fingerspitzengefühl. Wie das Hotel Gombit, das zu den kleinen, feinen Design-Hotels gehört und für eine Nacht unser Zuhause ist. Es liegt im Torre del Gombito, einem Wachturm aus dem 13.… weiterlesen

So alltagstauglich ist Ayurveda

Tipps, wie man es einfach zu Hause praktizieren kann und damit gesund durch den Winter kommt Ach, ayurvedisch leben ist ja so kompliziert, hör ich jetzt schon alle sagen. Aber, ist es das wirklich? Wir haben Carina Alana Preuß, Geschäftsführerin des Ayurveda Parkschlösschen in Traben-Trarbach gefragt. Die 32jährige leitet das 5-Sterne-Haus seit letztem Jahr und ist mit dem ayurvedischen Lifestyle aufgewachsen. Vor 25 Jahren haben ihre Eltern Deutschlands erste Adresse in Sachen Ayurveda gegründet. Wer Carina trifft, will ab sofort ayurvedisch leben. Denn sie strahlt – von innen und von außen. Sie transportiert ihre Message mit großer Leidenschaft und Frische. Als Ayurveda-Spezialistin und Yoga-Lehrerin überzeugt sie aber auch durch Expertise. Um die alte Wissenschaft vom Leben (so die Bedeutung von Ayurveda) über die klassische Panchakarma-Kur im Hotel hinaus noch mehr Leuten zugänglich und nahbarer zu machen, bespielt sie auch diverse Social Media Kanäle. So hat sie einen Online-Kurs entwickelt, der auch Einsteigern schnell und einfach mitnimmt. Zudem bringt sie sich selbst immer wieder auf ihrem Instagram-Blog ein als bestes Beispiel für ayurvedische Lebensweise. Eine Influencerin in Sachen modernes Ayurveda – aber eine, die es tatsächlich drauf hat und ernst meint. Jedoch ganz im Hier und Jetzt lebt … und sich auch mal Pommes gönnt. Darf man als Ayurvedianer auch mal Pommes essen? Carina Alana Preuß: Ausnahmen und undogmatisch sein gehören auch zum Ayurveda. Man muss sie nur geschickt einbetten, wie z.B. nach dem Besuch einer Pommes-Bude am besten Triphala einnehmen. Das ist eine ayurvedische Kräuterrezeptur, die der Verdauung hilft. Oder: nach einer ausladenden Nacht mit schwerem Dinner das Frühstück weglassen bzw. einen Suppentag einlegen. Wenn ich nicht so doll über die Stränge schlagen will, backe ich mir zu Hause Süßkartoffelscheiben mit Salz, Currypuder und Öl – eine gesunde Variante zu Tiefkühlware und Fritteusenöl. Hotel-Alltag, Weiterbildung, ständig mit Volltempo – wie schafft man da noch Balance? Ja, gute Frage. Ich stecke wirklich viel Energie in mein Bestreben, die Welt eines Tages gesünder und bewusster zu hinterlassen. Da platzt mein Terminkalender schon manchmal aus allen Nähten. Aber: Mein Essen ist mir heilig und da mache ich keine Kompromisse. Ich bestehe auf mein warmes, frisch zubereitetes und gesundes Mittagessen. Ayurvedisch essen ist also gar nicht so kompliziert… Viele klagen über hochkomplexe Rezepte und trauen sich nicht an die vielen Gewürze ran. Wir haben ayurvedische Gewürzmischungen entworfen, mit denen auch ich koche. Außerdem haben wir im Hotel einen Easy Ayurveda Cooking Guide entwickelt, der immer in drei Steps zeigt, wie man schnell Curries, Ragouts oder Suppen für ein gesundes warmes Essen zaubert.… weiterlesen

Professor Bader macht Stammzellen mobil

Wie ein Wissenschaftler die Haut verjüngen will Er ist Wissenschaftler und Mediziner durch und durch. Mit Schönheit hatte Professor Augustinus Bader bislang wenig am Hut. Als einer der führenden Stammzell-Forscher von der Universität Leipzig ist ihm eine bahnbrechende Entwicklungen im Bereich des Tissue-Engineering gelungen. Über 200 Patente nennt er sein eigen. So entwickelte Bader ein Hydro-Gel, das schwerste Brandverletzungen ohne Transplantation und Narbenbildung abheilen lässt. Da kam ihm die Idee für eine Anti-Aging-Pflege. Doch wie lässt sich seine Technologie auf Fältchen, Pigmentflecken oder unreine Haut übersetzen? Wir sprachen mit Professor Bader über seinen neuen Ansatz. Herr Professor, schon wieder ein Stammzellenprodukt? Nein, in meinem Produkt ist keine einzige Stammzelle enthalten. Wir haben aber die Stammzellen-Technologie neu definiert. Um die zu verstehen, muss man erst mal mit den bestehenden Mythen aufräumen. Welche Mythen denn? Erstens: Es gibt keinen Mangel an Stammzellen im Körper. Sie sitzen überall, sind nur nicht immer aktiv. Eine Stammzelle ist wie eine ortspezifische Reparaturzelle. Ihre Aufabe ist es, den ortsständigen Defekt zu reparieren. Sie ist da, muss aber aktiviert werden – durch eine Entzündung. Zweitens: Geht man davon aus, dass die Größe der Verletzung das Antwortverhalten der Zelle beeinflusst – heißt bekomme ich eine Narbe oder nicht – kann das mit dem Fehlen der Botenstoffe zusammenhängen. Ersetzt man die, macht die eigene Stammzelle eine perfekte Heilung. Das konnte ich im medizinischen Bereich bei schwersten Verbrennungen umsetzen. Sie sind in wenigen Tagen ohne Transplantation narbenfrei abgeheilt. Der dritte Mythos: Stammzellen in Cremes können was bewirken. Aber was kann schon eine Apfelstammzelle, wie sie bislang für viele Produkte verwendet wurde, für die menschliche Haut tun? Sie kann höchstens einen Apfel machen. Wie kamen Sie auf Ihren neuen Ansatz? Über meine klinische Arbeit. Die Zellen im menschlichen Körper sind hochspezialisiert, genau das zu reparieren was ansteht. Beispiel: Habe ich an der linken Hand eine Schnittverletzung, wird nur die repariert. Ich bekomme deshalb nicht doppelt so viel Haut an der anderen Hand. Das bedeutet: Der Mensch besitzt unterschiedliche Reparaturprozesse. Und der Körper weiß exakt, wo die Verletzung sich befindet. Wenn ich aber z. B. eine Brandwunde habe, sind die Gefäße zerstört und die Zellen sterben ab. Hier konnten wir in unseren Forschungen beweisen, dass es möglich ist, Zellen mit Reparaturfunktion auch dorthin zu bringen. Wie darf man sich das vorstellen? Wie früher in der Bank. Zwei Personen haben unabhängig voneinander einen Schlüssel zum Tresor. Person 1 mit Schlüssel 1 kann das System nicht alleine öffnen.… weiterlesen

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